Der Nagoldgau (auch Nagoldgouw oder Nagaltgouwe), so genannt um 780, ist ein im Frühmittelalter entstandenes Territorium, das zum Herzogtum Schwaben gehörte und aus dem Bezirk Baar hervorging.
Geschichte
Der Nagoldgau befand sich um den Fluss Nagold, rechts der Enz, und war im 10. Jahrhundert ein Territorium der Westbaar. Der Nagoldgau wurde in zwei weitere kleinere Gaue unterteilt:
Westergau, Gebiet im Schwarzwald, Teile Dornstettens, Ergenzingen und Rohrdorf. Um ihn von den Westergauen in Franken, Thüringen und Bayern zu unterscheiden, wird er als „alemannischer Westergau“ bezeichnet.
Graf Burkhard († 14. Juli 1253), Graf Burkhard V. von Hohenberg, nach anderer Zählung auch Graf Burkhard III. von Hohenberg, Vater von Königin Gertrud und somit Schwiegervater von König Rudolf I.
Graf Burkhard VI. († 24. Juli 1318), Graf von Nagold-Wildberg, jüngerer Bruder des Grafen Albrecht von Hohenberg
Graf Burkhard VIII. († vor 1342), Graf zu Nagold in Magenheim
Graf Burkhard X. (erwähnt 1348, 1353), Graf zu Nagold
Graf Otto II. († 1379/85), Graf zu Nagold
1363 verkaufte Graf Otto II. die Grafschaft Hohenberg-Nagold an Württemberg.
↑Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 7., vollständig überarbeitete Auflage. C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-54986-1.
↑Michael Borgolte: Geschichte der Grafschaften Alemanniens in fränkischer Zeit. Thorbecke, Sigmaringen 1984, ISBN 3-7995-6691-0, S. 129 (Dornstetten, Ergenzingen, Rohrdorf).
↑NDB VI, 315 – M. Mitterauer, Karolingische Mgf.en im SO, 1963, 8ff. – W. Störmer, Früher Adel, 1973, 218ff.
↑Heinrich II. schenkt dem Bistum Bamberg am 11. Januar 1007 den Ort Nagold im Nagoldgau in der Grafschaft des Grafen Werner mit allem Zubehör zu freiem Verfügungsrecht zum Nutzen des Bistums. WUB online,
↑Möglicherweise verheiratet mit Berta von Grüningen, siehe Hermann Römer: Markgröningen im Rahmen der Landesgeschichte I. Urgeschichte und Mittelalter, Markgröningen 1933, S. 52.
↑Judith Bruckner: Historischer Stadtführer von Nagold. Stadt Nagold, Amt für Bildung, Kultur und Sport, 2014, S. 142
↑Judith Bruckner: Historischer Stadtführer von Nagold. Stadt Nagold, Amt für Bildung, Kultur und Sport, 2014, S. 143