Phyllodoce-Arten wachsen als kleine, immergrüne Sträucher. Oft wachsen sie aus Rhizomen heraus, wobei die Sprossbasis von Klumpen alter Blattstiele umgeben sind. Sie haben aufrechte oder ausgebreitete Sprossachsen. Die Rinde junger Zweige ist glänzend behaart und bei den älteren, kräftigen und zerzausten Ästen ist sie kahl.
Die Laubblätter sind wechselständig oder gegenständig angeordnet. Die schmalen, lederigen Blattspreiten sind linealisch und nahe der fein gesägten Ränder eingerollt.
Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit einer doppelten Blütenhülle. Die fünf haltbaren Kelchblätter sind zu einem relativ kleinen Blütenkelch verwachsen. Die fünf Kronblätter sind mindestens bis zur Hälfte ihrer Länge zu einer krug- oder glockenförmigen Blütenkrone verwachsen, die in fünf Kronzähnen endet. Es sind zwei Kreise mit meist fünf, selten vier oder sechs Staubblättern vorhanden, die die Blütenkrone meist nicht überragen. Die Staubbeutel öffnen sich mit Poren. Der Griffel ist schlank.
Die kugeligen, fünffächerigen Kapselfrüchte öffnen sich lokulizid und enthalten mehr als 100 winzige Samen. Die Samen sind eiförmig.
Systematik und Verbreitung
Die Gattung Phyllodoce wurde 1806 durch Richard Anthony Salisbury in The Paradisus Londinensis, 1, Tafel 36 aufgestellt. Typusart ist Phyllodoce taxifoliaSalisb. nom. illeg. superfl., sie ist ein Synonym von Phyllodoce caerulea. Der Gattungsname Phyllodoce bezieht sich auf eine der Nereiden der griechischen Mythologie.
Die Gattung Phyllodoce gehört zur Tribus Phyllodoceae in der Unterfamilie Ericoideae innerhalb der FamilieEricaceae.
Phyllodoce breweri(A.Gray) A.Heller: Sie gedeiht auf subalpinen Wiesen und an felsigen Hängen im Kaskadengebirge, in der Sierra Nevada und in den San Bernadino Bergen in Höhenlagen von 1200 bis 3500 Metern in den westlichen US-Bundesstaaten Nevada und Kalifornien.
Phyllodoce caerulea(L.) Bab. (Syn.: Phyllodoce taxifoliaSalisb.): Sie ist in Eurasien und Nordamerika verbreitet.
Phyllodoce deflexaChing ex H.P.Yang: Sie kommt in Wäldern in Höhenlagen von etwa 1700 Metern nur in Jilin vor.
Phyllodoce empetriformis(Sm.) D.Don: Sie kommt vom subarktischen bis zum westlichen Nordamerika vor. Es gibt Fundortangaben für das kanadische Territorium Yukon und die kanadischen Provinzen Alberta sowie British Columbia und die US-Bundesstaaten Alaska Idaho, Montana, Oregon, Washington sowie Kalifornien. Sie gedeiht an feuchten subalpinen bis alpinen Hängen in Höhenlagen von 1400 bis 3500 Metern.
Phyllodoce glanduliflora(Hook.) Coville Sie kommt vom subarktischen bis zum westlichen Nordamerika vor. Es gibt Fundortangaben für die kanadischen Gebiete Nordwest-Territorien sowie Yukon und die kanadischen Provinzen Alberta sowie British Columbia und die US-Bundesstaaten Alaska, Montana, Oregon, Washington sowie Wyoming.
Phyllodoce nipponicaMakino (Syn.: Phyllodoce amabilisStapf, Phyllodoce empetriformis var. amabilis(Stapf) Rehd., Phyllodoce nipponica var. amabilis(Stapf) Stoker): Sie kommt in Japan vor.
1234567891011121314
Yang Hanbi (杨汉碧 Yang Han-pi), David F. Chamberlain: Phyllodoce. S. 258–259. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 14: Apiaceae through Ericaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis. 2005, ISBN 1-930723-41-5: - textgleich online wie gedrucktes Werk.
1234567891011121314
John G. Packer, A. Joyce Gould: Phyllodoce. S. 476–478. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 8: Magnoliophyta: Paeoniaceae to Ericaceae. Oxford University Press, New York und Oxford, 2009, ISBN 978-0-19-534026-6: - textgleich online wie gedrucktes Werk.
123456Gary D. Wallace:Phyllodoce.Jepson Flora Project.In:The Jepson eFlora.Jepson Herbarium, UC Berkeley,2012,abgerufen am 16.August 2019(englisch).
123456Phyllodoceim Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.Abgerufen am 16. August 2019.
↑Phyllodoce bei Tropicos.org.Missouri Botanical Garden, St. Louis,abgerufen am 16.August 2019.
↑R. M. Rochefort, D. L. Peterson:Genetic and morphologic variation in Phyllodoce empetriformis and Phyllodoce glanduliflora (Ericaceae) in Mount Rainier National Park, Washington. In: Canadian Journal of Botany. Band79, Nr.2, 2001, S.179–191 (englisch, usgs.gov[PDF]).
↑H. Ikeda, V. Yakubov, V. Barkalov, H. Setoguchi:Molecular evidence for ancient relicts of arctic-alpine plants in East Asia. In: New Phytologist. 203 Nummer=3, 2014, S.980–988, doi:10.1111/nph.12863 (englisch, wiley.com).