Nel van Lith

Nel van Lith, 1967

Petronella Huberta „Nel“ van Lith (* 22. November 1932 in Blaricum; † 7. Dezember 2025) war eine niederländische Bildhauerin.

Leben

Nel van Lith war die Tochter des Bildhauers und Medailleurs Hubert van Lith (1908–1977) und der Malerin, Zeichnerin und Bildhauerin Nel Kluitman (1906–1990). Ihre Eltern ließen sich scheiden, als sie fünf Jahre alt war. Sie besuchte die Kunstgewerbeschule Quellinus und studierte von 1951 bis 1956 Bildhauerei an der Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam. Ihre Lehrer waren unter anderem Vincent Pieter Semeyn „Piet“ Esser (1914–2004) und Johannes Petrus Wilhelmus „Jan“ Meefout (1915–1993).

Nel van Lith heiratete den Bildhauer Adam Jansma (1929–1965) und ließ sich 1965 von ihm scheiden, bevor er kurz darauf bei einem Verkehrsunfall starb. Ab den frühen 1970er Jahren lebte sie mit ihren fünf Kindern aus dieser Ehe, darunter die spätere Dichterin und Archäologin Esther Jansma (* 1958), allein auf einem alten Bauernhof am Stadtrand in Amsterdam-Zuidoost. Sie arbeitete oft nachts und kümmerte sich tagsüber um ihre Kinder. 1994 zog sie nach Biddinghuizen und später nach Drenthe.

Künstlerisches Wirken

Nel van Lith arbeitete mit Alabaster, Bronze, Diabas, Belgisch Granit, Holz und Marmor. Ihre Skulpturen sind teils abstrakt, teils figurativ und von den Werken von Jacques Lipchitz, Charlotte van Pallandt und Mari Andriessen inspiriert.

Nel van Lith wurde 1964 oder 1966 Mitglied von Arti et Amicitiae Amsterdam und 1969 im Nederlandse Kring van Beeldhouwers (NKVB) und der Beroepsvereniging van Beeldende Kunstenaars (BBK). 1981 trat sie der C.O.S.A. Centraal Orgaan Scheppend Ambacht Delft und 1992 der Stichting Beeldrecht bei. 1997 wurde sie Mitglied der Kunstenaars Vereniging Flevoland. Zudem wurde sie Mitglied von De Ploegh in Soest.

1967 wurde Nel van Lith der 1. „Lustrumprijs Kunstenaarscentrum Bergen“ (Preis des Künstlerzentrums Bergen) verliehen. Ebenfalls 1967 erhielt sie ein Reisestipendium des „Ministerie van Cultuur, Recreatie en Maatschappelijk Werk“ für eine Studienreise nach Ägypten. Im Jahr 1981 wurde sie mit der Arti-Medaille in Gold der Arti et Amicitiae in Amsterdam ausgezeichnet. 1982 erhielt sie einen Regierungsauftrag, ein Porträt von Königin Beatrix anzufertigen.

Werke im öffentlichen Raum (Auswahl):

  • 1967: De Tweeling, Dronten
  • 1969: De gewichtheffer, Bronze, Amsterdam
  • 1971: Het beest, Stein und Muschelkalk, Amsterdam-West
  • 1972: De gewichtheffer, Bronze, Utrecht
  • 1980: Zittende vrouw, Peperino, Amsterdam
  • 1983: Oogst, Emmeloord
  • 1984: Bronzen kop koningin Beatrix, Bronzebüste, Amsterdam
  • 1985: Berlioz, Utrecht
  • 1986: Beeldhouwer, Marmor, (2002 als Bronzestatue gegossen, Waterkant, Biddinghuizen)
  • 1987: Krijger, Bronze
  • 1996: Inkeer
  • 1997: Wolk
  • Contrafiguren, Stein, Velsen
  • Levensbeeld, Veldhoven

Werke von Nel van Lith befinden sich unter anderem in Sammlungen des Rijksmuseums Amsterdam, des Stedelijk Museums Amsterdam, des Museums De Beyerd (heute Museum of the Image) in Breda, des Museums Beelden aan Zee in Scheveningen, des Israel-Museums in Jerusalem, des Kröller-Müller Museums in Otterloo und des Henriëtte Polak Museums in Zutphen.

Ausstellungen (Auswahl)

Commons: Nel van Lith – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 In memoriam Nel van Lith (1932-2025). In: Stedelijk Museum Zutphen. 17. Dezember 2025, abgerufen am 5. Februar 2026 (niederländisch).
  2. 1 2 3 Lith, Nel van (1932-). In: Nationale Bibliotheek. Abgerufen am 1. Januar 2024
  3. 1 2 3 Nel van Lith. Biografische Daten und Werke im Niederländischen Institut für Kunstgeschichte (niederländisch)
  4. 1 2 3 4 5 Nel van Lith. In: Beeldend BeNeLux Elektronisch (Lexicon). Abgerufen am 1. Januar 2024
  5. 1 2 3 4 5 Nel van Lith, beelden. In: nelvanlith.nl. Abgerufen am 1. Januar 2024
  6. 1 2 3 4 5 Nel van Lith. In: Beeldenpark de Havixhorst 2021. Abgerufen am 2. Januar 2023
  7. 1 2 3 4 5 Over Nel van Lith. In: Artzuid 2021. Abgerufen am 2. Januar 2023
  8. ↑ Beeldhouwer In: Flevoland Erfgoed. Cultureel erfgoed en kunst in Flevoland. Abgerufen am 27. Februar 2024
  9. ↑ Petronella Huberta (Nel) van Lith. In: Beelden van velsen. Abgerufen am 2. Januar 2024