Minnie Gentry

Minnie Gentry (* 2. Dezember 1915 in Norfolk, Virginia; † 11. Mai 1993 in New York City, New York), geboren als Minnie Lee Watson, war eine US-amerikanische Schauspielerin. Einige Quellen geben als Sterbedatum den 6. Mai 1993 an.

Leben

Gentry wurde als Minnie Lee Watson in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia als Tochter von Mincie und Taylor Watson geboren. Ihr Urenkel ist der Schauspieler Terrence Howard.

Die Familie zog nach Cleveland in Ohio als sie fünf Jahre alt war. Im Alter von neun Jahren begann sie an der Phyllis Wheatley School of Music mit dem Klavierunterricht und sang im Kirchenchor von St. John. Später startete sie mit der Schauspielerei im Friendly Inn Settlement. Es folgten Auftritte in zahlreichen Bühnenstücken des afroamerikanischen Theaters als Teil der Gilpin Players am Karamu House in Cleveland – dem Theater blieb sie über 60 Jahre treu und spielte dort zuletzt im Jahr 1990.

Am 28. September 1932 heiratete sie – im Alter von 17 Jahren – Lloyd Gentry, den sie ein Jahr zuvor kennengelernt und der sie an das Karamu House gebracht hatte. Das Paar hatte eine gemeinsame Tochter namens Marjorie. Sie ließen sich später scheiden.

Im Jahr 1946 kam sie nach New York City und trat am Broadway in Lysistrata auf. Zwischen 1949 und 1960 spielte sie in verschiedenen Produktionen in Cleveland. 1961 war sie in einer Produktion von The Blacks erneut in New York zu sehen und 1965 in The Amen Corner am Saville Theatre in London. In den 1970er-Jahren spielte sie am Broadway in All God’s Chillun Got Wings, The Sunshine Boys und Ain’t Supposed to Die a Natural Death. Sie war auch am Off-Broadway zu sehen, beispielsweise als Mu’ Dear in Black Girl.

Vor der Kamera spielte sie in mehreren Filmen, darunter Die Nacht der Dämonen, The Brother from Another Planet, Vampire in New York und Jungle Fever. Im Fernsehen verkörperte sie ab 1970 Tante Bess in der Fernsehserie All My Children und Miriam George in Ryan’s Hope. Sie war auch als Gramtee in der Bill Cosby Show zu sehen. Einen ihrer letzten Auftritte vor der Kamera hatte sie im Jahr 1992 in dem Film Bad Lieutenant mit Harvey Keitel. Im deutschen Sprachraum wurde Gentry unter anderem von Tilly Lauenstein, Haide Lorenz und Evelyn Meyka synchronisiert.

Gentry starb im Alter von 77 Jahren in ihrem Haus in Manhattan und wurde auf dem Evergreen Memorial Park Cemetery in Bedford Heights beigesetzt.

Literatur

Filmografie (Auswahl)

Theater (Auswahl)

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Minnie Gentry. Internet Movie Database, abgerufen am 5. April 2025.
  2. ↑ Bob McCann: Encyclopedia of African American Actresses in Film and Television. McFarland, 2009, ISBN 978-0-7864-5804-2, S. 126–127 (google.com).
  3. ↑ Monica Haynes: Obituary: Anita Williams / Mother of actor, recruiter at Pitt. April 10, 1952–Sept. 25, 2008. In: Pittsburgh Post-Gazette. 27. September 2008, abgerufen am 5. April 2025 (englisch).
  4. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Gentry, Minnie Lee Watson. In: Encyclopedia of Cleveland History. Case Western Reserve University (CWRU), abgerufen am 5. April 2025 (englisch).
  5. 1 2 Minnie Gentry in der Datenbank Find a Grave, abgerufen am 5. April 2025.
  6. 1 2 3 4 5 Minnie Gentry in der Internet Broadway Database, abgerufen am 5. April 2025 (englisch)
  7. ↑ Minnie Gentry in The Movie Database (englisch), abgerufen am 5. April 2025.
  8. ↑ Minnie Gentry bei Fernsehserien.de, abgerufen am 5. April 2025.
  9. ↑ Minnie Gentry. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 5. April 2025.
  10. ↑ Obituary: Minnie Gentry, 77, An Actress on Stage And ‘Cosby Show’. In: The New York Times. 13. Mai 1993, S. B-14, abgerufen am 5. April 2025 (englisch).
  11. 1 2 3 4 Minnie Gentry (Performer). In: Playbill. Abgerufen am 5. April 2025 (englisch).
Personendaten
NAME Gentry, Minnie
ALTERNATIVNAMEN Watson, Minnie Lee (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanische Schauspielerin
GEBURTSDATUM 2. Dezember 1915
GEBURTSORT Norfolk, Virginia, Vereinigte Staaten
STERBEDATUM 11. Mai 1993
STERBEORT New York City, New York, Vereinigte Staaten