| Miller-Spitzmaus | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Sorex milleri | ||||||||||||
| H.H.T. Jackson, 1947 |

Die Miller-Spitzmaus (Sorex milleri) ist ein mit zwei disjunkten Populationen im nordöstlichen Mexiko endemisches Säugetier in der Gattung der Rotzahnspitzmäuse. Die Art zählt zu einer Artengruppe, die nach der Amerikanischen Maskenspitzmaus benannt ist. Es besteht eine enge Verwandtschaft zur Zacatecas-Spitzmaus (Sorex emarginatus). Das Typusexemplar wurde in einem Gebirge im Bundesstaat Coahuila auf etwa 2450 Meter Höhe gefunden.
Das Tier ist nach dem US-amerikanischen Zoologen Gerrit Smith Miller benannt.
Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 51 bis 58 mm, einer Schwanzlänge von 37 bis 40 mm und einem Gewicht von fast 3 bis fast 5 g ist die Art eine kleine Spitzmaus. Sie hat etwas über 11 mm lange Hinterfüße und Ohren von durchschnittlich 5,7 mm Länge. Der Unterschied zwischen dem hellbraunen Fell auf der Oberseite und dem noch helleren bis weißlichen Fell der Unterseite ist recht deutlich. Die gleiche Farbeinteilung kommt auf dem schmalen Schwanz vor. An der Vorderseite des Schädelknochens ist ein dunkler Streifen vorhanden. Wie bei anderen Gattungsmitgliedern haben die Zähne rotes Zahnschmelz. Im Oberkiefer liegen neben den Schneidezähnen je fünf einspitzige Zähne. Dabei ist der äußerste winzig.
Neben der genannten Population gibt es eine weitere im Bundesstaat Nuevo León. Die Miller-Spitzmaus hält sich zwischen 2400 und 3700 Meter Höhe auf. Sie bewohnt feuchtere Mischwälder, die von trockenen Wäldern umgeben sind. Typische Bäume sind Gewöhnliche Douglasie, Kiefern, Pappeln und kleinwüchsige Pinyon-Kiefern. Kennzeichnend sind viele halb verrottete Holzklötze und eine dicke Laubschicht.
Die Nester des Tieres wurden in verlassenen Bauen der Gebirgs-Taschenratte und in Löchern in Hölzern gefunden. Sie hatten einen Durchmesser von etwa 10 cm und bestanden aus Gras, Nadeln von Nadelbäumen, Rinde, Eichenblättern und manchmal aus Federn. Am Fundort eines Nestes bestand der Unterwuchs aus Danthonia spicata, Hilaria mutica, Muhlenbergia emersleyi, Piptochaetum pringlei (alle Gräser) und aus Büschen der Mexikanischen Weideneiche. Die Nahrung besteht vermutlich aus kleinen Wirbellosen. Manche Weibchen hatten im Juli vergrößerte Zitzen, die teilweise milchführend waren. Im Oktober wurde ein Nest mit einem Weibchen und sechs Nachkommen dokumentiert.
Der Bestand ist vor allem durch Brände bedroht. Auch Rinder oder Pferde, die nahe am Wald weiden, können sich negativ auswirken. Aufgrund des begrenzten Verbreitungsgebietes von maximal 19.200 km² wird die Miller-Spitzmaus von der IUCN als gefährdet (vulnerable) gelistet.