
Molotow-Plan bezeichnet zwei Pläne des sowjetischen Regierungschefs und Außenministers Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow aus den Jahren 1947 und 1954.
Im Juli 1947 stellte Molotow ein Hilfsprogramm für die im sowjetischen Einflussbereich befindlichen Staaten Mittel- und Osteuropas vor, um die Einbeziehung dieser Staaten in den amerikanischen Marshallplan zu verhindern. In weiterer Folge entstanden daraus der Kominform und der Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW).
Molotow präsentierte der vom 25. Januar bis 18. Februar 1954 tagenden Berliner Außenministerkonferenz seinen Plan mit den sowjetischen Forderungen für eine Wiedervereinigung Deutschlands. Molotows Deutschland-Plan war eine Erwiderung auf den von der Sowjetunion abgelehnten Eden-Plan und stand in der Tradition der Stalin-Noten.
Molotows Plan sah Folgendes vor:
Die deutschlandpolitischen Ziele Molotows waren die Wahrung der sozialistischen Strukturen Ostdeutschlands sowie ein die Neutralität wahrendes Gesamtdeutschland und damit ein Abbau der Westintegration der Bundesrepublik.