| Motilin | ||
|---|---|---|
| Bänder/Stäbchenmodell nach PDB 1LBJ | ||
| Eigenschaften des menschlichen Proteins | ||
| Masse/Länge Primärstruktur | 22 Aminosäuren | |
| Präkursor | Promotilin (115 AS) | |
| Bezeichner | ||
| Gen-Name | MLN | |
| Externe IDs | ||
| Vorkommen | ||
| Homologie-Familie | Motilin precursor | |
| Übergeordnetes Taxon | Eutheria | |
Motilin ist ein gastrointestinales Peptidhormon, das in den M-Zellen des Dünndarms (deren Zahl abnehmend von Duodenum zu Ileum) gebildet wird und gemeinsam mit Ghrelin ausgeschüttet wird. Das Peptid besteht aus 22 Aminosäuren.
Durch Andocken an den Motilinrezeptor (in Mucosa, Plexus myentericus, Dünndarm-Muskulatur, Purkinje-Zellen) löst Motilin im Magen und Darm interdigestive Motilität aus. Gallensteinpatienten hatten in einer chinesischen Studie erhöhte Blut-Motilin-Werte. Motilin spielt möglicherweise eine Rolle bei der Reaktion des Körpers auf Akupunktur. Über die Funktion in Purkinje-Zellen ist noch nichts bekannt.
Stimulus zur Sekretion: fettreiche Mahlzeiten, Magendehnung, Galle und pH-Abfall im Duodenum. Die Kontrolle der Sekretion geschieht auch neuronal und durch Serotonin.
Bestimmte Antibiotika (Makrolide) wirken am Motilinrezeptor als Agonisten und lösen so gastrointestinale Störungen aus.