Mordloch

Mordloch
Rund 40 Meter hinter dem Zugang
Rund 40 Meter hinter dem Zugang
Rund 40 Meter hinter dem Zugang
Lage: Schwäbischen Alb, Baden-Württemberg, Geislingen an der Steige
Höhe: 514 m ü. NN
Geographische
Lage:
48° 39′ 51,1″ N, 9° 53′ 39,8″ OKoordinaten: 48° 39′ 51,1″ N, 9° 53′ 39,8″ O
Mordloch (Baden-Württemberg)
Mordloch (Baden-Württemberg)
Katasternummer 7325/01
Typ Kalkhöhle, aktive Wasserhöhle
Gesamtlänge 4382 m

Das Mordloch ist eine wasserführende Höhle – in der Fachsprache: eine aktive vadose Höhle – im Roggental bei Steinenkirch, einem Ortsteil von Böhmenkirch in Baden-Württemberg.

Mit derzeit nachgewiesenen 4382 Metern steht die Höhle nach Gesamtlänge auf Rang 18 der Höhlen Deutschlands und auf Rang 4 der baden-württembergischen. Das zu Tage tretende Wasser mündet über den ihr in ihrer Aue parallel fließenden Mühlbach nach etwa einem Kilometer an der Oberen Roggenmühle in die Eyb.

Die Höhle kann im vorderen Bereich mit einfacher Ausrüstung befahren werden, ab dem ersten Siphon nach 80 Metern ist jedoch eine Tauchausrüstung erforderlich. Wie bei allen aktiven Wasserhöhlen ist das Befahren sehr gefährlich und sollte nur von erfahrenen Höhlengängern unternommen werden.

Geschichte

Um das Mordloch rankt sich die Sage vom Eybacher Schlossförster. Er soll von Wilderern ermordet und seine Leiche in der Höhle versteckt worden sein, wo sie nach langer Suche der treue Hund des Försters gefunden habe. Der Mörder sei später am Ravensteiner Felsen tödlich verunglückt und habe vor seinem eigenen Tod noch den Mord gestanden.

Bilder

Literatur

Commons: Mordloch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Aktuell bekannte Länge nach T. Müller & A. Wolf: Die längsten und tiefsten Höhlen Deutschlands. Website der Arbeitsgemeinschaft Höhle & Karst Grabenstetten. Stand Januar 2010, abgerufen am 6. Februar 2010.
  2. ↑ Bachverlauf in der Aue nach der Fließgewässerkarte 1:10.000 des LUBW auf dem Geoportal Baden-Württemberg (Hinweise) sowie der Topographischen Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, im Einzelblatt Nr. 7325.