Michel Corbin SJ (* 7. September 1936) ist ein französischer römisch-katholischer Geistlicher, Theologe, Jesuit und Autor.
Michel Corbin begann 1954 ein Studium an der École polytechnique, wechselte 1957 in die Gesellschaft Jesu und wurde 1966 zum Priester geweiht. 1972 verteidigte er an der Sorbonne die Thèse L'Intelligence de la foi. Problématique de la théologie spéculative chez Thomas d'Aquin (erschienen unter dem Titel Le Chemin de la théologie chez Thomas d'Aquin. Beauchesne, Paris 1974). Daneben ist er Doktor der Theologie.
Ab 1968 lehrte Corbin am Institut catholique de Paris und an der jesuitischen Privatuniversität Centre Sèvres. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher über die Kirchenväter Augustinus von Hippo, Gregor von Nyssa, Basilius der Große, Kyrill von Jerusalem und Hilarius von Poitiers und über die Zisterzienser Bernhard von Clairvaux und Wilhelm von Saint-Thierry. Am engsten ist sein Name mit dem Kirchenvater Anselm von Canterbury verbunden, dessen französische Gesamtausgabe er leitete und dem er mehrere Monographien widmete. Seine Interpretation Anselms ist von René Girard und Emmanuel Levinas inspiriert. Theologisch steht im Zentrum von Corbins Forschung die Dreifaltigkeit Gottes. Corbin sammelte seine Predigten in insgesamt 7 Bänden. Die meisten seiner Bücher erscheinen im Verlag Éditions du Cerf.
Christus 72, 1971. 79, 1973. 88, 1975. 93, 1977. 98, 1978. 116, 1982. 133, 1987. 174, 1997. 193, 2002.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Corbin, Michel |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer römisch-katholischer Geistlicher, Theologe, Jesuit und Autor |
| GEBURTSDATUM | 7. September 1936 |