
Die Mischkultur (seltener: Mischanbau, Gemengeanbau und Mischfruchtanbau) ist der ökologisch und ökonomisch begründete und vom Menschen herbeigeführte gleichzeitige Aufwuchs mehrerer Nutzpflanzenarten auf gleicher Fläche. Sie wird in Gartenbau, Landwirtschaft und Privatgarten angewendet. Mischkultur soll in richtiger Zusammensetzung die Nachteile von Monokulturen vermeiden. Außerhalb des Pflanzenbaus wird eine Mischung verschiedener Pflanzen als Pflanzengesellschaft bezeichnet.
Vorteile:
Nachteile:
Die Idee zur Mischkultur entstand zusammen mit dem Kleingartenwesen, da hier das Problem der sehr stark begrenzten Fläche besteht. So findet sich in einer Schrift des Landesverbands der Gartenbauvereine Nordrhein-Westfalen aus dem Jahr 1948 zudem der Hinweis auf die „Harmonie im Gartenraum“. Ökologische Ansätze finden sich erst in der neueren Literatur ab den 1970er Jahren.
Wie sich Pflanzen gegenseitig hemmen oder fördern, untersucht eine eigene wissenschaftliche Disziplin, die Allelopathie. Der Wiener Hans Molisch führte diesen Begriff in den 1930er Jahren ein, aber bekannt sind Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Pflanzen schon viel länger und viele erfahrene Gärtner schwören auf bestimmte Pflanzpartnerschaften.
vorteilhafte:
ungünstige: