

Ein Narrenbaum ist ein hoher Nadelbaum, der besonders in der schwäbisch-alemannischen Fasnet als Herrschaftssymbol der Narren an einem zentralen Platz des Ortes aufgestellt wird. Die Äste des oft etwa 30 m hohen Baums sind bis auf die Krone abgesägt, die Rinde ist geschält. Die Krone ist meistens mit bunten Bändern geschmückt. Manchmal ist auch ein Kranz am Baum angebracht, von dem sich Kinder Geschenke holen können, indem sie den Stamm hochklettern.
Der Narrenbaum wird in den meisten Orten am Schmutzigen Donnerstag aufgestellt. In der Nacht von Fasnetsdienstag auf Aschermittwoch oder in der darauffolgenden Woche wird er entfernt. Dies wird je nach Brauch anders gestaltet. So wird in manchen Orten das Holz für einen guten Zweck versteigert. In Stockach steht der Narrenbaum nach alter Tradition bis zum 4. Fastensonntag Laetare und wird morgens um 5 Uhr gefällt.

Viele Fasnetshochburgen stellen den Narrenbaum nach alter Tradition von Hand auf. Für das Aufstellen des Narrenbaumes sind teilweise die Zimmermannsgilden der jeweiligen Städte zuständig. Oft gehört eine Zimmermannsgruppe auch zu den Gruppen der örtlichen Narrenzunft.

Was die Geschichte anbelangt, streiten sich Narren wie Gelehrte und es gibt unterschiedliche Theorien: