Moritz Litten

Moritz Litten
Grab auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee, Feld O 2

Moritz Litten (* 10. August 1845 in Elbing; † 31. Mai 1907) war ein deutscher Mediziner.

Leben

Litten studierte Medizin in Heidelberg, Marburg und Berlin und wurde 1868 promoviert. Während seines Studiums wurde er 1865 Mitglied der Burschenschaft Allemannia Heidelberg. Nach Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 unternahm er eine zweijährige Studienreise nach Wien, Prag, Paris, London und Edinburgh. 1872 bis 1876 war er am Allerheiligen Hospital in Breslau tätig, teilweise als Assistent von Julius Friedrich Cohnheim. 1876 bis 1882 war er als Oberarzt bei Friedrich Theodor von Frerichs an der Charité. 1876 habilitierte er sich und wurde Privatdozent an der Universität Berlin. 1884 wurde er Titularprofessor.

Litten beschrieb 1881 das Terson-Syndrom, eine Glaskörper-Einblutung bei Subarachnoidalblutung.

Er trug zu Albert Eulenburgs Real-Encyclopädie der gesammten Heilkunde bei.

Litten war der Schwiegersohn des Pathologen Ludwig Traube, dessen Tochter Fanny er heiratete. Seine Beisetzung erfolgte auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee.

Schriften

Einzelnachweise

  1. ↑ Verzeichnis der Alten Burschenschafter nach dem Stande vom August 1893. Leipzig 1893, S. 83.
Personendaten
NAME Litten, Moritz
KURZBESCHREIBUNG deutscher Mediziner
GEBURTSDATUM 10. August 1845
GEBURTSORT Elbing
STERBEDATUM 31. Mai 1907