Michel Rouche (* 30. Mai 1934 in Paris; † 5. Dezember 2021 ebenda) war ein französischer Mediävist, spezialisiert auf die Geschichte Galliens im Übergang von der Spätantike ins Frühmittelalter.
Seine Schulbildung erfolgte am Lycée Pierre-d’Ailly in Compiègne. Er promovierte 1976 und hat an der Universität Lille III von 1969 bis 1989 gelehrt. Dann wechselte er an das Institut catholique de Paris und an die Sorbonne. Seine Forschungen betrafen das Ende der Antike und die Einrichtung germanischer Königreiche, z. B. der Westgoten. Auch schrieb er über die Geschichte der Erziehung und die Sexualität im Mittelalter.
Rouche war überzeugter Katholik, der das Institut der Familie in der Diözese Paris inspirierte. Rouche gestaltete das Kolloquium 1996 in Reims zur Erinnerung an die (historisch umstrittene) Taufe von Chlodwig. Dabei hat Papst Johannes Paul II. mit Historikern, Forschern und Wissenschaftlern gesprochen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rouche, Michel |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Historiker und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 30. Mai 1934 |
| GEBURTSORT | Paris |
| STERBEDATUM | 5. Dezember 2021 |
| STERBEORT | Paris |