Neximyia picta

Neximyia picta
Systematik
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Familie: Raupenfliegen (Tachinidae)
Unterfamilie: Tachininae
Tribus: Ernestiini
Gattung: Neximyia
Art: Neximyia picta
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Neximyia
Crosskey, 1967
Wissenschaftlicher Name der Art
Neximyia picta
(Brauer & Bergenstamm, 1893)

Neximyia picta ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1893 von den Österreichern Friedrich Moritz Brauer und Julius von Bergenstamm als Neophasia picta erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Neophasia als Typusart zugewiesen. Das lateinische Art-Epitheton picta bedeutet „verziert“, „farbig gestaltet“.

Taxonomie

Der Gattungsname Neophasia war jedoch durch Neophasia Behr, 1869 vorbelegt. Charles Henry Tyler Townsend wählte 1908 als Ersatzname (nomen novum) Euphasia. Euphasia war jedoch durch Euphasia Stevens, 1830 vorbelegt. Schließlich führte Roger Ward Crosskey 1967 als neuen Ersatznamen den Gattungsnamen Neximyia ein.

Neximyia ist monotypisch, das heißt, die Gattung besteht aus nur einer einzigen Art. Neximyia wird der Tribus Ernestiini innerhalb der Unterfamilie Tachininae zugeordnet.

Merkmale

Es handelt sich um etwa 7 mm lange beborstete Fliegen. Im Folgenden eine Beschreibung nach Brauer und Bergenstamm (1893) auf Grundlage des Holotyps, ein Weibchen. Der Körper ist bunt, der Kopf goldgelb, an den Wangen und in der Mitte der breiten sehr schwach gekielten Gesichtsgrube silberschimmernd. Die Taster sind gelb. Der Rüssel (Proboscis) ist braun, die Labella sind heller. Die Scheitelborsten sind mäßig lang und rückgebogen. Die Stirnborsten sind kurz und reichen nur bis zur Fühlerwurzel. Die Genae (Wangen) sind sehr kurzhaarig, die Haare so wie an den Wangen schwarz. Die Wangen sind unten geradrandig, über die Hälfte der Augenhöhe breit, der Hinterkopf unten dick. Der Rückenschild ist schwarz, vor der Quernaht mit 3 hellen Längsstriemen, die mittlere schmal, linear weißlich silberschimmernd, die seitlichen sehr breit, gold- oder messinggelb, die große Schulterschwiele mit einschließend. Die Brustseiten sind schwärzlich, mit hellem, fleckenartig schimmernden Silberglanz, der sich auch auf die Coxae (Hüften) erstreckt. Die Beine sind hellgelb, die Tarsen sind bräunlich, dunkler. Die vorderen Tibien sind im Verlaufe nur kurz beborstet, die mittleren und hinteren Tibien innen und außen mit ungleichen Borsten, alle Börstchen und Haare schwärzlich. Die Klauen und Pulvillen sind bei den Weibchen kurz. Das Scutellum (Schildchen) ist hellgelb, der Hinterrücken schwarz. Die Calyptrae (Schüppchen) sind groß und weiß. Die Halteren sind gelb. Die Scutellarborsten sind nicht gekreuzt, 4 am Hinterrande, divergent, einige unregelmäßige auf der Fläche. Die Dorsozentralborsten sind kurz, nur am Hinterrande des Rückenschildes seitlich längere Borsten. Der Hinterleib sind orangegelb mit breiter schwarzer, mittlerer Querbinde, die die hintere Hälfte des 2. und den ganzen 3. Tergit (Ring) einnimmt, einem schwarzen Mittelfleck am 1. und drei schwarzen Punkten am Hinterrande des 4. Tergits, von denen der mittlere mit einer sagittalen Längsstrieme die Figur des Ausrufungszeichens annimmt. Die Flügel sind hyalin mit schiefer, gezackter, schwärzlicher Querbinde, am Grunde vor dieser Querbinde gelblich, mit gelben Flügeladern, hinter dieser Binde ungefärbt mit schwarzen Adern. Die Binde lässt den Hinterrand frei, beginnt hinter der 5. Längsader außerhalb der Analzelle und reicht bis zur hinteren Querader, deren Verlauf nach vorne sie nahezu einhält, reicht dann bis in die Mitte der 1. Hinterrandzelle und erweitert sich dann plötzlich, indem sie hinter der 3. Längsader bis zur Flügelspitze, von dem Ende der 1. Längsader an, den ganzen Vorderrand einnimmt. Die innere Begrenzung geht quer und fast gerade vom Vorderrand (1. Längsader) über die kleine Querader zur 5. Längsader, so dass jene die innere Grenze bildet. Der Randdorn fehlt. Der Hinterleib ist etwas breiter als der Thorax. Der Scheitel ist etwas schmäler als der mittlere Querdurchmesser des Auges. Die Orbitalborsten sind kurz, aber ziemlich stark und deutlich. Die Ocellarborsten sind unbestimmt, da der ganze Höcker kurz beborstet erscheint. Die Ventralseite des Hinterleibs ist gelb.

Verbreitung

Neximyia picta kommt in Australien vor mit Nachweisen aus New South Wales und Western Australia.

Lebensweise

Neximyia picta ist ein Endoparasitoid. Wirte sind offenbar noch nicht bekannt.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 7 James E. O’Hara, Shannon J. Henderson, D. Monty Wood: Preliminary Checklist of the Tachinidae (Diptera) of the World – Version 2.1. (PDF; 10,4 MB) 2020, abgerufen am 20. September 2026 (englisch).
  2. 1 2 Friedrich Moritz Brauer, Julius, Edler von Bergenstamm: Die Zweiflügler des kaiserlichen Museums zu Wien. VI. Vorarbeiten zu einer Monographie der Muscaria Schizometopa (Exklusive Anthomyidaee). Pars III. (PDF; 12,6 MB) In: Denkschriften der Akademie der Wissenschaften.Math.Natw.Kl. Frueher: Denkschr.der Kaiserlichen Akad. der Wissenschaften. Fortgesetzt: Denkschr.oest.Akad.Wiss.Mathem.Naturw.Klasse. – 60. 1893, S. 89–240, abgerufen am 20. September 2026 (auf Seiten 210f.).