Modula-3

Modula-3 ist eine imperative, objektorientierte Programmiersprache. Sie versteht sich als Nachfolger von Pascal, Modula-2, Modula-2+ und Cedar und wurde von DEC und Olivetti entwickelt. Sie wurde in der Tradition der Sprachen von Niklaus Wirth unter den Gesichtspunkten der Einfachheit und Strenge entwickelt, an der Entwicklung war Wirth allerdings nur als Berater beteiligt. Die Einfachheit bezieht sich hierbei auf den Sprachumfang (Die Sprachdefinition von Modula-3 umfasst 60 Seiten) und nicht auf die Länge der Programme oder auf eine Orientierung an persönlichen Programmiergewohnheiten.

Eigenschaften

Modula-3 besitzt folgende Eigenschaften:

Die oben genannten Konzepte wurden regelrecht minimalistisch umgesetzt. Dies erleichtert die Einarbeitung für jemanden, der mit diesen Konzepten vertraut ist.

  TYPE
    T = OBJECT
          a: INTEGER;
        METHODS
          m (arg: CHAR;) := P;
        END;
Dies definiert den Typ T für Objekte, welche die Objektvariable a und die Methode m enthalten. Die Methode m wird implementiert, indem man ihr eine Prozedur P zuweist. Diese muss die Signatur
 PROCEDURE P (self: T; arg: CHAR; );
besitzen.
Es gibt keine ausgezeichneten Methoden wie Konstruktoren und Destruktoren. Allerdings lassen sich Objektvariablen per Typdefinition in einen definierten Anfangszustand versetzen.

Entwicklung

Die DEC wurde 1998 an Compaq verkauft; diese wiederum ging 2002 in Hewlett-Packard auf. Pflege und Weiterentwicklung der Quellen der wichtigsten Modula-3-Compiler wurde von Elego Software Solutions übernommen. Seit der Übernahme wird vor allem Critical Mass Modula-3 stetig weiterentwickelt. Die Quellen sowie Binärpakete für eine Reihe von Betriebssystemen können frei (unter einer wenig restriktiven Lizenz etwa im Vergleich zur GPL) heruntergeladen werden.