| Nachtlieder | ||||
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| Studioalbum von Michael Thieke Unununium | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Mikroton Recordings | ||||
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Format(e) |
CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
9 | |||
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47:08 | ||||
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Besetzung |
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Studio(s) |
SWR Studios, Baden-Baden | |||
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Nachtlieder ist das zweite Album von Michael Thiekes Ensemble Unununium. Die im Juni 2009 beim SWR in Baden-Baden entstandenen Aufnahmen erschienen im November 2013 auf Mikroton Recordings.
Neben seiner Zusammenarbeit mit seinem Klarinettistenkollegen Kai Fagaschinski in The Magic I.D. und ihrem Duo The International Nothing arbeitete der Klarinettist Michael Thieke in den 2000er-Jahren mit einer eigenen Gruppe, in der er der einzige Klarinettist ist – Unununium –, mit der er mit Where Shall I Fly Not to Be Sad, My Dear? 2005 ein erstes Album vorlegte. Zwischen den beiden Aufnahmen veränderte sich die Gruppe deutlich. Das ursprüngliche Quartett, bestehend aus Thieke an Klarinette, Altsaxophon und Zither, Luca Venitucci am Akkordeon und präparierten Klavier, Bassist Derek Shirley und Schlagzeuger Eric Schaefer, wurde durch den Beitritt von Martin Siewert an Gitarre, Lap Steel und Elektronik, des zweiten Bassisten Christian Weber und des zweiten Schlagzeuger Steve Heather auf sieben Musiker erweitert.
Soweit nicht anders angegeben, stammen die Kompositionen von Michael Thieke.

Neben der Besetzung habe sich auch die Musik seit dem Album Charhizma verändert, meint John Eyles (Squid’s Ear). Während jene Aufnahme den Fokus auf die Solisten Thieke und Venitucci gelegt habe, sei auf Nachtlieder die Hinzunahme von Siewerts Gitarre entscheidend. Sie würde die Klanglandschaft erweitern und vertiefen und der Gruppe so mehr Möglichkeiten und größere Vielfalt eröffnen. Der Gitarrist könne ein Stück im Alleingang färben und formen, wie er eindrucksvoll im Albumabschluss „Paroles Sans Papiers“ demonstriere, wo seine subtile Akkordbegleitung die unheimliche Atmosphäre vollständig definiert. Siewert dominiere das Album nicht, sei aber selbst in einer unterstützenden Rolle unverzichtbar, wie etwa mit seinen trägen Glissandi in „Silent Bob“ oder den krachenden Akkorden zu Beginn von „The Joy, Joy, Joy of Meeting Somebody New (Fèr Guy Maddin)“. Trotz Siewerts Mitwirkung habe die Kombination Thieke-Venitucci ihre bezaubernde Wirkung bewahrt; die Kombination von Klarinette und Akkordeon erzeuge einen eindringlichen Klang, der hier am besten durch ihren melodischen Refrain in Mayo Thompsons „Dear Betty Baby“ demonstriert werde. Obwohl Unununium aus sehr unterschiedlichen Musikern besteht, habe die Band keinen charakteristischen Sound und spiele auch nicht durchgehend in einem einzigen Stil. Von einem Stück zum nächsten sei es unvorhersehbar, was sie als Nächstes präsentieren werden.