Monica Menez

Monica Menez (* 1971 in Stuttgart) ist eine deutsche Fotografin, Filmregisseurin und Künstlerin. Bekannt wurde sie durch inszenierte Modefotografien und durch Modefilme, die auf Festivals in San Diego, Paris, Berlin und Madrid ausgezeichnet wurden. Seit 2025 arbeitet sie überwiegend mit generativer künstlicher Intelligenz und ist Mitgründerin des Weiterbildungsunternehmens Synthetic Styles.

Leben

Menez fotografierte bereits im Teenageralter und absolvierte eine Ausbildung zur Fotografin. Nach der Lehre in einem Werbestudio arbeitete sie zunächst als Pressefotografin und wandte sich anschließend der Modefotografie zu. Sie ist Mitglied im Art Directors Club für Deutschland (ADC). Menez lebt und arbeitet in Stuttgart.

Werk

Fotografie

Anfang der 2000er Jahre fotografierte Menez für ein junges Stuttgarter Modelabel. Mit diesen Arbeiten erreichte sie ein größeres Publikum und fotografierte in den Folgejahren international Werbung. Ihre Aufnahmen erschienen unter anderem in den Zeitschriften Madame und Neon, später auch in Vogue Italia und Harper's Bazaar. Ihre Kunstfotografien wurden in Stuttgart, Brüssel und London verkauft. Menez arbeitet mit einer überinszenierten Bildsprache, mit der sie Mode humorvoll darstellt.

2023 produzierte Menez für das Modelabel Luisa Cerano eine Augmented-Reality-Kampagne. Die Zusammenarbeit entstand zum 25-jährigen Bestehen des Labels, das für die Kampagne einen Pop-up-Store im Stuttgarter Dorotheen Quartier eröffnete.

2024 gestaltete Menez die Rauminszenierung der Ausstellung NOT MY HERO im StadtPalais – Museum für Stuttgart.

Modefilme und Musikvideos

Seit 2011 produziert Menez Modefilme. Ihr erster Film Precious erhielt 2011 beim La Jolla Fashion Film Festival in San Diego den Preis für das „Most Creative Concept“. Ihr zweiter Film Hors d’oeuvre wurde 2012 beim Pariser Festival A Shaded View on Fashion Film (ASVOFF) in der Kategorie „Best Art Direction“ ausgezeichnet und gewann 2013 beim erstmals ausgetragenen Madrid Fashion Film Festival die Titel „Best Fashion Film International“ und „Best Art Direction“. Der dritte Film Odditory wurde beim Berlin Fashion Film Festival 2013 als „Best Fashion Film“ prämiert. 2014 folgte der für das spanische Modemagazin S Moda gedrehte Film The Journey, der beim ASVOFF ebenfalls in der Kategorie „Best Art Direction“ ausgezeichnet wurde. Die New York Times bezeichnete Menez als Vorreiterin einer neuen Generation von Filmschaffenden, die Mode als Plattform für Sozialkritik nutzen.

Der Autor Glenn O’Brien bezeichnete Menez 2014 in der Zeitschrift 10 Magazine als „the most interesting auteur of fashion film“.

2017 wurde Menez bei den CineFashion Film Awards in Los Angeles für ihren Modefilm Bello in der Kategorie „Best Directing in a Short Fashion Film“ ausgezeichnet. 2018 stellte Menez beim Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart im Rahmen der Programmreihe In Persona eigene Filme vor.

Gemeinsam mit dem Rapper Maeckes drehte Menez mehrere Musikvideos. Sie führte Regie bei dem Video zu Grille der Band Die Orsons. Anfang 2021 entstanden unter ihrer Regie zudem die Videos zu Maeckes’ Liedern Swimmingpoolaugen und Stoik & Grandezza.

Künstliche Intelligenz

2023 begann Menez, mit dem Bildgenerator Midjourney zu experimentieren. Seit 2025 widmet sie sich Projekten mit generativer künstlicher Intelligenz, die entstandenen Arbeiten kennzeichnet sie als KI-Erzeugnisse. In ihrem Projekt Specimens of Creativity, auch unter dem Titel The Museum of Dead Professions gezeigt, setzt sie sich mit den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Kreativberufe auseinander. KI-generierte Bilder und ein Kurzfilm zeigen Fotografen, Texter, Models und Stylisten mit ihren Arbeitsgeräten als museale Exponate. Die Arbeit erhielt 2025 eine Auszeichnung des Art Directors Club für Deutschland.

2025 gründete Menez zusammen mit der Bildbearbeiterin und Wirtschaftspädagogin Ivonne Veith das Unternehmen Synthetic Styles. In Vorträgen und einer KI-Weiterbildung vermitteln sie den Umgang mit generativen Werkzeugen. Das Programm richtet sich unter anderem an selbstständige Fotografen, Bildbearbeiter und Grafiker.

Ausstellungen (Auswahl)

Einzelausstellungen

Gruppenausstellungen

Auszeichnungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 7 Kommende Ausstellung: Monica Menez »Body Lab«. In: Leica Galerie Konstanz. Abgerufen am 6. August 2026.
  2. 1 2 3 4 5 6 Der vierte Filmpreis für Monica Menez. In: Stuttgarter Nachrichten. 8. November 2013, S. 24.
  3. 1 2 3 4 5 6 Marta Popowska: Keine Angst vor KI: Die Fotografin Monica Menez weiß, wie man neue Tools nutzt. In: Stuttgarter Zeitung. 10. Februar 2026, abgerufen am 6. August 2026.
  4. 1 2 Anja Wasserbäch: Dreamteam – Maeckes und Monica Menez: Videodreh im Designbungalow. In: Stuttgarter Nachrichten. 2. April 2021, abgerufen am 6. August 2026.
  5. 1 2 Frank Buchmeier: Traumtänzerin im Spitzenkleid. In: Stuttgarter Zeitung. 28. November 2006, S. 28.
  6. 1 2 Silvia Dittinger: Modefotografie: Der schöne Schein der Bilder. In: Stuttgarter Nachrichten. 8. September 2015.
  7. ↑ Silke Güldner: KI im Hype Zyklus – wo steht die Fotografie in Bezug auf die Adaption von künstlicher Intelligenz? In: ProfiFoto. 17. September 2024, abgerufen am 27. Oktober 2026.
  8. ↑ Silke Emig: Luisa Cerano feiert 25 Jahre mit Pop-up und Fotokunst. In: Textilwirtschaft. 15. September 2023, abgerufen am 27. Oktober 2026.
  9. ↑ NOT MY HERO. (PDF) In: StadtPalais – Museum für Stuttgart. 22. Februar 2024, S. 1, abgerufen am 27. Oktober 2026.
  10. 1 2 3 Design Center Roadshow – Monica Menez: The Museum of Dead Professions. In: Design Center Baden-Württemberg. Abgerufen am 6. August 2026.
  11. 1 2 Diane Pernet: AND THE WINNERS OF ASVOFF 7 At Centre Pompidou Are:. In: A Shaded View on Fashion. 22. November 2014, abgerufen am 27. Oktober 2026 (englisch).
  12. ↑ Chris Labdza, Bon Duke: A Surreal Short Film From the New York Fashion Film Festival. In: The New York Times. 20. August 2014, abgerufen am 6. August 2026 (englisch).
  13. ↑ Glenn O’Brien: 10 Reads If Only Rosalind Russell Had Lived. In: 10 Magazine. 5. Oktober 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. Mai 2024; abgerufen am 27. Oktober 2026 (englisch).
  14. 1 2 Cinémoi’s CineFashion Film Awards. In: Leica Fotografie International. 28. November 2017, abgerufen am 27. Oktober 2026 (englisch).
  15. ↑ In Persona: Monica Menez (Stuttgart) – Films & Fashion. In: Internationales Trickfilm-Festival Stuttgart. 28. April 2018, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 15. November 2020; abgerufen am 27. Oktober 2026 (englisch).
  16. ↑ Marta Popowska: Große Freiheit. In: Frankfurter Rundschau. 28. November 2025, abgerufen am 27. Oktober 2026.
  17. ↑ Christoph Künne: Kreativ-KI für Profis: Praxisnahe Weiterbildung mit bis zu 90% Förderung. In: Docma. 10. Dezember 2025, abgerufen am 6. August 2026.
  18. ↑ Monica Menez – Dressed to Compute. In: Deutsche Gesellschaft für Photographie. Abgerufen am 6. August 2026.
  19. ↑ Régine Debatty: PHotoEspaña: the best new comers. In: We Make Money Not Art. 18. Juni 2008, abgerufen am 27. Oktober 2026 (englisch).
  20. ↑ Adrienne Braun: Auch Milliardäre tragen Birkenstock. In: Stuttgarter Nachrichten. 23. Oktober 2020, archiviert vom Original am 12. April 2021; abgerufen am 27. Oktober 2026.
  21. ↑ Aziza Freutel: Pop-up-Store zur Modeausstellung. In: Textilwirtschaft. 22. September 2020, abgerufen am 27. Oktober 2026.
  22. ↑ Thorsten Neumann, Ulrike Reimann: Pop-Up-Store, pt. 2: das weitere Programm. In: Blog des Landesmuseums Württemberg. 28. Oktober 2020, abgerufen am 20. Oktober 2026.
  23. ↑ #010 Contemporary AI. In: Galerie Holthoff. 10. April 2025, abgerufen am 27. Oktober 2026.
  24. ↑ Internationale Kalenderschau 2010 eröffnet. In: Börsenblatt. 26. Januar 2010, abgerufen am 27. Oktober 2026.
Personendaten
NAME Menez, Monica
KURZBESCHREIBUNG deutsche Fotografin, Filmregisseurin und Künstlerin
GEBURTSDATUM 1971
GEBURTSORT Stuttgart