Monopoese

Die Monopoese (auch Monopoiese) beschreibt die Bildung und Entwicklung der Monozyten aus multipotenten Stammzellen des Knochenmarks und ist Teil der Hämatopoese.

Zelldifferenzierung

Ablauf der Monopoese:

  1. HSC (Hämatopoetische Stammzelle)
  1. CMP (Common Myeloid Precursor)
  2. CFU-G/M (Colony Forming Unit G/M)
  3. Monoblast
  4. Promonozyt
  5. Monozyt

Zu Beginn entwickeln die Monozyten sich zusammen mit den Granulozyten und dendritischen Zellen. Die Entwicklungsschritte des Monoblasten über den Promonozyt bis hin zum Monozyt sind die letzten Schritte der Monopoese, die ihr einzigartig sind. Insgesamt dauert die Entwicklung der Monozyten circa 2 Tage. Stimuliert wird die Bildung durch GM-CSF, M-CSF und IL-3.

Schicksal der Monozyten

Nach ihrer Bildung befinden sich die Monozyten vorerst im Blut und zirkulieren. Hier können sie bleiben und Pathogene phagozytieren, die sie für die Antigenpräsentation zu den Lymphknoten transportieren.

Der klassische Monozyt wandert jedoch nach 12 bis 24 Stunden aus dem Blut aus und in das Bindegewebe ein, wo er sich zu Makrophagen differenziert. Je nach Gewebe werden die entstandenen Makrophagen unterschiedlich bezeichnet.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Frank Antwerpes: Monozytopoese. In: DocCheck. Abgerufen am 7. Februar 2026.
  2. 1 2 Gabriela Aust, Jürgen Engele, Joachim Kirsch, Artur Mayerhofer, Siegfried Mense, Jürgen Salvetter, Erik Schulte, Christian Schultz, Gunther Wennemuth, Werner Wolff, Laurenz J. Wurzinger, Hans-Gerhard Zilch: Duale Reihe Anatomie. 6. Auflage. Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart 2025, ISBN 978-3-13-245257-2, doi:10.1055/b000000824 (thieme.de [abgerufen am 7. Februar 2026]).
  3. 1 2 3 4 Ulrich Welsch, Wolfgang Kummer, Thomas Deller: Histologie: Zytologie, Histologie und mikroskopische Anatomie: das Lehrbuch. 5. Auflage. Elsevier, München 2018, ISBN 978-3-437-44434-0.