
Die Montana-Synode ist eine Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika (ELCA). Sie umfasst das Gebiet des Bundesstaats Montana und die Counties Park und Washakie in Wyoming. Sie wird von Bischof Benjamin Quanbeck geleitet.
Die Montana-Synode entstand 1987, als sich drei lutherische Kirchen – die Amerikanische Lutherische Kirche (ALC), die Lutherische Kirche in Amerika (LCA) und die Vereinigung Evangelisch-Lutherischer Kirchen (AELC) – zur ELCA zusammenschlossen und ihre Gemeinden neu organisierten und insgesamt 65 Synoden errichteten. Dabei bildeten die ehemals der ALC zugehörigen Gemeinden den größten Anteil in der neu entstandenen Montana-Synode, die AELC hatte keine Gemeinden auf ihrem Gebiet. 1988 nahm die Synode ihre Arbeit auf und wählte Norman Wick, den Bischof des Rocky-Mountain-Distrikts der ALC, zu ihrem ersten Bischof. 2007 wählte die Synode mit Jessica Crist erstmals eine Frau zu ihrer Bischöfin.
Die Synode ist partnerschaftlich mit der Allegheny-Synode der ELCA verbunden. Weiterhin unterhält sie enge Beziehungen zur Bolivianischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und zur Cape-Orange-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Südlichen Afrika. Die Synode arbeitet außerdem eng mit anderen protestantischen Kirchen in der Region zusammen.
Die Montana-Synode umfasst 121 Gemeinden mit 25.590 Gemeindegliedern. Sie gliedert sich in zwölf Dekanate (cluster), denen jeweils ein Dekan vorsteht. Die Gemeinden werden von 177 Geistlichen und einer Reihe von Prädikanten betreut.
Oberstes Organ der Synode ist die Synodalversammlung (synod assembly), die jährlich zusammenkommt. Sie wählt den Synodalrat (synod council), der die Geschäfte der Synode führt, sowie den Bischof als leitenden Geistlichen. Die Amtszeit des Bischofs ist auf sechs Jahre ausgelegt, wobei eine Wiederwahl möglich ist. Sitz der Synode ist Great Falls.