| Einschienenbahn Panama (Linie 3 der Metro de Panamá) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Hitachi-Zuggarnitur 3102 auf Testfahrt nahe der Station Nuevo Arraiján (2026) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | im Bau: 24,5 km geplant: ~34 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stromsystem: | 1500 V = | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Maximale Neigung: | 6 ‰ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Minimaler Radius: | 70 m | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckengeschwindigkeit: | 90 km/h | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zugbeeinflussung: | ATC/TD | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zweigleisigkeit: | durchgehend | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenverlauf | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Einschienenbahn Panamá (spanisch Monorriel de Panamá) wird als Linie 3 (spanisch Línea 3, kurz
) die nächste Linie der Metro de Panamá sein. Sie befindet sich seit 2021 im Bau und wird mit dem ersten Abschnitt voraussichtlich im April 2027 fertiggestellt. Zunächst führt sie dann von Panamá Pacífico nach Ciudad del Futuro über eine Länge von rund 18 Kilometern mit mindestens 10 Stationen. Nach Eröffnung des zweiten Abschnittes von Albrook, geplant im Oktober 2028, wird es die erste Einschienenbahnstrecke der Welt sein, die in einem Tunnel ein Gewässer unterquert. Die Einschienenbahn ist ein integraler Bestandteil des liniengebundenen Stadt-Umland-Verkehrs in den Westen des Großraums Panama-Stadt.

Im Herbst 2012 begannen die Verhandlungen mit der japanischen Regierung zum Bau einer Einschienenbahn in das westliche Umland von Panama-Stadt. Im März 2014 gab es eine gemeinsame Absichtserklärung zum Bau der Linie 3 mit einer Brücke über den Panamakanal und im April 2016 wurden die Finanzierung durch die japanische Regierung und der Bau mit japanischer Technologie beschlossen. Im Oktober 2020 schließlich einigte sich die panamesische Regierung mit Hitachi über die Lieferung des rollenden Materials sowie automatischer Bahnsteigtüren, Steuerungstechnik, Stromversorgung und Kommunikationstechnik im Wert von 883 Millionen US-Dollar.
Die Gesamtkosten für den ersten Streckenteil Albrook–Ciudad del Futuro einschließlich Rollmaterial, Zugdepot und Betriebswerk belaufen sich auf rund 2,6 Milliarden US-Dollar (Preisstand 2016), das sind umgerechnet etwa 94 Millionen Euro pro Kilometer.
Im März 2023 unterzeichneten Panama und die japanische Regierung, vertreten durch die Japan International Cooperation Agency (JICA), einen Darlehensvertrag für den ersten Streckenteil der Linie 3 über 92 Milliarden Yen, umgerechnet 626 Millionen US-Dollar. Die Laufzeit des Darlehens beträgt 20 Jahre und die Auszahlungsfrist drei Jahre.
Am 22. Februar 2021 fand die Grundsteinlegung in Anwesenheit von Präsident Laurentino Cortizo statt. Am 20. September 2023 kamen die ersten Teile der von Herrenknecht nahe Lahr/Schwarzwald gefertigten Tunnelbohrmaschine „Tuneladora Panamá“ im Hafen von Manzanillo im Bezirk Colón an, wurden zum Angriffsschacht auf der Ostseite des Kanals verbracht und dort montiert. Vom 20. Oktober bis Anfang Dezember des Jahres ruhten die Bauarbeiten während der landesweiten Proteste gegen das Kupferbergwerk Cobre Panama, zu der Zeit war knapp die Hälfte dieses Streckenteiles fertig gestellt. Im Mai 2025 lag der Baufortschritt bei gut drei Vierteln, wobei der Tunnel erst zu einem Fünftel fertig gestellt ist und eine Länge von 700 Metern erreicht hat.

Bei Baubeginn war die Inbetriebnahme des ersten Teilstücks für Mitte 2025 vorgesehen, später wurde sie auf 2026 verlegt und erneut verschoben. Derzeit ist der Abschnitt Panamá Pacífico–Ciudad del Futuro und soll im April 2027 fertiggestellt werden, während Bauabschnitt von Albrook mit seiner Anbindung an die U-Bahn Linie 1 und den Kanaltunnel für Oktober 2028 vorgesehen ist. Die Regierung hat logistische Risiken einer teilweisen Inbetriebnahme hervorgehoben, bei der Tausende von Fahrgästen auf halber Strecke in Richtung Hauptstadt stranden würden. Deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass die Linie 3 erst 2028 mit der vollständigen Strecke Albrook–Ciudad del Futuro eröffnet wird.
Die Strecke verläuft durchgängig zweigleisig und zum größten Teil aufgeständert, wird jedoch entgegen der ursprünglichen Brückenplanung zur Querung des Panamakanals unter diesem in einem Tunnel geführt.

Der erste, längere Streckenteil über insgesamt 11 Stationen (der Bau der drei weiteren Stationen Balboa, La Hacienda und Vista Alegre II in dem Abschnitt ist 2022 zurückgestellt worden, jedoch sind Bauvorleistungen im Zuge des Streckenbaues entstanden) und gut 24 Kilometer Streckenlänge beginnt unterirdisch an der U-Bahn-Station Albrook der Linie 1, führt dann in dem insgesamt 5,5 Kilometer langen Tunnel zuerst Richtung Südwesten und senkt sich dann in bis zu 65 Meter Tiefe unter dem Panamakanal. Die Strecke kommt in einer sich nach Nordwesten wendenden Kurve wieder an die Oberfläche und erreicht dann aufgeständert die Station Panamá Pacifico. Von dort geht es in Hochlage weiter, westwärts entlang der Panamericana durch den Bosque Protector de Arraiján nach Arraiján, hier ist eine zusätzliche Abstellanlage für zwei Züge, um danach wieder in südwestlicher Richtung fortzuführen. Am Ende des ersten Streckenteils hinter der vorläufigen Endstation Ciudad del Futuro befindet sich das Betriebswerk mit dem Hauptzugdepot.
Ein zweiter geplanter Streckenteil verlängert den ersten in südwestlicher Richtung über weitere 6 Stationen und rund 8,4 Kilometer Länge nach La Chorrera. Er soll in zwei Bauphasen errichtet werden: der erste und 3,2 Kilometer lange Abschnitt bis Terminal de Buses soll als Hochbahn errichtet werden und dort mit einem zukünftigen Busterminal verbunden sein. Die zweite Bauphase, die bis zum Zentrum La Chorreras reicht und im Parque Libertador endet, sieht sich bei der Trassenführung aufgrund des reliefierten Geländes mit Herausforderungen konfrontiert, einschließlich enger Kurven, schmaler Bereiche, großer Steigungen und überschwemmungsgefährdeter Zonen. Im Mai 2024 betonte Eloy Chong, neugewählter Bürgermeister von La Chorrera, die Bedeutung der Verlängerung der Strecke bis zum Stadtzentrum und schlug eine unterirdische Route vor, um Auswirkungen auf das Gewerbegebiet zu minimieren und Platzeinschränkungen an der Oberfläche zu verhindern. Derzeit befindet sich das Erweiterungsprojekt in der Analyse, ohne festgelegte Termine für den Baubeginn oder die Fertigstellung.
Es gab mehrfach Anregungen, die Möglichkeit einer Verlängerung der Einschienenbahn über das Zentrum von La Chorrera hinaus, entweder bis zur Grenze des Bezirks Capira (je nach Trassenlage rund 12 Kilometer) oder sogar bis ins Zentrum von Capira selbst (etwa 18 Kilometer), vorzubereiten. Im September 2013 erklärte der damalige Präsident Ricardo Martinelli, er werde Studien für die Linie 3 abschließen lassen, damit nachfolgende Regierungen sie nach Capira verlängern könnten. In Anbetracht der noch heute (Stand 2023) nur etwa 25.000 Menschen im Einzugsbereichs der Streckenverlängerung jenseits der Stadtgrenze von La Chorrera ergibt sich jedoch absehbar keine tragbare Wirtschaftlichkeit.
Die Betriebstechnik ist dafür ausgelegt, in Spitzenzeiten Züge im 4-Minuten-Takt rollen zu lassen, sodass dann bis zu 20.000 Fahrgäste je Stunde und Richtung bewegt werden können. Nach der Eröffnung des zweiten Streckenabschnittes steigt die Kapazität auf 32.000 Fahrgäste an. Der Betrieb wird vollautomatisch sein, die Steuerung erfolgt mittels Automatic Train Control (ATC) mit TD-Signal.
Die Strecke der Einschienenbahn Panama ist eine Sattelbahn der Bauart ALWEG. Auf einem 800 Millimeter breiten Fahrbalken sitzen die über Tragräder auf und Führungsräder seitlich des Balkens bewegten sowie mit seitlicher Stromzuführung versorgten Züge. Im Gegensatz zum herkömmlichen Rad-Schiene-System können die gummibereiften Fahrzeuge deutlich höhere Neigungsgradienten bewältigen.
Die Züge wurden aus der Baureihe 3000 der Einschienenbahn Osaka weiterentwickelt. Ein einzelner, durchgängig begehbarer Zug besteht aus sechs Wagen, ist 2,9 Meter breit und 5 Meter hoch. Die vier Mittelwagen sind je 14,6 Meter lang, die beiden Endwagen je 15,5 Meter, sodass sich eine Zuglänge von 89,4 Metern ergibt. Jeder Wagen hat je zwei Türen pro Fahrtrichtung. Bei 250 Sitzplätzen, die alle in Längsrichtung angeordnet sind, bietet ein Zug Platz für rund 1000 Fahrgäste. Die Flotte besteht zunächst aus 26 Zügen, die Nummer 20 wurde Ende April 2025 ausgeliefert und am 21. Juli des Jahres war die Flotte komplett.