| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Freiname | Neratinib | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
(2E)-N-[4-({3-Chlor-4-[(pyridin-2-yl)methoxy]phenyl}amino)-3-cyan-7-ethoxychinolin-6-yl]-4-(dimethylamino)but-2-enamid | |||||||||||||||||||||
| Summenformel | C30H29Cl1N6O3 | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | ||||||||||||||||||||||
| ATC-Code | ||||||||||||||||||||||
| Wirkstoffklasse | ||||||||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 557,04 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
Neratinib (ehemals HKI-272), (Handelsname: Nerlynx; Vertrieb: Pierre Fabre) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Tyrosinkinase-Inhibitoren, der zur Behandlung von Brustkrebs im Frühstadium nach einer Operation angewendet wird, um das Risiko eines erneuten Auftretens der Erkrankung (Rezidiv) zu senken. Neratinib wird nach einer Behandlung mit Trastuzumab (Herceptin; ein Arzneimittel für den gleichen Zweck) angewendet.
Im Juli 2017 hat die US-amerikanische Zulassungsbehörde (FDA) Neratinib zugelassen. Die Europäische Kommission erteilte die EU-Zulassung im August 2018.
Neratinib / Nerlynx ist geeignet (indiziert) für die erweiterte adjuvante Behandlung von erwachsenen Patienten mit Hormonrezeptor-positivem HER2-überexprimiertem/amplifiziertem Brustkrebs in einem frühen Stadium, die vor weniger als einem Jahr eine Trastuzumab-basierte adjuvante Therapie abgeschlossen haben.
Es dient nur zur Anwendung bei Brustkrebs, der hohe Spiegel eines Proteins produziert, das als HER2 bezeichnet wird und dabei hilft, dass sich Zellen teilen und wachsen (HER2-positiver Brustkrebs), und der außerdem Rezeptoren (Ziele) für die weiblichen Geschlechtshormone aufweist (Hormonrezeptor- positiver Brustkrebs).
Das Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit.
Die am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen mit beliebigem Schweregrad waren Durchfall (93,6 %), Übelkeit (42,5 %), Erschöpfung (27,3 %), Erbrechen (26,8 %), Bauchschmerzen (22,7 %), Ausschlag (15,4 %), Appetitlosigkeit (13,7 %), Schmerzen im Oberbauch (13,2 %), Stomatitis (11,2 %) und Muskelspasmen (10,0 %). Es kann sich dabei um schweren Durchfall handeln, der mit Austrocknung (Dehydratation) einhergeht. Durchfall tritt gewöhnlich früh während der ersten oder zweiten Woche der Behandlung mit Nerlynx auf und kann wiederholt auftreten.
Patienten sollten eine vorsorgliche Durchfallbehandlung (z. B. mit Loperamid) zusammen mit der ersten Nerlynx-Dosis zu Beginn und während der ersten 1–2 Monate der Nerlynx-Behandlung einnehmen, sodass eine Häufigkeit von 1–2 Stuhlgängen pro Tag erreicht wird. Die Behandlung von Durchfall erfordert die korrekte Anwendung eines Durchfallmedikaments, Ernährungsänderungen und eine angemessene Änderung der Nerlynx-Dosis. Die hohen Nebenwirkungsraten (Durchfall) sind u. a. auch darauf zurückzuführen, dass in der Zulassungsstudie ExteNET (s. u.) eine vorsorgliche Durchfallbehandlung nicht vorgeschrieben war.
Ältere Patienten (≥ 65 Jahre) haben ein erhöhtes Risiko von Niereninsuffizienz und Dehydratation, welche eine Komplikation von Durchfall sein können. Deswegen sollten diese Patienten sorgfältig überwacht werden. Patienten mit einer chronischen Erkrankung des Gastrointestinaltrakts und Durchfall als ein Hauptsymptom sollten sorgfältig überwacht werden.
Neratinib bindet an das Protein HER2 auf den Krebszellen und blockiert so seine Wirkung. Da HER2 dazu beiträgt, dass Zellen wachsen und sich teilen, hilft das Blockieren des Proteins, diese Zellen am Wachstum zu hindern, und beugt einem erneuten Auftreten des Krebses vor.
Die Resorption nach der oralen Verabreichung von 240 mg war langsam und die Peak-Plasmakonzentrationen von Neratinib traten etwa 7 Stunden nach der Verabreichung auf.