Mithoff

Wappen der Mithoff

Mithoff, auch Mithof, Mithob und latinisiert Mithobius, ist der Name eines alten hannoverschen Bürgergeschlechts, das erstmals 1430 in Neustadt am Rübenberge nachweisbar ist und von dem ein Zweig 1639 in den Reichsadelsstand erhoben wurde.

Adelserhebung

Eine adlige Linie bestand in Mecklenburg zumindest bis Ende des 19. Jahrhunderts, denn Johann Georg von Mithoffen (* 19. November 1798 in Güstrow, † 26. November 1880 in Gromadom/Posen) hatte mit Henriette Gottfriede Constanze Meinhardt die Tochter Henriette Gottfriede Caroline Eduardine von Mithoffen (* 15. Januar 1832 in Güstrow, † 28. Juni 1920 in Berlin-Friedenau), die seit 1853 mit Carl Adam Heinrich Kulow (* 15. August 1822 in Friedrichshagen, † 12. August 1907 in Neustrelitz) verheiratet war.

Wappen

Das schon von Burchard Mithoff im 16. Jahrhundert geführte Wappen zeigt in Rot zwei ins Andreaskreuz gelegte silberne Anker, überhöht von einem goldenen Stern. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein silbernes Hirschgeweih.

Namensträger

Burkhard Mithoff (1501–1564), „Archiater“ des Landgrafen Philipp I. und der Herzöge Erich I. und Erich II.

Ein anderer Hektor Wilhelm Mitthoff, der ebenfalls 1811 (in Osterode) geboren sein soll, emigrierte in die Vereinigten Staaten und begründete die dortige Linie der Familie. Sein Sohn William Mitthoff, Jr. (1843–1887) wurde 1865 Adjutant General der Louisiana National Guard.

Je nachdem, ob man die von Hermann Conring 1656 in Helmstedt unter dem Namen des Hector Mithobius herausgegebenen Schrift Dissertatio de Controversiis Sueco-Polonicis, seu de Jure, quod in Sueciam Regi, ad Livoniam regno Poloniae, nullum competit als dessen eigenes Werk ansieht, wird Hector Mithobius auch als Pseudonym Conrings verzeichnet.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Krause, "Mithobius, Hektor" in: Allgemeine Deutsche Biographie 22 (1885), S. 12–14 (Onlinefassung)
  2. ↑ Kulow - MyHeritage (abgerufen am 26. November 2015)
  3. ↑ Johann Carl Wilhelm Moehsen, Geschichte der Wissenschaften in der Mark Brandenburg, Berlin und Leipzig 1781, S. 538
  4. ↑ Rolf Heyers: Dr. Georg Marius, genannt Mayer von Würzburg (1533–1606). (Zahn-)Medizinische Dissertation Würzburg 1957, S. 33 f.
  5. ↑ Christoph Siegmund von Holzschuher, Johann Christian Siebenkees, Deductions-Bibliothek von Teutschland: Nebst dazu gehörigen Nachrichten, Band 4, Nürnberg 1783, S. 1719
  6. ↑ Axel Wellner: Empfehlungsschreiben des berühmten Chirurgen Lorenz Heister (1683–1758). Ein interessantes Dokument im Osteroder Stadtarchiv. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018 (2021), S. 39–51, hier: S. 45 f.
  7. ↑ Axel Wellner: Empfehlungsschreiben des berühmten Chirurgen Lorenz Heister (1683–1758). Ein interessantes Dokument im Osteroder Stadtarchiv. 2017/2018, S. 46.
  8. ↑ Evans J. Casso, Robert M. Rucker, J. Sidney Becnel: Louisiana Legacy: A History of the State National Guard. 1976, S. 215 (Digitalisat)
  9. ↑ Louisiana Historical Association (Memento des Originals vom 10. Juni 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.