Michael „Mike“ Hodge (* 24. Februar 1947 in McComas, West Virginia; † 9. September 2017 in New York City, New York) war ein US-amerikanischer Schauspieler, Synchronsprecher und Gewerkschafter.
Hodge wurde 1947 als Sohn von Roberta Johnson und Rev. Ulysses Grant Hodge in McComas im US-Bundesstaat West Virginia geboren. Nach seiner Schulzeit studierte er Journalismus an der West Virginia University, die er mit einem Bachelor abschloss und wo er das erste Mal mit der Schauspielerei in Berührung kam. Er war einer der ersten schwarzen Studenten an der dortigen Journalistenschule. Hodge arbeitete nach seinem Studium zunächst für die Washington Post und setzte anschließend seine Theaterausbildung in Washington, D.C., am DC Black Repertory Theater fort.
Er starb im Alter von 70 Jahren in seiner Wahlheimat New York City und fand seine letzte Ruhe in den Restlawn Memorial Gardens in Bluefield, West Virginia. Er hinterließ seine Mutter Roberta (geborene Johnson) sowie seine Geschwister Joseph, Karen und Vicki. Er hatte keine Kinder.
Nach ersten Bühnenerfahrungen in Washington zog Hodge nach New York City. In New York hatte er von 1987 bis 2001 Theaterengagements in vier Broadway-Produktionen, darunter Fences und A Few Good Men.
Eine erste Rolle vor der Kamera hatte er in der Miniserie George Washington im Jahr 1984 und war in Sketchen der Comedy-Sendung Saturday Night Live zu sehen. Bekannt wurde er vor allem ab 1991 durch seine Arbeit an der in New York angesiedelten Fernsehserie Law & Order, in der er in den 1990er- und 2000er-Jahren wiederkehrend die Rolle des Richters Delano Burns verkörperte. Weitere Fernsehauftritte hatte er in Ed – Der Bowling-Anwalt, Fringe – Grenzfälle des FBI und Law & Order: Special Victims Unit. Zu seinen Filmrollen gehörten unter anderem Striking Distance (1993) sowie To Wong Foo, thanks for Everything, Julie Newmar (1995). Kurz vor seinem unerwarteten Tod hatte er die Dreharbeiten zum Film Humor Me unter der Regie von Sam Hoffman abgeschlossen; der Film erschien posthum, wie auch Brawl in Cell Block 99, Madeline’s Madeline und Low Tide. Im deutschen Sprachraum wurde Hodge unter anderem von Dieter Bellmann, Michael Brennicke, Jörg Döring, Manfred Erdmann, Joachim Höppner, Thomas Kästner, Dieter Knust, Helmut Krauss, Uli Krohm, Karl-Heinz Krolzyk, Axel Lutter, Gerhard Marcel, Eberhard Mellies, Dieter Memel, Kai Henrik Möller, Tim Moeseritz, Hartmut Neugebauer, Michael Rüth und Reinhard Scheunemann synchronisiert.
Neben seiner Karriere auf der Bühne und vor der Kamera sprach Hodge auch Hörbücher ein, darunter Werke von Mitch Albom und Steve Harvey. Darüber hinaus wirkte er als Sprecher von Dokumentarfilmen wie Aftershock: Beyond the Civil War (2006) und machte Fernsehwerbung.
Bereits in Washington, D.C., erwarb er die Mitgliedschaften in der Actors’ Equity Association, der Screen Actors Guild (SAG) sowie die der American Federation of Television and Radio Artists (AFTRA).
Nach dem gemeinsamen Streik der Werbedarsteller von SAG und AFTRA im Jahr 2000 engagierte er sich verstärkt in der Gewerkschaftsarbeit. Bereits 2001 wurde er in den nationalen Vorstand der SAG gewählt. In den folgenden Jahren gehörte er zu den prägenden Funktionären der Schauspielergewerkschaft und war insgesamt mehr als sechzehn Jahre lang als Gewerkschaftsaktivist und Vorstandsmitglied für die SAG sowie deren Nachfolgeorganisation Screen Actors Guild‐American Federation of Television and Radio Artists (SAG-AFTRA) tätig.
2010 wurde Hodge zum Präsidenten der New Yorker SAG-Ortsgruppe gewählt. Anschließend wirkte er im sogenannten G1-Komitee mit, das die Vereinbarung zur Fusion von SAG und AFTRA vorbereitet hatte, aus der 2012 die Gewerkschaft SAG-AFTRA hervorgegangen war. Darüber hinaus war er Mitglied des Exekutivrats der New Yorker American Federation of Labor and Congress of Industrial Organizations (AFL-CIO), des City Labor Council von New York sowie Treuhänder des SAG-AFTRA Producers Industry Advancement and Cooperative Fund (IACF).
Im August 2017, nur einen Monat vor seinem Tod, wurde Hodge als Präsident der New Yorker SAG-AFTRA-Ortsgruppe wiedergewählt. Nach seinem Tod würdigte seine Nachfolgerin, Gabrielle Carteris, insbesondere sein langjähriges Engagement für die Gewerkschaft, seinen Humor, seine Hilfsbereitschaft und seine Leidenschaft für die Schauspielkunst.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hodge, Mike |
| ALTERNATIVNAMEN | Hodge, Michael (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Schauspieler, Synchronsprecher und Gewerkschafter |
| GEBURTSDATUM | 24. Februar 1947 |
| GEBURTSORT | McComas, West Virginia, Vereinigte Staaten |
| STERBEDATUM | 9. September 2017 |
| STERBEORT | New York City, New York, Vereinigte Staaten |