Monika Taubitz verbrachte ihre Kindheit in den niederschlesischen Orten Markt Bohrau bei Strehlen, im zuletzt zerbombten Breslau und in Eisersdorf im Landkreis Glatz. Ihre Familie ist auch mit Altheide-Bad verbunden. Benno Taubitz, der Bruder ihres Großvaters war ein langjähriger Priester und erster Pfarrer von Altheide (1913–1940). Ihr Vater Josef Taubitz (1882–1941) wurde in Altheide geboren.
Sie schreibt Gedichte und Prosa und ist auch als Herausgeberin tätig. Von 1996 bis 2011 leitete Monika Taubitz den Wangener Kreis – Gesellschaft für Literatur und Kunst „Der Osten“; im Jahr 2011 wurde sie zur Ehrenvorsitzenden gewählt. Zahlreiche ihrer Werke wurden auch ins Polnische übersetzt, u. a. eine Auswahl von Gedichten Ein Land gab mir sein Wort. Gedichte über Schlesien / Ten kraj dał mi słowo swoje. Wiersze o Śląsku (zweisprachige Auflage Wrocław / Dresden 2006, 2., erweiterte Auflage Wrocław / Dresden 2007). Die Gedichte entstanden im Laufe mehrerer Jahre und sind in Lyrikbänden erschienen.
Werke
Fallende Sterne. Mit Linolschnitten. 1968. OCLC 32587910.
Schatten über dem Brunnen. 1971. OCLC 74136419.
Probeflug. Gedichte 1974. OCLC 2426240.
Schlesien – Tagebuch einer Reise. 1973/1977. OCLC 74172999.
1980 erhielt Monika Taubitz den Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen (Förderpreis), 1981 Hörspiel- und Erzählerpreis des Ostdeutschen Kulturrates und 1983 Preis der Harzburger Literaturtage.
Im November 2016 wurde Monika Taubitz für ihren Gedichtband von 2013, Flußleben, mit dem Nikolaus-Lenau-Preis ausgezeichnet. Im 2022 erhielt sie den Edith-Heine-Lyrikpreis der „Stiftung Kulturwerk Schlesien“.
Für ihr langjähriges ehrenamtliches Wirken für ihre schlesische Heimat und ihre baden-württembergische Wahlheimat ist die Dichterin auch mit der Heimatmedaille Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Sie hat sich mit ihrer Arbeit stets für die Verständigung zwischen Deutschen und Osteuropäern eingesetzt. Im Januar 2014 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz am Bande für ihren Beitrag zur Völkerverständigung verliehen.
Am 22. Februar 2018 wurde Monika Taubitz erste Ehrenbürgerin der Stadt Meersburg.
Am 2. Juni 2025 wurde Monika Taubitz für ihre literarische Werke in Prosa und Lyrik über ihre Geburtsstadt Breslau, mit der der Medaille „Merito de Wratislavia“ ausgezeichnet. Der Stadtpräsident von Breslau nannte sie „Botschafterin Breslaus“.
↑Henryk Grzybowski: Altheider Treffen mit Monika Taubitz. In: Dem Land, das ihr sein Wort gab. Neisse Verlag, Dresden-Meersburg-Wangen in Allgäu, 2017, S. 209–242.
↑Monika Taubitz erhält Andreas-Gryphius-Preis.In:Eßlinger Zeitung.18.September 2012,archiviertvomOriginal(nicht mehr online verfügbar)am3.Dezember 2013;abgerufen am 25.Februar 2023(Nur der Anfang des Artikels ist sichtbar, Rest erfordert Abonnement (unklar, ob das in der Archivversion funktioniert...)).
↑Verleihung der Medaille „Merito de Wratislavia“ an Frau Monika Taubitz durch den Stadtpräsidenten von Breslau, Herrn Jacek Sutryk. „Grafschafter Bote“, Nr. 8., August 2025, S. 3. OCLC 183413412.