
Großajatollah Moslem Malakuti (persisch آیتالله العظمی میرزا مسلم ملکوتی; geboren am 13. August 1923 in Sarab, Ost-Aserbaidschan, Iran; gestorben am 24. April 2014) war ein schiitischer Geistlicher aus der Volksgruppe der iranischen Aserbaidschaner. Er war von 1981 bis 1994 Imam der Freitagsmoschee von Täbris.
Malakuti, dessen Vater Landwirt war, studierte von 1955 bis 1966 in Najaf, Irak, und kehrte anschließend nach Qom zurück. 1981 wurde er von Ayatollah Khomeini zu seinem Stellvertreter in Aserbaidschan und zum Leiter des Freitagsgebets in Tabriz ernannt; eine Tätigkeit, die er 13 Jahre lang ausführte. 1982 wurde er Mitglied des Zentralrats der Freitagsgebets-Leiter. Von 1984 bis 1990 und von 1991 bis 1998 war er Mitglied des Expertenrates.
Im Rahmen einer Ausstellung des Fotografen Pasha Hadiyan wurden vom 7. bis 13. April 2017 Porträts bekannter aserbaidschanischer Persönlichkeiten ausgestellt, darunter auch Bilder des Großajatollahs Malakuti. Zur Frage der Rechtmäßigkeit und möglicher Umstände einer Entnahme, Transplantation und sogar des Handels mit menschlichen Organen gab es verschiedene Meinungen innerhalb der schiitischen Gelehrsamkeit. Auch Malakuti war Autor einer Fatwa zu diesem Thema. Er lebte bis zu seinem Tod in Qom.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Malakuti, Moslem |
| KURZBESCHREIBUNG | schiitischer Geistlicher im Rang eines Großayatollahs |
| GEBURTSDATUM | 13. August 1923 |
| GEBURTSORT | Sarab, Ost-Aserbaidschan, Iran |
| STERBEDATUM | 24. April 2014 |