
Moritz de Hadeln (* 21. Dezember 1940 in Exeter, England; † 4. Juli 2026 in Nyon, Schweiz) war ein britisch-schweizerischer Filmschaffender. Er war Direktor verschiedener Filmfestivals. Bei drei Filmen führte er Regie.
Moritz de Hadeln war der Enkel des deutschen Kunsthistorikers Detlev von Hadeln, der in Florenz lebte. Sein Vater war dessen Adoptivsohn Harry Hudson-von Hadeln (1907–1970), der dort als Kunstverleger tätig war. Moritz de Hadeln wuchs in Florenz auf. Er studierte dann Physik und Chemie an der Sorbonne in Paris und arbeitete als Fotograf.
1963 drehte Moritz de Hadeln zusammen mit Walter Marti und Sandro Bertossa seinen ersten Film, Le Pèlé. Es folgten der Kurzfilm La Confrérie des Supérieurs (1965) und sein zweiter langer Film Ombres et mirages (1967).
De Hadeln gründete 1969 mit seiner Ehefrau Erika (1941–2018) das Dokumentarfilmfestival Nyon. Er war von 1972 bis 1977 Leiter des Internationalen Filmfestivals von Locarno sowie von 1980 bis 2001 der Internationalen Filmfestspiele Berlin und zwei Jahre lang Direktor der Internationalen Filmfestspiele Venedig. De Hadeln war von 2001 bis 2003 Mitglied des Kuratoriums der Allianz Kulturstiftung. 2005 war er Programmdirektor des neu geschaffenen Festival International de films de Montréal.
De Hadeln lebte in der Schweiz. Er starb am 4. Juli 2026 im Alter von 85 Jahren in einem Krankenhaus in Nyon, nahe seinem Wohnort. Er erlag den Komplikationen nach einem kurz zuvor vorgenommenen medizinischen Eingriff.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hadeln, Moritz de |
| KURZBESCHREIBUNG | britisch-schweizerischer Filmschaffender und Fotograf |
| GEBURTSDATUM | 21. Dezember 1940 |
| GEBURTSORT | Exeter, England |
| STERBEDATUM | 4. Juli 2026 |
| STERBEORT | Nyon, Schweiz |