Miriam Gossing

Miriam (Miri Ian) Gossing (* 1988 in Siegburg) ist eine deutsche bildende Künstlerin, Regisseurin, Autorin und Filmproduzentin.

Werdegang

Miriam Gossing studierte von 2009 bis 2015 Experimentalfilm, Performance und Fotografie an der Kunsthochschule für Medien Köln. 2015 erhielt sie ihr Diplom mit Auszeichnung für ihren Film Ocean Hill Drive und das experimentelle Fotobuch This has been going on for years, das amerikanische Road-Narrative und genderspezifische Räume thematisiert. Von 2016 bis 2017 studierte sie an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Rita McBride.

2012 begann ihre Zusammenarbeit mit Lina Sieckmann als Künstlerinnenduo Gossing/Sieckmann. Sie haben gemeinsam mehrere experimentelle Dokumentarfilme auf 16-mm-Film produziert, in denen sie urbane und private Architekturen, hyperinszenierte Szenerien und Oberflächen des Begehrens untersuchen. In ihren Montagen kombinieren sie dokumentarische Bilder mit fiktionalen und Found-Footage-Elementen.

2012 gründeten sie den unabhängigen Kunstraum Schalten und Walten, in dem sie seither in Zusammenarbeit mit internationalen Künstlerkollegen experimentelle Filmvorführungen, Ausstellungen und Performance-Events organisieren. 2018 gründeten sie Blonde Cobra – Festival for Queer & Experimental Cinema.

Ihre Arbeiten werden international in Ausstellungen und auf Filmfestivals gezeigt (u. a. Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart Berlin, Julia Stoschek Collection, International Film Festival Rotterdam, Image Forum Tokyo und Anthology Film Archives New York City).

Ihre Arbeiten werden von Light Cone Paris und IMAI Düsseldorf vertrieben.

Filmografie

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Miriam Gossing. In: filmportal.de. Abgerufen am 10. April 2021.
  2. ↑ Ocean Hill Drive. Gossing Sieckmann, abgerufen am 14. März 2021 (deutsch).
  3. ↑ This has been going on for years. Gossing Sieckmann, abgerufen am 14. März 2021 (deutsch).
  4. ↑ Künstler: Gossing & Sieckmann. In: Kunsthaus NRW Kornelimünster. Abgerufen am 10. April 2021.
  5. ↑ Gossing Sieckmann. Abgerufen am 14. März 2021 (deutsch).
  6. ↑ Architektur und Gespenster. Abgerufen am 10. April 2021.
  7. ↑ Luc-Carolin Ziemann: Lina Sieckmann und Miriam Gossing – Die gemeinsame Arbeit hat uns radikalisiert | shortfilm.de. Abgerufen am 14. März 2021 (deutsch).
  8. ↑ BLONDE COBRA – FESTIVAL FOR QUEER & EXPERIMENTAL CINEMA. Abgerufen am 14. März 2021 (amerikanisches Englisch).
  9. ↑ Souvenir | IFFR. Abgerufen am 10. April 2021.
  10. ↑ Light Cone - Miriam GOSSING. Abgerufen am 10. April 2021.
  11. ↑ Online-Archiv | Stiftung imai. Abgerufen am 10. April 2021.
  12. ↑ | Berlinale | - SIRENS CALL. Abgerufen am 16. Februar 2025.
  13. ↑ Deutscher Kurzfilmpreis 2016. Abgerufen am 5. Mai 2025.
  14. ↑ Ministerpräsident Armin Laschet: Kulturförderpreis des Landes für 16 junge Künstlerinnen und Künstler | Land.NRW. Abgerufen am 5. Mai 2025.
Personendaten
NAME Gossing, Miriam
ALTERNATIVNAMEN Gossing, Miri Ian
KURZBESCHREIBUNG deutsche Filmproduzentin, Regisseurin und Drehbuchautorin
GEBURTSDATUM 1988
GEBURTSORT Siegburg