Nein sagen. Über den 20. Juli 1944, meine Eltern und persönliche Verantwortung heute ist ein Sachbuch von Matthias Brandt. Es stand nach seinem Erscheinen im Frühjahr 2026 wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.
Das Buch Nein sagen ist eine erweiterte Fassung der Rede von Matthias Brandt, die er am 20. Juli 2025 zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee gehalten hat. Es ist nach der Geschichtensammlung Raumpatrouille und dem Roman Blackbird sein erstes Sachbuch.
Brandt schildert aus Sicht eines Sohns von Emigranten wie Willy Brandt und seiner Frau Rut Brandt, die beide selber nicht aktiv am 20. Juli 1944 beteiligt, aber im Widerstand gegen den Nationalsozialismus engagiert waren, die Aktivitäten seiner Eltern und auch die späteren Anfeindungen. Ebenso berichtet er über ausgewählte Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944. Brandt fragt sich, ob er selber wohl im Widerstand gewesen wäre und wirft auch wegen der Bedrohung der Demokratie durch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit durch die Wiederkehr des Rechtsextremismus und die Wahlerfolge der AfD die Frage auf, wie damit umzugehen sei.
In einer Rezension von Joachim Käppner in der Süddeutschen Zeitung im April 2026 empfiehlt er das Buch als „sehr persönliches Plädoyer für Rechtstaatlichkeit und Demokratie und das Nein-Sagen gegen die Sprachverrohung und den Rechtspopulismus“. Brandt sei keiner der „Lautsprecher unter den deutschen Schauspielern“, aber er habe mit Nein sagen ein persönliches und wichtiges Buch über das Nein-Sagen zu den Feinden der Demokratie geschrieben. Käppner empfiehlt das Buch „als Lektüre für alle Demokraten, um den Schockzustand zu überwinden und auf den Extremismus der AfD hinzuweisen“.
Für das Hörfunkprogramm Bayern 2 ist das Buch „eine Anregung zum Nachdenken und ein Aufruf für mehr Mut in der Gegenwart“. Brandt erzähle ausgehend von der Erinnerung an den Widerstand gegen das NS-Regime auch die Geschichte seiner eigenen Familie und frage sich, wie er sich wohl selber in der NS-Zeit verhalten hätte und denke auch darüber nach, was man heute für die Demokratie tun kann.
Das Hörbuch empfehlen Nina Wolf und Elisabeth Bold im SWR als „eines der besten Hörbücher für den Sommer 2026“. Brandt würde Stellung gegen die AfD und rechtsextreme Strömungen beziehen und sich an seine Eltern erinnern. Das Hörbuch sei „besonders nahbar“, weil Brandt es selbst eingelesen habe.