
Der Begriff Moskauer Fehde oder auch Dynastische Krise wird in der deutschen Forschung für den Zeitraum von 1425 bis 1453 in der Russischen Geschichte verwendet. Die englischsprachige Forschung verwendet dafür den Begriff „civil war“, die marxistische Historiographie bezeichnet diese Periode als „Feudalkrieg“ (russisch Феодальная война).
Dabei handelt es sich um den letzten Konflikt zwischen Anhängern des Seniorats und der Primogenitur in der Nachfolge auf dem Moskauer Großfürstenthron. Die Fehde wurde zwischen den Söhnen und Enkeln Dmitri Donskois ausgetragen und begann nach dem Tode Wassili I.
Die dynastische Krise teilt sich in ihrem Verlauf in drei Phasen ein:
Am Ende setzte sich endgültig das Prinzip der Primogenitur für den Großfürstentitel in Moskau durch. Der Großfürstentitel wurde zudem unabhängig von der Person zu einem abstrakten, höheren Wert als zuvor heraufgestuft. In territorial-politischer Hinsicht schließlich endete die Dynastische Krise mit einer weiteren Festigung des Moskauer Führungsanspruches.