Michel-Paul-Guy de Chabanon

Michel-Paul-Guy de Chabanon (* 27. November 1730 in Saint Domingue; † 10. Juni 1792 in Paris) war ein französischer Geiger, Komponist, Musiktheoretiker, Autor, Übersetzer und Mitglied der Académie française.

Leben und Werk

Vom Geiger zum Gelehrten

Michel-Paul-Guy de Chabanon, Bruder von Charles-Antoine Chabanon de Maugris (1736–1780), besuchte ab dem Alter von sieben Jahren das Jesuitenkolleg Louis-le-Grand. Er entzog sich der Werbung seiner Lehrer für den geistlichen Stand und widmete sich acht Jahre lang der professionellen Ausbildung zum Geiger. Dann vertiefte er sich intensiv in die Gelehrsamkeit des griechischen Altertums und wurde 1759 in die Académie des inscriptions et belles-lettres aufgenommen.

Literat und Musiktheoretiker

Ab 1762 tat er sich mit Bühnenwerken sowie mit literatur- und musikkritischen Schriften hervor. Er verkehrte in den literarischen Salons von Paris (vor allem dem der Madame Geoffrin) und weilte ab 1766 dreimal längere Zeit bei Voltaire in Ferney, worüber er ausführlich berichtete (postum veröffentlicht). Er übersetzte die Oden des Pindar, die Idylle des Theokrit und die musikbezogenen Problemata des Aristoteles (jeweils mit ausführlichen Diskussionen versehen) und lieferte eine vorromanistische Interpretation von Dante. Er schrieb die Texte zu drei musikalischen Werken von François-Joseph Gossec und versuchte sich an eigenen Tragödien, die er mit Voltaire besprach. Zwei seiner musiktheoretischen Schriften und eine literaturtheoretische wurden in jüngster Zeit nachgedruckt. 1779 wurde er in die Académie française (Sitz Nr. 14) gewählt. Er starb 1792 im Alter von 61 Jahren.

Werke

Bühnenwerke

Musiktheoretische und literaturtheoretische Schriften

Übersetzer

Literatur

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Personendaten
NAME Chabanon, Michel-Paul-Guy de
KURZBESCHREIBUNG französischer Geiger, Komponist, Musiktheoretiker, Autor, Übersetzer und Mitglied der Académie française
GEBURTSDATUM 27. November 1730
GEBURTSORT Saint Domingue
STERBEDATUM 10. Juni 1792
STERBEORT Paris