
Moshe Sharon (hebräisch משה שרון; geboren 1937 in Haifa) ist ein israelischer Islamwissenschaftler.
Moshe Sharon bezeichnet sich als Palästinenser: Geboren in Haifa während der Mandatszeit, stamme er aus einer Familie, die seit dem 17. Jahrhundert in der Gegend von Haifa lebte.
Er studierte ab 1965 Islamwissenschaften an der Hebräischen Universität Jerusalem und der University of London; er war ein akademischer Schüler von Bernard Lewis und David Ayalon, dessen Forschungsschwerpunkt die Sozialgeschichte des mamlukischen Reichs war. Im Jahr 1971 promovierte er an der Hebräischen Universität.
Parallel zu seiner akademischen Karriere als Professor für Islamwissenschaften an der Hebräischen Universität und der Bar-Ilan-Universität verlief Sharons militärische Karriere; er erreichte den Rang eines Obersts und leitete die Abteilung für Arabische Angelegenheiten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF).
Bis 1979 diente Sharon Premierminister Menachem Begin als politischer Berater. Er war Berater des Außenministers Moshe Arens und beriet Benjamin Ben-Eliezer während dessen Zeit als Regierungskoordinator für die „zivile“ Militärverwaltung in den besetzten Palästinensergebieten (1983/1984). Außerdem arbeitete er mit zwei IDF-Generalstabschefs zusammen: Rafael Eitan und Moshe Levi.
In den israelischen Medien wird Sharon oft als Islamexperte angefragt. Er warnt vor einem notorischen muslimischen Judenhass und lehnt einen Friedensprozess ab.
Sharon ist Experte für arabische Inschriften, bekannt insbesondere als Hauptverfasser mehrerer Bände des Corpus inscriptionum Arabicarum Palaestinae seit 1990. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte des Bahaitums.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sharon, Moshe |
| KURZBESCHREIBUNG | israelischer Islamwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 1937 |
| GEBURTSORT | Haifa |