| Film | |
| Titel | Mit leiser Stimme |
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| Originaltitel | À voix basse |
| Produktionsland | Frankreich, Tunesien |
| Originalsprache | Französisch, Arabisch |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Länge | 113 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Leyla Bouzid |
| Drehbuch | Leyla Bouzid |
| Produktion | Caroline Nataf |
| Musik | Yom, Raphaël Mouterde (Sounddesign) |
| Kamera | Sébastien Goepfert |
| Schnitt | Lilian Corbeille |
| Besetzung | |
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Mit leiser Stimme (Originaltitel: À voix basse) ist ein französisch-tunesischer Spielfilm mit Krimi-Elementen von Leyla Bouzid, die für Regie und Drehbuch verantwortlich zeichnete, aus dem Jahr 2026. In den Hauptrollen sind Eya Bouteraa und Hiam Abbass zu sehen.
Zur Beerdigung ihres Onkels kehrt die in Paris lebende Lilia erstmals in ihre Heimat Tunesien zurück. Ihre Familie weiß nichts über ihr Leben in Paris, und schon gar nicht, dass Lilia lesbisch ist und mit einer Frau zusammenlebt. Familie und Verwandte, Freunde und Bekannte kommen anlässlich des Todesfalls zusammen, um Erinnerungen auszutauschen, während Lilia einmal mehr erkennt, dass es gute Gründe für sie gab, Tunesien zu verlassen und in Frankreich ein neues Leben aufzubauen. Parallel entschließt sie sich, dem plötzlichen Tod ihres Onkels auf den Grund zu gehen.
Mit leiser Stimme ist der dritte abendfüllende Spielfilm von Leyla Bouzid. Sie hat ihn ihrer Mutter gewidmet, die kurz vor Beendigung der Dreharbeiten starb. Er wurde von der französischen Produktionsfirma Unité und der tunesischen Cinétéléfilms koproduziert. Der Verleih wurde in Deutschland durch Neue Visionen und in der Schweiz durch Cineworx übernommen.
Der Film hatte am 13. Februar 2026 im Wettbewerb der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) seine Weltpremiere. In die französischen Kinos kam er am 22. April 2026. Die Kinopremiere in Tunesien war für den 29. April 2026 geplant. In den deutschen Kinos startete Mit leiser Stimme am 9. Juli 2026 im Verleih von Neue Visionen.
Bei der Berlinale wurde der Film für den Teddy Award für den Besten Film nominiert.
Leyla Bouzids dritter Spielfilm beginne „mit einem zurückhaltenden Ansatz, der emotional präzise und leise verheerend“ wirke, so Mia Pflüger auf kino-zeit.de. „Visuell“ bleibe „der Film souverän“, „die Kontraste zwischen dem warmen, später zunehmend beengten Familienhaus in Sousse und den kühlen, modernen Hotelräumen in Tunis“ seien „präzise gesetzt“. Hiam Abbass’ „Darstellung einer Mutter, die ihren Bruder einst zur Offenheit ermutigte, diese Freiheit jedoch ihrer Tochter nicht gewähren kann“, verleihe dem Film „seine größte Tiefe“. Dennoch bleibe „der Eindruck, dass der Film seiner schärfsten Einsicht nicht konsequent genug“ vertraue. Am stärksten sei er „dort, wo er Unbehagen“ riskiere, „am schwächsten dort, wo er sich mit geschmackvoller Zurückhaltung“ begnüge.
Thierry Cheze bescheinigt dem Drehbuch von Leyla Bouzid im französischen Kinomagazin Premiere Finesse angesichts der sich langsam entfaltenden Handlung und der inneren Widersprüchlichkeiten der Charaktere. Sie zeichne ein „subtiles Porträt“ einer Familie, die von den im eigenen Land herrschenden Tabus in Bezug auf Homosexualität zerrüttet sei. „Ohne auch nur einen Hauch von Schwarz-Weiß-Denken“ erweise sich A voix basse „als ein großartiger, ergreifender und mutiger politischer Film.“ Der belgische Filmkritiker Liam Debruel bezeichnete den Film im Onlinemagazin culturaddict.com anlässlich der belgischen Kinopremiere als „bewegendes Drama, das durch seine Auseinandersetzung mit Sehnsüchten und Generationskonflikten in einer Geschichte über unausgesprochene Familiengeheimnisse“ besteche.