Dieser Artikel behandelt die Konfession. Zur größten adventistischen Religionsgemeinschaft siehe Siebenten-Tags-Adventisten.
Als Adventisten (von lateinischadventus‚Ankunft‘) (anfangs Milleriten genannt) werden Mitglieder einer freikirchlichen Konfessionsfamilie bezeichnet, die Mitte des 19. Jahrhunderts in den USA ihren Ursprung hatte.
Weitere wichtige Lehrpunkte befassen sich mit der Heiligung des Sabbats als biblischen Ruhetag am siebenten Tag der Woche. Mit weltweit 21,9 Millionen Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Jahr 2022 gelten Adventisten weltweit als größte sabbathaltende Gruppe, sogar noch größer als das Judentum mit 15,25 Millionen Mitgliedern im selben Jahr. Diese Doktrin zeugt von dem frühen Kontakt mit Siebenten-Tags-Baptisten in der Entstehungsgeschichte.
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer grundsätzlichen Überarbeitung. Näheres sollte auf der Diskussionsseite angegeben sein. Bitte hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Der baptistische Prediger William Miller (1782–1849) aus Pittsfield, Massachusetts, berechnete auf der Grundlage der apokalyptischen Zeitangaben des Buches Daniel und einiger Jesusworte im Neuen Testament (besonders Matthäus 24LUT) den Zeitpunkt der Wiederkunft Christi zunächst für den Herbst 1843, sodann für den 21. März 1844 und schließlich für den 22. Oktober 1844. Er fand viele Anhänger in den unterschiedlichsten Kirchen, auch aufgrund des großen Meteoritenschauers des Jahres 1833, den Miller auf Matthäus 24 bezogen hatte. Viele mussten aufgrund ihres Glaubens an die unmittelbar bevorstehende Wiederkunft ihre angestammten Kirchen verlassen. Nach dem Ausbleiben dieses Ereignisses zerfiel die nach Miller benannte Bewegung in verschiedene Gruppierungen, die auch theologisch unterschiedliche Richtungen einschlugen. Adventisten nahmen von konkreten Datierungen Abstand, halten aber daran fest, Jesus werde bald zurückkehren, seine Ankunft (lateinischadventus) stehe kurz bevor.
Die Lehre des Sabbats wurde erstmals von Mitbegründer Joseph Bates vertreten, der von einem Flugblatt der Siebenten-Tags-Baptisten überzeugt wurde.
Adventistische Kirchen und Glaubensgemeinschaften (Auswahl)
Die adventistische Bewegung hat im Lauf ihrer Geschichte eine große Zahl unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften hervorgebracht. Nicht alle verweisen darauf in ihrem Namen. Einige der neu entstandenen Gemeinschaften versuchen, zu den ursprünglichen Lehren zurückzukehren und verstehen sich als Reformadventisten. Andere distanzieren sich vom alten adventistischen Glaubensgut und sehen sich heute als eine der vielen evangelischen Freikirchen. Manche der aus dem Adventismus hervorgegangenen Gruppierungen haben sich zu exklusiven religiösen Gemeinschaften entwickelt.
Einige aus dem Adventismus entstandene Gemeinschaften sind:
Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (STA): eine 1863 von der unter anderem wegen ihrer Visionen einflussreichen Ellen G. White mitbegründete Kirche, die Ende 2024 nach eigenen Angaben 23,7 Millionen Mitglieder (Ende 2021 knapp 22 Millionen Mitglieder) zählte. Ihr Unterscheidungsmerkmal gegenüber anderen Religionsgemeinschaften ist in erster Linie die Einhaltung des Sabbats als Ruhetag.
Reformadventisten: entstanden zu Beginn des Ersten Weltkriegs, nachdem die Leitung der deutschen Siebenten-Tags-Adventisten zum Kriegsdienst aufgerufen und Bibelgläubige, die an der adventistischen Ablehnung des Krieges festhielten, ausgeschlossen und teils auch den staatlichen Organen zur Bestrafung ausgeliefert hatte. Die damals Ausgeschlossenen gründeten 1919 die Internationale Missionsgesellschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, alte seit 1844 stehengebliebene Richtung. Die Organisation wurde 1921 in Internationale Missionsgesellschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, Reformationsbewegung umbenannt. Neben dieser gibt es noch eine weitere, von dieser 1951 abgespaltene unabhängige Reformadventisten-Gemeinde, die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten Reformationsbewegung e.V.
Sabbatruhe-Advent-Gemeinschaft in Dickendorf, die 1954 von Frederik T. Wright in Australien gegründet wurde und heute in Europa ca. 100–150 Mitglieder hat, die meisten davon in Deutschland. Sie unterhalten die Live2Give gGmbH mit Mulch-Gemüseanbau, einem Biohofladen, Bäckerei und Arzt-, Physio- und Ergotherapiepraxen.
Anna Giordano:Adventisten.In:Religion und Glaube in Bayern. Weltanschauungen von A bis Z.Bayerischer Rundfunk,12.Juli 2016,archiviertvomOriginal(nicht mehr online verfügbar)am21.April 2019;abgerufen am 8.Januar 2019.
Einzelnachweise
↑A. Gregory Schneider:The Methodist Connection to Adventism. In: Spectrum. The Journal of the Association of Adventist Forums. Band25, Nr.5: Adventism’s Methodist Roots, September 1996, S.26–37 (englisch, andrews.edu[PDF; 26,2MB; abgerufen am 14.November 2024]).
↑Seventh-day Adventist World Church Statistics 2021.In:Seventh-Day Adventist World Church Statistics.14.Februar 2022,archiviertvomOriginal(nicht mehr online verfügbar)am26.November 2024;abgerufen am 14.November 2024(amerikanisches Englisch).
↑Sabbatruhe-Advent-Gemeinschaft. In: Hrsg.: Georg Schmidt, Georg Otto Schmid: Kirchen, Sekten, Religionen. Religiöse Gemeinschaften, weltanschauliche Gruppierungen und Psycho-Organisationen im deutschen Sprachraum. Ein Handbuch. Begründet von Oswald Eggenberger. 7., überarb. und erg. Auflage. TVZ Theologischer Verlag, Zürich 2003, ISBN 3-290-17215-5, S. 167.