Museum Rupertiwinkel

Burg Tittmoning
Eingangshalle (Kavalierstiege)
Salzburger Saal

Das Museum Rupertiwinkel, auch als Heimathaus des Rupertiwinkels bezeichnet, auf der Burg Tittmoning in Tittmoning in Oberbayern stellt die Geschichte des Rupertiwinkels dar.

Geschichte

Bereits 1889 entstand in Tittmoning ein Historischer Verein, der alte Kulturgüter sammelte und sich mit der Gründung eines städtischen Museums befasste. Nach einem Jahr löste sich der Verein mangels Personal wieder auf. Im April 1900 wurde der Historische Verein neu gegründet und 1901 eine Ausstellung in von der Stadt Tittmoning zur Verfügung gestellten Räumen des Rathauses eröffnet.

Zehn Jahre später zog das Museum in die renovierte Burg Tittmoning. Die neuen Ausstellungsräume im Kavalierstock der Burg waren erstmals am Pfingstmontag 1911 zu besichtigen. Während des Zweiten Weltkriegs mussten die Burg geräumt und die Museumsbestände andernorts im Stadtgebiet deponiert werden. Nach einer erneuten Instandsetzung konnte das Museum 1953 in den früheren Räumen im Kavalierstock und einem Stockwerk des Getreidekastens wieder öffnen. In den folgenden Jahren kamen freigewordene Flächen in den Burggebäuden und im sanierten Dachgeschoss hinzu. 1963 erhielt das Heimathaus des Rupertiwinkels als Stiftung eine gesicherte rechtliche und finanzielle Grundlage. Seit 2014 trägt das Museum den Namen Museum Rupertiwinkel.

Ausstellungen

Auf der einst salzburgisch-fürsterzbischöflichen Burg Tittmoning aus dem 13. Jahrhundert zeigt das Museum seine Sammlungen in 23 historischen Schauräumen, die noch die originalen Böden und Decken aus dem 17. Jahrhundert aufweisen.

Die Sammlungen umfassen vor- und frühgeschichtliche Funde (darunter einen römischen Mosaikboden), Volkskunst, Handwerks- und Landwirtschaftsgeräte, Öfen, Schützenscheiben aus der Zeit von 1600 bis 1930 sowie die Heimatstube der Sudetendeutschen Landsmannschaft.

Das Museum besitzt zudem einige Arbeiten des Tittmoninger Künstlers Johann Baptist Cetto (1671–1738). Das Uhrwerk der Schlosskapelle Tittmoning des Salzburger Meisters Jeremias Sauter von 1693 steht seit 2020 funktionsfähig im Museum.

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Einzelnachweise

  1. ↑ Richard Ruhland: Das Heimatmuseum in der Burg Tittmoning. In: Das Salzfass. Heimatkundliche Zeitschrift des Historischen Vereins Rupertiwinkel e. V. 43. Jahrgang, Heft 2, 2009, ISSN 0948-7875, S. 162–196.
  2. ↑ Geschichte Tittmonings. Stadt Tittmoning, abgerufen am 9. Februar 2026.
  3. ↑ Wasserstrahlen aus Schweinsborsten. (traunsteiner-tagblatt.de [abgerufen am 5. Oktober 2018]).
  4. ↑ Gerald Lehner, salzburg.ORF.at: 327 Jahre alte Uhr läuft wieder. 27. Mai 2020, abgerufen am 1. Mai 2022.

Koordinaten: 48° 3′ 39″ N, 12° 45′ 47″ O