Minna Griebel

Minna Griebel, auch Minna Greif (* 2. September 1850 in Heide, Norderdithmarschen; † 1946 in Meldorf, Süderdithmarschen), war eine deutsche Lehrerin, literarische Übersetzerin und Schriftstellerin.

Leben und Wirken

Minna Griebels Eltern waren der der weitverzweigten holsteinischen Familie Griebel entstammende Kirchspielvogt und Oberamtsrichter Friedrich Griebel (1812–1885) aus Schlichting und Wiebke Margarethe, geborene Peters (1819–1893), aus Tiebensee. Sie wuchs mit zwei Brüdern und drei Schwestern in Meldorf auf, wo ihr Vater am Amtsgericht tätig war. Nach der Konfirmation leitete sie zunächst einen Kindergarten und arbeitete dann als Lehrerin an einer privaten Töchterschule in Meldorf. Minna Griebel lebte zwei Jahre in Dresden, bevor sie das Lehrerinnenseminar in Schleswig absolvierte. Aus gesundheitlichen Gründen konnte sie nach dem Examen nur noch wenige Jahre als Lehrerin arbeiten und verstärkte daraufhin ihre schriftstellerischen Tätigkeiten. Neben zahlreichen Beiträgen in Zeitschriften erschienen vor allem Übersetzungen in Buchform. Unter anderem übersetzte sie die Kinderbücher Helen's Babies and Other People's Children von John Habberton, außerdem Werke von Walter Rauschenbusch und Jean Ingelow. Hauptsächlich veröffentlichte Minna Griebel unter dem Pseudonym Minna Greif.

Eine ihrer Schwestern war Lucie Griebel (1854–1922), ebenfalls Lehrerin und Schriftstellerin.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Sophie Pataky: Lexikon deutscher Frauen der Feder. 1. Band: A-L. Berlin, 1898. Deutsches Textarchiv, S. 300 (Werke S. 298 und 299), abgerufen am 30. Dezember 2025.
Personendaten
NAME Griebel, Minna
ALTERNATIVNAMEN Greif, Minna
KURZBESCHREIBUNG deutsche Lehrerin, Übersetzerin und Schriftstellerin
GEBURTSDATUM 2. September 1850
GEBURTSORT Heide, Norderdithmarschen
STERBEDATUM 1946
STERBEORT Meldorf, Süderdithmarschen