| Natuna-Inseln | ||
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| Gewässer | Südchinesisches Meer | |
| Archipel | Große Sundainseln | |
| Geographische Lage | 3° 53′ N, 108° 9′ O | |
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| Anzahl der Inseln | 272 | |
| Hauptinsel | Natuna Besar | |
| Gesamte Landfläche | 3420 km² | |
| Einwohner | 98.000 | |
Die Natuna-Inseln (indonesisch: Kepulauan Natuna) sind eine Inselgruppe Indonesiens im Südchinesischen Meer.
Sie gehören zur Provinz Kepulauan Riau und sind die nördlichste indonesische Inselgruppe, deren territoriale Zugehörigkeit unumstritten ist. Sie bilden – gemeinsam mit den Anambas-, Badas- und Tambelaninseln – den Tudjuh-Archipel. Zu diesem Archipel gehören auch die Subi-, Sejang- und Seresaninseln.
Die Natuna-Inseln umfassen 272 Inseln zwischen Borneo und Vietnam, nordöstlich der Anambasinseln. Die Inseln haben eine Bevölkerung von etwa 100.000 Menschen, die überwiegend als Bauern oder Fischer tätig sind. Einen ausgeprägten Tourismus gibt es nicht.
Die Hauptinsel Natuna Besar (auch Ranai genannt) hat eine Fläche von 1.720 km². Hier findet sich mit dem Gunung Ranai mit 1.035 m der höchste Berg des Archipels. Die Insel ist mit Booten von Jakarta oder Tanjung Pinang erreichbar, kleine Flugzeuge verkehren von Batam.
China erkennt zwar die Hoheit Indonesiens an, akzeptiert aber die ausschließliche Wirtschaftszone nicht und beruft sich dabei auf „traditionelle chinesische Fischgründe“, was nach dem Völkerrecht jedoch keine Bedeutung hat.
Die Süßwasserkrabbe Natunusa natunaensis kommt nur auf den Natuna-Inseln vor.
In den 1970er Jahren wurde nahe den Inseln ein Erdgas-Vorkommen entdeckt. Exxon-Forscher, darunter Brian P. Flannery, diskutierten schon in den frühen 1980er Jahren in einem internen Schreiben, dass das Gas zu mehr als 70 % aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid (CO2) bestehe und das Feld bei Abgabe des CO2 in die Atmosphäre zur größten CO2-Punktquelle weltweit würde. Dies habe "Bedenken hinsichtlich seiner Auswirkungen auf das CO2-Treibhausgasproblem" aufkommen lassen. Als Alternative untersuchten die Exxon-Forscher die Abgabe ins Meerwasser, hielten aber fest, dass das etwa 1000 km² Meer versauern ließe, dabei marine Strukturen wie Korallen schädige und das CO2 innerhalb eines Jahrzehnts ohnehin in die Atmosphäre ausgase. Diese chemischen Effekte seien gut verstanden und hätten "in jüngster Zeit" viel Aufmerksamkeit erhalten, da die Ozeane eine "Senke für atmosphärisches CO2 im CO2-Treibhausgas-Problem" seien.