Mishima-Putsch

Mishima-Putsch

Mishima bei seiner Rede auf dem Balkon
Datum 25. November 1970
Ort Ichigaya-Stützpunkt der JGSDF, Shinjuku, Tokio
Ausgang Putschversuch scheitert, Befreiung von Kommandant Mashita, Seppuku Mishimas
Konfliktparteien

Tatenokai-Miliz

32. Infanterieregiment der Selbstverteidigungsstreitkräfte

Befehlshaber

Yukio Mishima

Kanetoshi Mashita

Truppenstärke

5

12

Verluste

2 Tote (Mishima und Morita)

8 Verletzte

Der Mishima-Putsch, auch als Mishima-Vorfall (japanisch: 三島事件, Mishima jiken) oder Tatenokai-Vorfall (楯の会事件, Tatenokai jiken) bekannt, fand am 25. November 1970 statt, als der japanische Schriftsteller Yukio Mishima nach einem gescheiterten Versuch, mit seiner Privatmiliz Tatenokai die Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte Japans zu einem Staatsstreich zu animieren, Seppuku (rituellen Selbstmord) begang. Sein Ziel war es, die Streikräfte zur Abschaffung des neunten Artikel der japanischen Verfassung, der Restauration der Alleinherrschaft des Kaisers sowie des Kaiserkults und der Wiederherstellung wahrer nationaler Souveränität nach seinen Idealen zu bewegen.

Der Zwischenfall machte nicht nur in Japan, sondern auch weltweit aufgrund von Mishimas Status als angesehener und nobelpreisnominierter Autor Schlagzeilen. Mishimas Tod wurde in Japan zur Zäsur einer Ära und als historisch wichtiger Zeitpunkt mit langfristigen Auswirkungen auf die japanische Gesellschaft eingeschätzt. Der Putschversuch führte zu einer Verschärfung der bereits bestehenden politischen Spannungen und dem Aufstieg einer neuen Rechten (minzoku-ha) in Japan. In einer Umfrage des Magazins Bungei Shunjū im Jahr 2000 bezüglich der „20 größten Ereignisse des 20. Jahrhunderts” wurde der Mishima-Putsch auf den zweite Platz gewählt, noch vor Ereignisse wie den Fall der Berliner Mauer.

Bis heute wird der Putschversuch unterschiedlich interpretiert. Rechtliche Ermittlungen sowie die persönlichen Schriften Mishimas zeigen, dass die Aktion kein ernsthafter Versuch war, die Regierung zu stürzen, sondern die Absicht hatte, Mishimas Visionen zu offenbaren. Andere interpretieren den Putsch als ein Art künstlerische Selbstinszenierung durch Mishima, so beispielsweise anhand von Mishimas Kurzgeschichte Patriotismus über den Putschversuch vom 26. Februar 1936, oder auch einzig als Vorwand für seinen Suizid.

Ablauf des Putschversuchs

Am 25. November 1970 um kurz vor 11 Uhr trafen Yukio Mishima und fünf Mitglieder der von ihm eigens gegründeten und trainierten Privatmiliz Tatenokai (楯の会, dt. „Schildgesellschaft“) am Haupttor des Ichigaya-Stützpunkts der Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte Japans im tokioter Stadtteil Shinjuku ein. Mishima hatte bereits am 21. November einen Besuch beim Stützpunkt-Kommandanten, dem Generalleutnant Kanetoshi Mashita, angemeldet. Die Begleiter Mishimas waren der 25-jährige Masakazu Morita, Mishimas enger Vertrauter und Mentee, sowie der 23-jährige Hiroyasu Koga (Spitzname Furu-Koga) und die 22-jährigen Masayoshi Koga (Spitzname Chibi-Koga) und Masahiro Ogawa.

Drinnen angekommen stellte Mishima Generalleutnant Mashita seine vier Begleiter vor und gab vor, dass diese sich durch heroische Taten in der Militärausbildung empfohlen haben. In Mashitas Büro angekommen konversierten Mishima und General Mashita auf dem Sofa, während die Tatenokai in Appell standen. Mashita kam auf Mishimas Katana, welches er mitgebracht hatte, zu sprechen und fragte ihn, ob es sich um ein echtes Guntō oder ein Zeremonialschwert handele, woraufhin Mishima ihm das Echtheitszertifikat zeigte. Mishima zog das Katana aus der Scheide und fragte Chibi-Koga nach einem Tenugui, um das Schwert zu reinigen. Dies war ein zuvor abgemachtes Signal, um zur Tat zu schreiten. Unerwarteterweise stand Mashita jedoch auf, um stattdessen ein Washi-Tuch aus seinem Schreibtisch zu holen. Chibi-Koga sah sich daraufhin gezwungen, Mishima tatsächlich ein Tenugui zu reichen. Nachdem Mishima General Mashita das Katana überreicht hatte und er dieses begutachtete und lobte, übergab dieser es Chibi-Koga, der es erneut abputzte und Mishima zurückgab, der es mit einem hörbaren Klicken in die Scheide zurückführte.

Chibi-Koga nahm das Geräusch und Mishimas Blick als Signal für den Beginn des Putsches wahr, woraufhin dieser den General mit dem Tenugui von hinten knebelte, woraufhin Furu-Koga und Ogawa ihn mit Seilen an einen Stuhl fesselten. Chibi-Koga versicherte Mashita, dass sie nicht vorhaben, ihn zu ersticken. Der General hingegen empfand die Situation erst als eine Art Scherz und Methode der Tatenokai, ihre Fortschritte in der Militärausbildung zu zeigen. Nachdem er jedoch Mishimas strenge Miene vernahm, merkte auch Mashita, dass die Situation ernst war. Masakazu Morita verbarrikadierte die Türen zu Mashitas Büro und den anderen Büros.

Major Yasuharu Sawamoto, der eigentlich beauftragt war, Tee zu servieren, bemerkte den Krach aus dem Büro des Generals, woraufhin er Oberst Isamu Hara informierte, der durch die Mattglasscheibe der Eingangstür zum Büro schaute, um zu sehen, was los war. Für Oberst Hara sah es so aus, als bekäme General Mashita eine Massage, jedoch brachten die unnatürlichen Bewegungen und Geräusche ihn dazu, die Tür zu öffnen. Als er bemerkte, dass die Tür abgeschlossen war, stieß er gegen die Tür und öffnete sie einen kleinen Spalt gegen die Barrikade, woraufhin Morita „Nicht reinkommen!” rief und einen Forderungskatalog unter der Tür hindurchschob. Oberst Hara informierte daraufhin sämtliches Militärpersonal über die Geiselnahme vom Kommandanten Mashita und ein Notruf wurde abgesetzt. Die Militärpolizei wurde ebenfalls eingeschaltet.

Um 11:20 Uhr versuchten Oberst Hara, die Oberstleutnanten Haruo Kawabe und Nobumasa Nakamura sowie die Unteroffiziere Toshikazu Kasama und Junzō Isobe, sich mit Bokken bewaffnet gewaltsam Zutritt zum Büro des Generals verschaffen. Die Tatenokai lieferten jedoch harten Widerstand und es entstand ein minutenlanges Gefecht. Mishima verletzte mehrere Angreifer mit seinem Katana und rief unter anderem „Kommt uns nicht in die Quere!” oder „Lest unsere Forderungen!”.

Als sich die Gruppe zurückzog traf eine zweite Gruppe aus sieben Mann ein, der unter anderem der Vize-Generalstabschef Hidenobu Yoshimatsu, Oberst Fujio Kiyono, Generalmajor Akira Yamazaki und Major Katsumi Terao angehörten, die nun ebenfalls versuchten, das Büro zu stürmen sowie mit Mishima zu diskutieren. Major Terao schaffte es, Morita zu entwaffnen, wurde allerdings von Mishima mit dem Katana getroffen. Tische, Stühle, Aschenbecher und ein Globus wurden geworfen. Nachdem Generalmajor Yamazaki ebenfalls von Mishima verletzte wurde, zogen sich die Einheiten aus Sorge für die Sicherheit von General Mashita zurück. Acht Offiziere wurden während des Gefechts verletzt. Ab 11:25 Uhr wurden die Spezialeinheiten zur Terrorabwehr von Tokios Polizei aktiv.

Ultimatum Mishimas

Um 11:30 Uhr schlugen die Offiziere eines der Innenfenster um die Eingangstür zum Büro ein, um mit Mishima zu diskutieren. Oberstleutnant Matsuo Kunugi versuchte durch das Fenster zu diskutieren, wurde allerdings mit einem Flaggenmast abgeworfen und am Kopf verletzt. Vize-Generalstabschef Yoshimatsu schaffte es dann, mit Mishima zu reden, der ihm erneut den Forderungskatalog hinwarf und ein Ultimatum gab, dass wenn die Forderungen erfüllt werden, General Mashita am Leben bleibt. Der Fragenkatalog, der identisch zu dem war, den Oberst Hara erhalten hatte, beinhaltete folgende sechs Forderungen:

  1. Die gesamte Garnision des Ichigaya-Stützpunkts soll sich um 11:30 Uhr vor dem Hauptgebäude versammeln
  2. Den Reden von Mishima und seinen Mitstreitern soll ohne Unterbrechung zugehört werden
  3. Die restlichen Tatenokai-Mitglieder in Ichigaya müssen antreten
  4. Für zwei Stunden werden Mishima und die Tatenokai nicht in ihren Handlungen gestört
  5. Wenn die oberen Forderungen erfüllt werden, wird General Mashita am Eingang übergeben
  6. Sollten die oberen Forderungen nicht erfüllt werden, wird Mishima General Mashita und dann sich selbst töten

Um 11:34 Uhr teilte Vize-Generalstabschef Yoshimatsu Mishima mit, dass das Ultimatum angenommen und die Forderung erfüllt werden. Nachdem sich Mishima nach dem Rang Yoshimatsus erkundigte und dieser ihm mitteilte, dass er der höchstrangige Anwesende sei, wirkte Mishima erleichtert und forderte die Versammlung um 12:00 Uhr. Während der Zeit diskutierte General Mashita mit Mishima und fragte diesen, warum er das tue und warum er das Militär oder ihn hasse, woraufhin Mishima antwortete, dass er keine von beiden hasse und er heute dort sei, um den Streitkräften „den größten Ansporn, der sie zum Handeln bewegt” zu geben. Mishima soll dazu eine besondere kaiserliche Zigarettenmarke geraucht haben, die er sich extra für den Moment aufbewahrt hatte.

Um 11:40 Uhr wurde über den Lautsprechern die Versammlung alles verfügbaren Militärpersonals befehligt. Um 11:46 Uhr verhängte die Polizei einen Haftbefehl gegen Mishima und seine Verschwörer. Wagen der Polizei und Militärpolizei trafen auf dem Gelände ein. Auch die Medien bekamen Wind von dem Putsch und berichteten im Fernsehen und Radio.

Mishimas Rede

Bis zu 1.000 Soldaten sammelten sich vor dem Hauptgebäude. Gerüchte über eine Geiselnahme der japanischen Roten Armee Fraktion und über die Anwesenheit Mishimas hatten sich bereits verbreitet. Mitglieder der Spezialeinheiten hatten das Gebäude ebenfalls umstellt, dazu waren zahlreiche Journalisten anwesend, auch Nachrichtenhelikopter trafen ein. 30 Tatenokai-Mitglieder trafen ebenfalls bei der Ichigaya Halle ein, wurden allerdings entgegen des Ultimatums nicht auf das Gelände gelassen und nach einem kleinen Scharmützel festgenommen.

Um 11:55 Uhr verteilten Morita und Ogawa, in Hachimaki-Stirnbändern und weißen Handschuhen gekleidet, die Transkripte der Rede Geki, die Mishima gleich abhalten würde, und hissten beschriebene Banner. Mishima trat um 12:00 Uhr zur Mittagssirene auf den Balkon. Er trug sein Katana, weiße Handschuhen und ein weißes Hachimaki-Stirnband mit rotem Hinomaru-Kreis und der Aufschrift „Sieben Leben für das Vaterland” (七生報國, Shichishō hōkoku), die angeblich letzten Worte vom Bruder des Samurai Kusunoki Masashige. Die weißen Handschuhe waren eine Anspielung an die Shinpūren-Samurai, die weiße Fächer auf ihrer Hand trugen, um nicht in Kontakt mit der westlichen Zivilisation zu kommen. Morita nahm neben Mishima die symbolische Stellung eines Schutzgottes ein. Mishima begann seine Rede zu verwirrten Zwischenrufen der Soldaten und den lauten Geräuschen der Nachrichtenhelis, die um das Gebiet kreisten. Mishima begann seine Rede schreiend und wild gestikulierend:

„Hört zu, Leute. Seid leise. Seid leise. Hört dem zu, was ich sage. Ein Mann riskiert sein Leben, um an euch zu appellieren. Hört. Wenn die Japaner hier nicht aufstehen, wenn die japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte nicht aufstehen, wird es keine Verfassungsänderung geben. Ihr werdet für immer die Truppen Amerikas sein. Ihr und Japan... Befehle kommen nur aus Amerika. Es heißt Zivilschutz... Bezüglich Zivilschutz, es ist kein Zivilschutz, der unter der neuen Verfassung unterdrückt wird. Deswegen habe ich vier Jahre gewartet. Bis zu dem Tag, an dem die japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte sich erheben... Ich habe vier Jahre gewartet... ich warte... die letzten 30 Minuten. Ihr seid alle Bushi, oder? Wenn ihr Bushi seid, warum also verteidigt ihr die Verfassung, die eure Existenz leugnet? Warum verbeugt ihr euch vor der Verfassung, die euch verleugnet, der euch verleugnenden Verfassungs willen? So lange diese existiert, werdet ihr nie erlöst.“

– Yukio Mishima

Mishima wurde während der Rede zunehmend von dem Helikopterlärm gestört. Die Soldaten reagierten mit Unverständnis und Häme und äußerten dies durch Zwischenrufe, die Mishima ebenfalls störten. Manche Soldaten bezeichneten ihn lautstark als „Verrückter” oder „Idiot”, andere forderten ihn auf, herunterzukommen. Auf den Zwischenruf eines Soldats „Warum hast du dann unsere Kameraden verletzt?” antwortete Mishima „Weil sie sich unseren Forderungen widersetzt haben”. Mishima fragte die Menge „Gibt es unter euch nicht einen einzigen Mann, der sich mit mir erhebt?”, woraufhin er, bis auf die üblichen Zwischenrufe, keine Antwort bekam. Mishima brach die Rede nach nur sieben Minuten vorzeitig mit dem dreimaligen Ausruf „Lang lebe der Kaiser!“ (天皇陛下万歳, Tennō heika banzai) in Richtung des kaiserlichen Palast ab und kehrte in das Büro zurück. Es wird auch vermutet, dass Mishima die Rede deswegen abgebrochen hat, weil er mitbekam, dass die Spezialeinheiten davor waren, das Gebäude zu stürmen. Morita und Ogawa warfen weitere Transkripte, die Mishimas Rede sinngemäß wiedergaben, in die Menge und folgten Mishima.

Ein möglicher Grund für die negative Reaktion der Soldaten könnte gewesen sein, dass sich, anders als Mishima es geplant hatte, der Großteil der Infanteristen (900 von 1.000) nicht in Ichigaya befanden, sondern für Militärübungen auf einem Trainingsgelände östlich des Fujis. Die anwesenden Soldaten waren größtenteils Sanitäter oder für Logistik, Technik und Funk zuständig, somit nach Mishimas Definition keine Bushi, wodurch der Apell an den Samurai-Kodex kaum zutraf. Ebenfalls hatte Mishima sich, um dem spirituellen Charakter der Shinpūren-Rebellion so nah wie möglich zu sein, geweigert, ein Mikrofon zu benutzen, was ihn schwer verständlich machte.

Mishima hatte Tage zuvor zwei Reportern des wöchentlichen Magazins Sunday Mainichi Bescheid gesagt, dass sie um 11 Uhr zur Ichigaya Halle kommen sollten. Dort wurde ihnen das Transkript sowie Bilder der Putschisten überreicht, falls der Putschversuch scheitern und vertuscht werden sollte. Dem Radiosender Bunka Hōsō (文化放送) gelang ein Scoop, da ihnen als einzige eine gut verständliche Aufnahme der Rede in voller Länge aufzunehmen, da sie ein Mikrofon an einen Ast geklebt hatten.

Seppuku

Um 12:10 Uhr kehrte Mishima in das Büro zurück. Er merkte an, dass augenscheinlich seine Botschaft nicht angekommen sei. Mishima entschuldigte sich beim General und erklärte:

„Wir mussten es tun, um die Streitkräfte auf den richtigen Weg zu ihrem Kaiser zu führen. Mir blieb keine andere Wahl.“

– Yukio Mishima zu General Mashita

Mishima übergab sein Katana an Morita, der Mishimas Kaishakunin (also Sekundant beim Seppuku) sein sollte, und bekam das Tantō von Chibi-Koga ausgehändigt. Mishima entblößte seinen Oberkörper und nahm den Fersensitz ein, während er Morita mit den Worten „Morita, du musst leben, nicht sterben“ von dessen Plan, nach Mishima Selbstmord zu begehen, abhalten wollte. Mit einem Schrei und beiden Händen am Tantō begang Mishima Seppuku in einer geraden Linie von links nach rechts. Mishimas Plan, mit seinem Blut 武 (Bu, dt. Krieger) auf ein Stück Papier zu schreiben, verwarf er, vermutlich aus Schmerzen. Morita, der als Mishimas Kaishakunin hinter ihm Stand, schlug mit dem Katana auf Mishimas Nacken, schaffte es jedoch nicht, Mishima zu enthaupten. Mit dem zweiten Schlag kam er nur bis zur Mitte, womöglich aus innerem Widerwillen gegenüber seinem Mentoren Mishima. Furu-Koga bemerkte, dass Mishima noch am Leben war, und forderte Morita auf, Mishima mit einem letzten Schlag zu enthaupten. Morita jedoch übergab Furu-Koga das Katana, woraufhin dieser Mishima endültig enthauptete. Nach Mishima begang auch Morita Seppuku und wurde durch Furu-Koga enthauptet.

Die drei übrigen Tatenokai befreiten den General. Dann versammelten sie sich um die Köpfe von Mishima und Morita. und beteten und weinten. General Mashita, der bereits während des Zweiten Weltkriegs einem Seppuku beigewohnt hatte, schloss sich ihnen mit den Worten „Lasst mich ebenfalls für ihre Seelen beten” an. Um 12:20 Uhr eskortierten die drei dann General Mashita zum Haupteingang und ließen ihn frei. Furu-Koga, Chibi-Koga und Ogawa wurden daraufhin vor Ort verhaftet. Polizeichef Atsuyuki Sassa, der beauftragt wurde, Mishima vom möglichen Selbstmord abzuhalten, fand Mishima und Morita allerdings tot im blutüberschwemmten Büro des Kommandanten vor.

Nach dem Seppuku und Reaktionen

Der Putschversuch sendete Schockwellen durch die japanischen Medien und Bevölkerung. Eine Pressekonferenz wurde für 13:30 Uhr einberufen, in der die Enthauptung Mishimas offiziell bestätigt wurde. Bei dieser Pressekonferenz verurteilte Verteidigungsminister Nakasone Yasuhiro die Tat als Angriff auf die Demokratie aufs Schärfste. Premierminister Satō Eisaku fand ähnlich kritische Töne und sagte, er glaube, Mishima sei verrückt geworden. Mishimas Familie erfuhr vom Selbstmord Mishimas über die Nachrichten. Literaturnobelpreisträger und enger Freund Mishimas Kawabata Yasunari, machte sich, nachdem er von der Geiselnahme gehört hatte, auf den Weg zum Stützpunkt, aber traf zu spät ein. Vor den Medien zeigte sich Yasunari schockiert von Mishimas Tod. Rechtsradikale Unterstützer Mishimas bauten einen improvisierten Altar vor dem Stützpunkt auf.

Am Tag nach dem Zwischenfall wurde eine Autopsie der Leichnahme von Mishima und Morita im Universitätsklinikum Keiō durchgeführt. Nach der Autopsie wurde sein Leichnahm zusammengenäht und seiner Familie übergeben.

Der Prozess gegen die drei überlebenden Teilnehmer des Putschversuchs wurden am 27. November begonnen. Am 17. Dezember wurden sie wegen Beihilfe zum Suizid, Körperverletzung, Freiheitsberaubung, tätlichem Angriff und Obstruktion öffentlicher Dienste verurteilt. Mishima hatte den beteiligten Tatenokai-Mitgliedern Geld für die Strafverteidigung hinterlassen. Die Tatenokai wurden vier Monate nach dem Putschversuch aufgelöst.

Kaiser Hirohito äußerte sich nie öffentlich über den Mishima-Zwischenfall, zeigte sich aber in privaten Gesprächen äußerst besorgt.

Medien, Intellektuelle und politische Gruppen diskutierten noch Wochen später über die Taten Mishimas. In der Allgemeinheit wurde der Fall als „Wahnsinn“ abgetan. Unter rechten Gruppen (Uyoku) wurde Mishima zu einer Art Märtyrer und Ikone und in einer Reihe mit Personen wie Otoya Yamaguchi genannt. Teile der Rechten gaben der Regierungspartei LDP die Schuld. Auch Organisationen der neuen Linken gaben Beileidsbekundungen und äußerten einen gewisse Respekt für die Taten Mishimas.

Nach dem Ende der Shōwa-Zeit durch den Tod Hirohitos 1989 sowie dem Ende des Kalten Kriegs und den zwei verlorenen Dekaden (Ushinawareta Nijūnen) kam es zu einer Wiederentdeckung und Revaluation Mishimas, dessen Vorhersagen eines seelenlosen Materialismus in der japanischen Kultur und Gesellschaft sich erfüllt zu haben scheinen.

Interpretationen

Die anfängliche allgemeine Meinung, dass Mishima verrückt geworden sei, wich mit der Zeit dem Verständnis der ernsten und tiefgreifenden Bedeutung der Tat. Mishimas Selbstmord wird von zahlreichen Forschern unterschiedlich interpretiert. Bei der Interpretation seines Selbstmords wird oft ein besonderer Fokus auf seine Werke wie Verteidigung einer Kultur gelegt.

Hirohito bei der Unterzeichnung der Verfassung Japans, 1946

Mishima hatte seinen Suizid bereits seit einigen Jahren geplant und seinen Todestag ein Jahr im Voraus festgelegt. Der 25. November war der Tag, an dem Hirohito Kaiser Japans wurde. Auch Mishimas Alter von 45 Jahren schien kein Zufall zu sein, denn Hirohito selbst war 45, als er in seiner Neujahrsanrede 1946 seiner Heiligkeit entsagte. Historiker und Theologen interpretierten in den Vorfall, Mishima habe den „Gott“ im Kaiser wiederbeleben wollen, indem er als Sündenbock im selben Alter starb, in dem der Kaiser „menschlich“ wurde. Diese „Menschwerdung“ Hirohitos kritisierte Mishima ausführlich in seinem Werk Die Stimmen der heroischen Toten, da sie zu spiritueller Leere und westlichen Einflüssen wie Materialismus und Marxismus führen würde.

Schriftsteller Hayashi Fusao interpretierte Mishimas Selbstmord nicht als politischen Akt zur Wiedereinsetzung der Meiji-Verfassung, sondern als spirituellen Akt, um die Kultur Japans unter einem unpolitischen Symbol zu vereinen und Totalitarismus von links oder rechts vorzubeugen. Ähnlich beschrieb es Paul Schrader, Regisseur des Films Mishima – Ein Leben in vier Kapiteln. Mishimas politische Gebaren waren laut ihm „zu 75 Prozent Theater“ und er meinte weiter:

„Er war auf den Kaiser fixiert, und in einem sehr starken, sexuellen Sinne auch auf das Militaristische, aber seine Interessen waren primär rituell und künstlerisch. […] Es war alles Maskerade, im Stile D’Annunzios.“

– Paul Schrader

Der Biograph und persönliche Bekannte Mishimas Henry Scott-Stokes jedoch hielt den Vorfall für einen klar politischen Akt. Seine Vermutung fußt auf einem Gespräch seinerseits mit Mishima im September, bei dem Mishima sagte:

„Japan hat seine spirituellen Traditionen verloren und wurde vom blanken Materialismus eingesogen. Japan ist verflucht von einer grünen Schlange. Die grüne Schlange beißt tief in seine Brust. Es gibt keine Möglichkeit diesem Fluch zu entkommen.“

– Yukio Mishima zu Henry Scott-Stokes

Scott-Stokes interpretierte die „grüne Schlange“ als Metapher für den US-Dollar, als Symbol des Materialismus und Kapitalismus.

Ob Mishima den Putschversuch tatsächlich ernsthaft durchziehen wollte oder nur als Mittel zur Mitteilung seiner Botschaft oder Teil seiner Inszenierung genutzt hat ist umstritten. Mishima-Biograph John Nathan nimmt an, dass der Putschversuch nur Vorwand für Mishimas Suizid gewesen sei. Generell wird jedoch angenommen, dass Mishimas Selbstmord, im Falle eines Scheiterns oder aus Absicht, von Anfang an sorgfältig geplant und seiner Kurzgeschichte Patriotismus nachempfunden war. Mishima war vom gescheiterten Staatsstreich vom 26. Februar 1936 der traditionalistisch-kaisertreuen Kōdō-ha-Fraktion gegen die militaristische, bürokratische Tōsei-ha-Fraktion innerhalb der japanischen Armee und dessen Teilnehmer Asaichi Isobe fasziniert. Patriotismus erzählt den Selbstmord eines Leutnanten und Teilnehmer des Putschversuchs.

Mishima berichtete in zahlreichen seiner Werke von seiner Faszination für die Schönheit eines spektakulären und masochistischen Heldentods. Er berichtete von einer frühkindlichen Faszination von dem Gemälde des Heiligen Sebastian von Guido Reni (so erlebt der Protagonist aus Mishimas semi-autobiographischen Roman Bekenntnisse einer Maske einen Orgasmus beim Ansehen des Gemäldes) sowie der Gekiga von Hiroshi Hirata und dem Drama Salome von Oscar Wilde. Ein Partner Mishimas aus der Schwulenszene Tokios erklärte, dass Mishima sexuelle Befriedigung durch Rollenspiele von Seppuku erlangen konnte, bei denen der „Tod“ Mishimas mit dessen Orgasmus endete. In Patriotismus beschreibt er detailliert und euphemistisch den Akt des Seppukus, in der Verfilmung ebenjener Geschichte aus dem Jahr 1966 spielte er die Hauptrolle. Es gab ebenfalls Gerüchte darüber, dass es sich beim Selbstmord Mishimas und Moritas um eine Art homosexuellen Selbstmordpakt von Liebenden gehandelt habe.

Auch als Ursache für den Selbstmord wird Mishimas Abfälligkeit gegenüber dem Altern und körperlichen Verfall und seiner Romantisierung von jungen Toden wie denen von Raymond Radiguet oder James Dean herangezogen.

Schriftsteller wie Hirano Keiichiro gehen davon aus, dass Mishima an einer Art Überlebensschuld-Syndrom litt, da er während des Zweiten Weltkriegs aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht in der Armee dienen durfte. Mishimas literarischer Mentor Zenmei Hasuda erschoss sich nach dem Ende des Kriegs.

Mishimas Vater verstand den Selbstmord als Nachahmung der Exekution von Yoshida Shōin, einem Idol Mishimas.

Auch Mishimas Faszination für das Konzept von Reinkarnationen wurde Gesprächsthema, vor allem da die Arbeiten an seinem Roman Bekenntnisse einer Maske am 25. November begannen und er das Buch im Pressetext als seine „Technik zur Wiederbelebung“ und „umgekehrten Selbstmord“ bezeichnete. Der Autor Takashi Inoue vertrat die Interpretation, dass es sich bei Mishimas Selbstmord um ein spirituelles Ritual der Reinkarnation gehandelt habe. Mishimas Arbeiten an seinem Roman Bekenntnisse einer Maske begannen am 25. November. Mishima bezeichnete den Roman auch als „Technik zur Wiederbelebung“. Laut Inoue hatte Mishima Bekenntnisse einer Maske genutzt, um dort seine „Nachkriegs-Persönlichkeit“ zu verewigen. Indem er am selben Tag sterben würde, an dem die Arbeit an dem Buch begann, würde er diese „Persönlichkeit“ in der jetzigen Welt zurücklassen und als neuer Mensch in das „Reich der Toten“ zurückkehren.

Neuere Interpretationen gehen davon aus, dass Mishima mit seinem Akt eine Art „ultimatives literarisches Werk“ vollenden wollte, indem er selbst einen Mythos der japanischen Mythologie schaffen und somit Teil dieser zu werden vermochte. Literaturnobelpreisträger Kenzaburō Ōe beschrieb und kritisierte Mishimas Selbstmord als Versuch dessen, den Archetypen bzw. das Klischee des Japaners, das vor allem im Westen verbreitet ist, in Form einer Performance zu erfüllen.

Siehe auch

Commons: Mishima-Putsch – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Ludger Lütkehaus: Das blutige Werk. In: Die Zeit. 28. Juli 2005, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 20. Oktober 2026]).
  2. ↑ Takeshi Andō: 三島由紀夫の生涯 (en. The life of Yukio Mishima). (auf japanisch) Natsumeshobo. S. 424–425
  3. ↑ Hosaka, Masayasu (2001) 三島由紀夫と楯の会事件 [en:Yukio Mishima and the Tatenokai Incident]. Kadokawa Bunko (auf japanisch) S. 307–308
  4. ↑ Hijiya-Kirschnereit, Irmela, ed. (2010). MISHIMA!―三島由紀夫の知的ルーツと国際的インパクト [en: MISHIMA!: The Intellectual Roots of Yukio Mishima and the International Impact] (auf japanisch). Shōwado.
  5. ↑ Date, Munekatsu (1972). 裁判記録「三島由紀夫事件」 [en: Judicial Record of the "Mishima Incident"] (auf japanisch). Kodansha. S.252-254
  6. ↑ Date, Munekatsu (1972). 裁判記録「三島由紀夫事件」 [en: Judicial Record of the "Mishima Incident"] (auf japanisch). Kodansha. S. 46–49, 74–77
  7. ↑ Matsumoto, Tōru (1990). 三島由紀夫 年表作家読本 [en:Yukio Mishima: Author's Chronological Reader] (auf japanisch). Kawade Shobō Shinsha. S. 222–224
  8. ↑ Date, Munekatsu (1972). 裁判記録「三島由紀夫事件」 [en: Judicial Record of the "Mishima Incident"] (auf japanisch). Kodansha. S. 74–77
  9. ↑ Date, Munekatsu (1972). 裁判記録「三島由紀夫事件」 [en: Judicial Record of the "Mishima Incident"] (auf japanisch). Kodansha. S. 74–77, 86–89
  10. ↑ Matsumoto, Tōru (1990). 三島由紀夫 年表作家読本 [en:Yukio Mishima: Author's Chronological Reader] (auf japanisch). Kawade Shobō Shinsha. S. 222–224
  11. ↑ Takeshi Andō: 三島由紀夫の生涯 (en. The life of Yukio Mishima). (auf japanisch) Natsumeshobo. S. 322–324
  12. ↑ Hosaka, Masayasu (2001) 三島由紀夫と楯の会事件 [en:Yukio Mishima and the Tatenokai Incident]. Kadokawa Bunko (auf japanisch) S.58–60
  13. ↑ Date, Munekatsu (1972). 裁判記録「三島由紀夫事件」 [en: Judicial Record of the "Mishima Incident"] (auf japanisch). Kodansha. S. 34–36, 74–77, 86–89
  14. 1 2 Nakamura, Akihiko (2015) [1st pub. Bungeishunjū:2000]. 三島事件 もう一人の主役―烈士と呼ばれた森田必勝 [en:Another Protagonist of the Mishima Incident: Masakatsu Morita who Called an Upright Man] (auf japanisch) S. 202-206
  15. 1 2 Date, Munekatsu (1972). 裁判記録「三島由紀夫事件」 [en: Judicial Record of the "Mishima Incident"] (auf japanisch). Kodansha. S.100-105
  16. ↑ Hosaka, Masayasu (2001) 三島由紀夫と楯の会事件 [en:Yukio Mishima and the Tatenokai Incident]. Kadokawa Bunko (auf japanisch) S.58-60
  17. ↑ Date, Munekatsu (1972). 裁判記録「三島由紀夫事件」 [en: Judicial Record of the "Mishima Incident"] (auf japanisch). Kodansha. S.105-108
  18. ↑ Nakamura, Akihiko (2015) [1st pub. Bungeishunjū:2000]. 三島事件 もう一人の主役―烈士と呼ばれた森田必勝 [en:Another Protagonist of the Mishima Incident: Masakatsu Morita who Called an Upright Man] (auf japanisch) S. 208-211
  19. ↑ Hosaka, Masayasu (2001) 三島由紀夫と楯の会事件 [en:Yukio Mishima and the Tatenokai Incident]. Kadokawa Bunko (auf japanisch) S.64-66 ISBN 978-4-04-355602-1.
  20. ↑ Date, Munekatsu (1972). 裁判記録「三島由紀夫事件」 [en: Judicial Record of the "Mishima Incident"] (auf japanisch). Kodansha. S.77-81
  21. ↑ Hosaka, Masayasu (2001) 三島由紀夫と楯の会事件 [en:Yukio Mishima and the Tatenokai Incident]. Kadokawa Bunko (auf japanisch) S.58-60
  22. ↑ Inose, Naoki (1999) [1st pub. 1995]. ペルソナ―三島由紀夫伝 [Persona: A Biography of Yukio Mishima]. Bunshun Bunko (auf japanisch). Bungeishunjū. S.437-439
  23. ↑ Date, Munekatsu (1972). 裁判記録「三島由紀夫事件」 [en: Judicial Record of the "Mishima Incident"] (auf japanisch). Kodansha. S.105-108
  24. ↑ Date, Munekatsu (1972). 裁判記録「三島由紀夫事件」 [en: Judicial Record of the "Mishima Incident"] (auf japanisch). Kodansha. S.86-89
  25. ↑ Takeshi Andō: 三島由紀夫の生涯 (en. The life of Yukio Mishima). (auf japanisch) Natsumeshobo. S.325-328
  26. ↑ Hosaka, Masayasu (2001) 三島由紀夫と楯の会事件 [en:Yukio Mishima and the Tatenokai Incident]. Kadokawa Bunko (auf japanisch) S.60-64
  27. 1 2 Fukushima, Jurō (2005) [1. Ed. Shinjinbutu Ōraisha:1975]. 再訂資料・三島由紀夫 (auf japanisch). Chobunsha. S.44-48
  28. 1 2 3 4 5 Inose, Naoki (1999) [1st pub. 1995]. ペルソナ―三島由紀夫伝 [Persona: A Biography of Yukio Mishima]. Bunshun Bunko (auf japanisch). Bungeishunjū. S.440-444
  29. ↑ Hosaka, Masayasu (2001) 三島由紀夫と楯の会事件 [en:Yukio Mishima and the Tatenokai Incident]. Kadokawa Bunko (auf japanisch) S.68-70
  30. ↑ Hosaka, Masayasu (2001) 三島由紀夫と楯の会事件 [en:Yukio Mishima and the Tatenokai Incident]. Kadokawa Bunko (auf japanisch) S.298-301
  31. 1 2 Takeshi Andō: 三島由紀夫の生涯 (en. The life of Yukio Mishima). (auf japanisch) Natsumeshobo. S.325-328
  32. ↑ Nakamura, Akihiko (2015) [1st pub. Bungeishunjū:2000]. 三島事件 もう一人の主役―烈士と呼ばれた森田必勝 [en:Another Protagonist of the Mishima Incident: Masakatsu Morita who Called an Upright Man] (auf japanisch) S. 222
  33. ↑ Tokuoka, Takao (1999) [1st pub. 1996]. 五衰の人―三島由紀夫私記 [The Man of the Decay of the Angel: Private Notes about Yukio Mishima] (in Japanese) (Paperback ed.). Bungeishunjū. S.257–260
  34. ↑ Date, Munekatsu (1972). 裁判記録「三島由紀夫事件」 [en: Judicial Record of the "Mishima Incident"] (auf japanisch). Kodansha. S.13–15
  35. ↑ Date, Munekatsu (1972). 裁判記録「三島由紀夫事件」 [en: Judicial Record of the "Mishima Incident"] (auf japanisch). Kodansha. S.118–122
  36. 1 2 3 Takeshi Andō: 三島由紀夫の生涯 (en. The life of Yukio Mishima). (auf japanisch) Natsumeshobo. S.325–328
  37. ↑ Date, Munekatsu (1972). 裁判記録「三島由紀夫事件」 [en: Judicial Record of the "Mishima Incident"] (auf japanisch). Kodansha. S.110–115
  38. 1 2 Date, Munekatsu (1972). 裁判記録「三島由紀夫事件」 [en: Judicial Record of the "Mishima Incident"] (auf japanisch). Kodansha. S.118–122
  39. 1 2 Hosaka, Masayasu (2001) 三島由紀夫と楯の会事件 [en:Yukio Mishima and the Tatenokai Incident]. Kadokawa Bunko (auf japanisch) S.60–64
  40. ↑ Nakamura, Akihiko (2015) [1st pub. Bungeishunjū:2000]. 三島事件 もう一人の主役―烈士と呼ばれた森田必勝 [en:Another Protagonist of the Mishima Incident: Masakatsu Morita who Called an Upright Man] (auf japanisch) S. 223-226
  41. ↑ Nakamura, Akihiko (2015) [1st pub. Bungeishunjū:2000]. 三島事件 もう一人の主役―烈士と呼ばれた森田必勝 [en:Another Protagonist of the Mishima Incident: Masakatsu Morita who Called an Upright Man] (auf japanisch) S. 226-227
  42. 1 2 Hosaka, Masayasu (2001) 三島由紀夫と楯の会事件 [en:Yukio Mishima and the Tatenokai Incident]. Kadokawa Bunko (auf japanisch) S.77-80
  43. ↑ Fukushima, Jurō (2005) [1. Ed. Shinjinbutu Ōraisha:1975]. 再訂資料・三島由紀夫 (auf japanisch). Chobunsha. S.55-58
  44. ↑ Date, Munekatsu (1972). 裁判記録「三島由紀夫事件」 [en: Judicial Record of the "Mishima Incident"] (auf japanisch). Kodansha. S.37-40
  45. ↑ Matsumoto, Ken'ichi (2005). 三島由紀夫の二・二六事件 [The February 26 Incident in Yukio Mishima]. Bunshun Shinsho (auf japanisch). Bungeishunjū. S.205-206
  46. ↑ Hori, Yukio (1993) [1st pub. 1983]. 戦後の右翼勢力 [Right-wing Forces of Postwar] (in Japanese) (Enlarged ed.). Keiso Shobo. S.80–81
  47. ↑ Hosaka, Masayasu (2001) 三島由紀夫と楯の会事件 [en:Yukio Mishima and the Tatenokai Incident]. Kadokawa Bunko (auf japanisch) S.90–92
  48. ↑ Shibasaki, Shinzō (2025). 三島由紀夫という迷宮―〈英雄〉を夢みた人 [en:The Labyrinth, that called Yukio Mishima: A Man Who Dreamed of Being a Hero] (auf japanisch). Soshisha S.201–214
  49. ↑ Jurō Fukusima: 再訂資料・三島由紀夫 (en. Re-edition Document: Yukio Mishima). Chobunsha. 157–184. 2005
  50. ↑ Takeshi Andō: 三島由紀夫の生涯 (en. The life of Yukio Mishima). (auf japanisch) Natsumeshobo. S.233-331
  51. ↑ Hayashi, Fusao (1972). 悲しみの琴―三島由紀夫への鎮魂歌 [The Harp of Sorrows: Requiem for Yukio Mishima] (in Japanese). Bungeishunjū. S. 67–70
  52. ↑ Kevin Jackson: Schrader on Schrader and Other Writings, Faber & Faber, 2004, ISBN 0-571-22176-9, S. 172–184.
  53. ↑ Henry Scott-Stokes: 三島由紀夫─死と真実 (en. The Life and Death of Yukio Mishima). S. 25–27. 1985.
  54. ↑ Tokuoka, Takao: 五衰の人―三島由紀夫私記 (en. Decayed Angel: Private Notes about Yukio Mishima). Bungeishunjū. S. 238–269. 1999.
  55. ↑ John Nathan: Mishima: A biography. Little Brown and Company: Boston/Toronto. 1974.
  56. ↑ Shibata, Shōji (2012). 三島由紀夫 作品に隠された自決への道 [Yukio Mishima: The Path to Suicide Hidden in His Works] (in Japanese). S. 27–29
  57. ↑ Hirano, Keiichiro (2023). 三島由紀夫論 [An Essay on Yukio Mishima] (in Japanese). Shinchosha. S.43–47
  58. ↑ "Wilde's Salome on the Japanese Stage", The Times, 21 April 1960, S. 16
  59. ↑ Harriet Sergeant: Much possessed by death. In: The Spectator. 4. März 2006, abgerufen am 25. Oktober 2026 (amerikanisches Englisch).
  60. ↑ Nathan, John (2000) [1st pub. 1976 (an out-of-print book)]. 新版 三島由紀夫─ある評伝 [New Edition – Mishima: A Biography] (in Japanese). Shinchosha. S.313–314
  61. ↑ Matsumoto, Tōru; Satō, Hideaki; Inoue, Takashi, eds. (2000). 三島由紀夫事典 [Encyclopedia of Yukio Mishima] (in Japanese). Bensei Shuppan. S. 623–625
  62. ↑ Remembering Mishima, a writer of genius who committed seppuku. In: The Economist. 3. Dezember 2020 (economist.com [abgerufen am 20. Oktober 2026]).
  63. ↑ Azusa Hiraoka: 伜・三島由紀夫 (dt. Mein Sohn Yukio Mishima). Bungeishunjū. 1998. S. 103–107.
  64. ↑ Takashi Inoue: 三島由紀夫 幻の遺作を読む―もう一つの『豊饒の海』 (en. Reading the Yukio Mishima's posthumous work which was not exhibited in public: Another The Sea of Fertility). S. 245–250. 2010.
  65. ↑ Shigyō, Sōshū (2025). 永遠の三島由紀夫 [The Eternal Yukio Mishima] (auf japanisch). Jitsugyo no Nihon Sha.
  66. ↑ Kazuyoshi Kawasaka: Mishima Yukio and the Homoeroticisation of the Emperor of Japan. In: Feminist Encounters: A Journal of Critical Studies in Culture and Politics. Band 2, 27. September 2018, S. 55–56, doi:10.20897/femenc/3891 (researchgate.net [abgerufen am 25. Oktober 2026]).