| Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz — NLWKN — | |
|---|---|
| Staatliche Ebene | Land |
| Stellung | Landesoberbehörde und Landesbetrieb |
| Geschäftsbereich | Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz |
| Aufsichtsbehörde | Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz |
| Gründung | 1. Januar 1998 |
| Vorgänger | Niedersächsisches Landesamt für Ökologie und Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Küstenschutz |
| Hauptsitz | Norden, |
| Direktorin | Anne Rickmeyer |
| Stv. Direktor | Berthold Paterak |
| Bedienstete | 1400 |
| Netzauftritt | www.nlwkn.niedersachsen.de |
Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ist ein niedersächsischer Landesbetrieb mit Sitz in Norden, der zum Geschäftsbereich des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz gehört. Dieser Landesbetrieb hat auch die Funktion einer Landesoberbehörde.
Der Vorgänger des heutigen NLWKN, der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Küstenschutz (NLWK) wurde am 1. Januar 1998 gegründet. Im Rahmen einer Reform der Umweltverwaltung in Niedersachsen auf Betreiben des damaligen Umweltministers Hans-Heinrich Sander (FDP) wurde die Fachbehörde für Naturschutz mit dem Deichschutz vereinigt. Dazu wurde das bis dahin für landesweite Naturschutzaufgaben zuständige Niedersächsische Landesamt für Ökologie (NLÖ) in Hannover aufgelöst. Damit sollten laut Sanders die Kernaufgaben des Naturschutzes künftig unter einem Dach gebündelt werden. Zuvor waren die Aufgaben auf das NLÖ, den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Küstenschutz (NLWK) sowie die Bezirksregierungen aufgeteilt. Sanders zählte das NLÖ zu dem was er als die „rot-grünen Untaten der 90er Jahre“ bezeichnete.
Zu der Verwaltungsreform gehörte ebenfalls, dass die Ausweisung von Landschafts- und Naturschutzgebieten in Niedersachsen auf die kommunale Ebene ausgelagert wurde. Die unteren Naturschutzbehörden (UNB) bei den Kreisen sind hier stärker lokalen Interessen ausgesetzt. Sanders Reform fielen etwa 40 Prozent der Umweltschutz-Stellen in Niedersachsen zum Opfer.
Ab dem 1. Januar 2005 an die Bezeichnung „Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz“ eingeführt. Neben dem NLÖ wurden auch die Dezernate für Naturschutz und Wasserwirtschaft der ebenfalls 2004 aufgelösten Bezirksregierungen (Weser-Ems, Hannover, Lüneburg und Braunschweig) übernommen.
2007 legte das NLWKN einen „Generalplan Küstenschutz“ für die Hauptdeiche am Niedersächsischen Festland vor, mit dem die Küste an den Meeresspiegelanstieg angepasst werden sollte.

Die Direktion des NLWKN ist in der Stadt Norden angesiedelt. Hier werden die strategischen Aufgaben der Behörde bearbeitet. Gründungsdirektor war Siegfried Popp, seine Nachfolgerin als Direktorin ist Anne Rickmeyer. Die Fachaufgaben vor Ort werden in den Betriebsstellen umgesetzt. Diese sind über ganz Niedersachsen verteilt und ermöglichen eine regionale Präsenz: Aurich, Brake-Oldenburg, Cloppenburg, Hannover-Hildesheim, Lüneburg, Meppen, Norden, Stade, Sulingen, Süd (Braunschweig und Göttingen) und Verden.
Der Betrieb hat mehrere Schiffe, die jeweils für ihre unterschiedlichen Aufgaben gebaut und ausgerüstet sind, darunter die 2017 in Dienst gestellte Leysand als Nachfolgebau der Janssand, die Burchana, die Utlandshörn und die Leyhörn. Im März 2026 wurde das Vermessungsschiff Memmert in Dienst gestellt, das den gleichnamigen Vorgängerbau und die Nynorderoog ersetzte.
Die Dienststelle Stade betreibt für die Elbe das Laborschiff Tümmler. Es wird vor allem zur Überwachung der Gewässergüte der Elbe eingesetzt. Darüber hinaus werden mit Hilfe des Schiffes Vogel-Beobachtungen an der Elbe durchgeführt.
In dem Namen der Landesbehörde spiegeln sich die zugewiesenen Aufgaben wider: Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.
Der NLWKN gliedert sich in sieben Geschäftsbereiche. Sie werden von Geschäftsbereichsleitern geleitet, die ihren Sitz in Norden und Hannover haben:
Die Geschäftsbereiche beschäftigen sich mit: