Nasta Pino (* 1. Juli 1934 in Usinitsa; † 15. Dezember 2017 in Tartu) war eine estnische Schriftstellerin und Journalistin.
Pino machte 1953 in Tartu Abitur und studierte von 1953 bis 1958 an der Universität Tartu estnische Philologie, unter anderem bei Juhan Peegel. Nach ihrem Abschluss war sie Redakteurin bei einer Landkreiszeitung in Elva, einige Jahre Komsomolsekretärin und von 1963 bis 1983 Korrespondentin für die Tageszeitungen „Noorte Hääl“ und „Edasi“. Seit 1983 lebte sie als freiberufliche Schriftstellerin in Tartu.
Nasta Pino war seit 1995 Mitglied des Estnischen Schriftstellerverbands.
Als Journalistin verfasste Pino vor allem Reportagen über das Landleben und die Landwirtschaft.
Sie debütierte als Schriftstellerin mit Gedichten und Kurzgeschichten in Zeitschriften und hatte ihren größten Erfolg mit dem Roman Jeden Abend in Solenzara, mit dem sie den Romanwettbewerb 1985 gewann. In ihm reflektiert die Ich-Erzählerin über ihre Rückkehr aufs Land, nachdem sie Jahre in der Stadt gewohnt hat. In diesem „Reportageroman“ werden die „Grundwerte des Lebens in der sich verändernden Zeit“ behandelt, außerdem ist der Roman von einem rigiden „Antikriegspathos“ gekennzeichnet, da die Kindheit der Ich-Person in die Zeit des Zweiten Weltkriegs fällt. In dieser Hinsicht ist die Autorin mit Aimée Beekman vergleichbar.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pino, Nasta |
| KURZBESCHREIBUNG | estnische Schriftstellerin |
| GEBURTSDATUM | 1. Juli 1934 |
| GEBURTSORT | Usinitsa |
| STERBEDATUM | 15. Dezember 2017 |
| STERBEORT | Tallinn |