Bewegungsregelung, Bewegungssteuerung oder Englisch Motion Control bezeichnet die Regelung der Differentiale der Bewegung Lage/Winkel, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Ruck und von Kombinationen daraus. Für die Regelung werden Aktoren wie z. B. Hydraulikzylinder oder Elektromotoren eingesetzt. Typische Anwendungen sind die Wegführung, Punkt-zu-Punkt-Positionsregelung und die Drehzahlregelung.
Moderne mechatronische Motion-Control-Systeme umfassen in Ergänzung zu elektromechanischen Bewegungssteuerungen auch Algorithmen in Software.
Es gibt verschiedene Arten von Antrieben, darunter mechanische. Antriebe werden in Produktionsmaschinen und Maschinenanlagen eingesetzt, z. B. in Bestückungsautomaten und Abfüllmaschinen.
In der Bewegungssteuerung gibt es die Tendenz, hauptsächlich mechanische, aber auch pneumatische und hydraulische Antriebe, durch elektrische Antriebe zu ersetzen. Diese Entwicklung begründet sich damit, dass sich elektrische Antriebe besser regeln und positionieren lassen und dass dagegen die Komponenten mechanischer Antriebe von Verschleiß bedroht sind. Ein wesentlicher Vorteil elektrischer Antriebe ist außerdem ihre erhöhte Flexibilität: mechanische Komponenten müssen nicht mehr zeitaufwändig umgebaut und eingestellt werden, sondern die elektronischen Antriebe, die per Software gesteuert werden, erhalten andere Anweisungen; Aufgaben wie etwa Gleichlauf von Achsen werden bei der moderneren mechatronischen Lösung durch die Antriebssoftware vorgegeben. Im Gegensatz zur früheren mechanischen Lösung werden bei der mechatronischen Bewegungssteuerung Servoantriebe verwendet. Im Rahmen des Gleichlaufs hängen diese von einer virtuellen Hauptachse ab und nicht mehr, wie bei der mechanischen Lösung, von Königswellen.
Es werden drei Varianten von modernen Motion-Control-Systemen hinsichtlich des Ortes unterschieden, an dem die Software läuft: