
Murat Işık (* 1977 in Izmir) ist ein niederländisch-türkischer Schriftsteller. Bekannt wurde er vor allem mit dem Roman Wees onzichtbaar, für den er 2018 den Libris Literatuur Prijs erhielt.
Işık wuchs in der Amsterdamer Bijlmermeer auf; ab 1995 studierte er Jura an der Universität Amsterdam. 2001 verbrachte er im Rahmen eines Austauschprogramms ein halbes Jahr in San Francisco, was später in In de mist van Golden Gate Park einfloss. Nach dem Studium arbeitete er als Jurist, unter anderem für die Stadt Amsterdam, während er zugleich literarisch schrieb; 2017 wurde er hauptberuflicher Schriftsteller. Die Bijlmer bezeichnete Işık als wichtigen biografischen Bezugspunkt.
2012 debütierte Işık mit dem Roman Verloren grond, welcher den Publikumspreis der Bronzen Uil erhielt. Sein zweiter Roman Wees onzichtbaar (2017) schildert das Aufwachsen eines Jungen in der Bijlmer. Das Buch erhielt 2018 den Libris Literatuur Prijs und den Nederlandse Boekhandelsprijs; 2019 folgte De Inktaap. Işık bezeichnete den Libris-Preis als späten Erfolg nach Jahren, in denen er sich in Schule und Beruf unterschätzt gefühlt habe. Für die niederländische Boekenweek 2019 schrieb er das Essay Mijn moeders strijd, welches die Emanzipierung seiner Mutter zum Ausgangspunkt nimmt. 2024 erschien In de mist van Golden Gate Park, in dem ein Austauschstudent im San Francisco des Jahres 2001 im Mittelpunkt steht. Işıks Romane schöpfen zwar aus persönlichen Erfahrungen, sind jedoch keine Memoiren und bringen reale Erlebnisse mit erfundenen Figuren und Ereignissen als Fiktion zusammen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Işık, Murat |
| KURZBESCHREIBUNG | niederländischer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 1977 |
| GEBURTSORT | Izmir |