Moritz Naumann

M. E. A. Naumann. Kreidelithographie von Adolf Hohneck 1840

Moritz Ernst Adolph Naumann (* 7. Oktober 1798 in Dresden; † 19. Oktober 1871 in Bonn) war ein deutscher Mediziner und Hochschulprofessor.

Leben

Moritz Naumann war ein Sohn des Komponisten Johann Gottlieb Naumann, sein älterer Bruder war der Mineraloge Carl Friedrich Naumann. Sein Studium betrieb er abwechselnd an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin und an der Universität Leipzig, wo er 1820 promovierte und 1824/25 als Privatdozent lehrte. 1825 ging er als außerordentlicher Professor nach Berlin, 1828 schließlich als ordentlicher Professor an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Dort war er 1842/43 sowie 1865/66 Rektor der Universität und zwischen 1851 und 1864 Direktor des klinischen Instituts. 1864 legte er die Leitung der Klinik nieder. Er starb 1871 in Bonn.

Naumann hielt Veranstaltungen über Medizingeschichte, medizinische Geografie, Klimatologie und Balneologie und verfasste zahlreiche medizinische Schriften. Sein Hauptwerk ist das Handbuch der medicinischen Klinik. Im Wintersemester 1835/36 schrieb sich Karl Marx in seine Vorlesung „Encyklopädie und Methodologie der Medizin“ ein.

Familie

Naumann heiratete am 22. April 1824 in Dresden Henrietta Kaskel, Tochter des Dresdener Bankiers Michael Kaskel. Das Paar bekam mehrere Kinder, darunter

Werke (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Ancestry.de - Dresden, Deutschland, Kirchliche Wochenzettel, 1685-1879. In: ancestry.de. Abgerufen am 10. März 2025.
Personendaten
NAME Naumann, Moritz
ALTERNATIVNAMEN Naumann, Moritz Ernst Adolph (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Mediziner und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 7. Oktober 1798
GEBURTSORT Dresden
STERBEDATUM 19. Oktober 1871
STERBEORT Bonn