Nele Lipp, eigentlich Cornelia Gabriele Müller (* 14. Mai 1948 in Hamburg), ist eine interdisziplinäre Künstlerin, Kunst- und Tanzwissenschaftlerin.
Nele Lipp wurde als Tochter des Arztes Alexander Müller und der Modezeichnerin Henriette Müller (geb. Benthien) geboren. Sie ist die Enkelin des Apothekers und Fabrikanten Alexander Müller. Die Gastronomin und Kunsthändlerin Clara Benthien war ihre Großmutter. Von 1968 bis 1975 studierte sie Schauspiel am Studio Frese und Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste (HFBK) in Hamburg bei Gerhard Rühm, Franz Erhard Walther und Bazon Brock. 2013 wurde sie an der HFBK mit dem Thema Bildende Kunst und Tanz. Aspekte der Wechselwirkung bei Michael Diers und Gabriele Brandstetter promoviert.
1976 wurde ihr Sohn Lauritz Lucian Lipp geboren.
1990 begann sie mit der Arbeit an einem Lexikon zu Tanz/Bildender Kunst. Ab 1990 entstanden Freie Tanz-/Kunst-Produktionen u. a. in der Hamburger Kunsthalle, dem Osthaus Museum Hagen und auf der EXPO2000 in Hannover.
Ab 1993 schrieb sie freie journalistische Texte. Von 2000 bis 2008 organisierte sie die Symposionsreihe *BAU *KÖRPER *BEWEGUNG zur Thematik der Verbindung von Tanz und Architektur. 1997 war sie Mitbegründerin des Vereins „KOÏNZI-DANCE interdisziplinäre Kunst Hamburg“. Von 2001 bis 2006 organisierte sie AUFTAUCHEN, ein Festival der Freien Tanzszene. Von 2001 bis 2005 war sie erste Vorsitzende der Gesellschaft für Tanzforschung e. V. 2010 kuratierte sie die Ausstellung „Tanz im Hamburg der 1920er Jahre“ und inszenierte die Welturaufführung von Die zerbrochenen Spiegel (1926), eine Tanzpantomime von Klaus Mann. 2013 folgte die Kuratierung der Ausstellung Treffpunkt Tante Clara. Hamburgs Sphinx in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. 2014 entwickelte sie das Format der „KOÏNZI-Box“. In dieser Reihe entstand u. a. Sometimes madness is wisdom. 2016 kuratierte sie in Hamburg eine Ausstellung über das Leben des Tänzers Jean Weidt und schuf eine Neufassung von dessen Choreografie Die Zelle und verfasste eine Monografie über ihn. 2016 schuf sie – als eine Zusammenfassung ihrer bisherigen Tanz-Performances – O Tempora O Mores. Grand Défilé des Masques (UA Fabrik der Künste, Hamburg). 2019 kuratierte sie die Kulturwoche Valises et Passages, u. a. mit Beiträgen von Michael Diers, Jasmin Schaitl und Simon Wassermann, 2022 die Ausstellung Bücher sind eine bedrohte Art u. a. mit Beiträgen von Angela Breidbach, Tom Bunk, Wittwulf Y Malik, Hannes Möller, Pino Polimeno, Hajo Schiff, Simon Wassermann und VA Wölfl, 2023 organisierte sie, gemeinsam mit Eila Goldhahn und Brygida Ochaim die Tagung "Gardens of Culture". Visionen und experimentelle Projekte für eine Zukunft. Referenten waren u. a. Bazon Brock, Uma Das Gupta, Thomas B. Schumann, Franziska Aigner, Rui Horta und Catarina Garcia. 2024 organisierte sie die Ausstellung Gardens of Culture II. Can’t we learn? mit Beiträgen von Angela Breidbach/Nourit Melcer-Padon, Johannes Birringer, Horst-Hagen Rath, Günter Lierschof, Birgit Szepanski, Simon Waßermann und Stuart J Young. 2026 organisierte sie die performative Ausstellung Im Auge des Sturms, die Schwestern Falke, Doris Boeckmann und Ora Doelk.
Nele Lipp ist Mitglied im Vorstand des Deutschen Tanzfilminstituts Bremen.
Filme
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lipp, Nele |
| ALTERNATIVNAMEN | Müller, Cornelia Gabriele |
| KURZBESCHREIBUNG | interdisziplinäre Künstlerin, Kunst- und Tanzwissenschaftlerin und Autorin |
| GEBURTSDATUM | 14. Mai 1948 |
| GEBURTSORT | Hamburg |