
Nava Semel (hebräisch נאוה סמל, geboren 15. September 1954 in Jaffa; gestorben 2. Dezember 2017 in Tel Aviv) war eine israelische, in Tel Aviv lebende Journalistin und Schriftstellerin, die sich literarisch vor allem mit dem Schicksal von Menschen auseinandersetzte, deren Eltern bzw. Elterngeneration den Holocaust und seine Schrecken überlebt haben.
Nava Semel studierte an der Universität Tel Aviv Kunstgeschichte. Bereits mit siebzehn Jahren begann sie in verschiedenen journalistischen Berufen zu arbeiten, darunter als Produktionsassistentin beim israelischen Fernsehen und Rundfunk. Sie war für das Nahum Goldmann Diaspora Museum in Tel Aviv tätig und schrieb Artikel für verschiedene Kunstzeitschriften und Frauenmagazine in Israel. Neben Kurzgeschichten, Gedichten und Theaterstücken verfasste sie Romane und mehrere Kinderbücher. In Deutschland wurde sie vor allem durch ihren Roman Gerschona bekannt, der in den Vereinigten Staaten mit dem National Jewish Book Award ausgezeichnet wurde. Der WDR sendete 1989 ihr Hörspiel Hunger.
Nava Semel war mit Noam Semel, dem Direktor des Cameri Theatre in Tel Aviv, verheiratet. Nava Semel starb 2017 an den Folgen einer Krebserkrankung. Ihr älterer Bruder ist der bekannte israelische Folkrocksänger Shlomo Artzi.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Semel, Nava |
| KURZBESCHREIBUNG | israelische Autorin |
| GEBURTSDATUM | 15. September 1954 |
| GEBURTSORT | Tel Aviv |
| STERBEDATUM | 2. Dezember 2017 |
| STERBEORT | Tel Aviv |