| Nexiqa | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Entwickler | Next Level – Wissen neu gedacht |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Aktuelle Version | 3.0.17 (Gen3) (27. Oktober 2026) |
| Betriebssystem | iOS, Android, Webbrowser |
| Kategorie | KI-Chatbot |
| Lizenz | proprietär |
| deutschsprachig | ja |
| nexiqa.com | |
Nexiqa (Eigenschreibweise NEXIQA) ist ein KI-gestützter Chatbot des Unternehmens Next Level – Wissen neu gedacht. Der Dienst wurde Anfang 2025 veröffentlicht und ist als App für iOS und Android sowie als Webanwendung verfügbar.
Nexiqa bietet thematische Chatbereiche unter anderem zu Gesundheit, Ernährung, Virologie, Biowissenschaften und Recht. Darüber hinaus umfasst das Angebot Funktionen zur Analyse hochgeladener Dateien sowie Community-Funktionen für den Austausch zwischen Nutzern.
Nexiqa wurde am 1. Januar 2025 veröffentlicht. Am 24. Oktober 2025 stellte der Anbieter die zweite Generation der Anwendung (Gen2) vor. Am 1. September 2026 folgte die dritte Generation (Gen3) mit der Versionsnummer 3.0.0. Nach Angaben des Betreibers umfasst diese unter anderem eine überarbeitete technische Grundlage und erweiterte Community-Funktionen.
Die dritte Generation von Nexiqa (Gen3) umfasst mehrere Chatbereiche, darunter „Ernährung & Gesundheit“, „Virologie, Genetik & Biomedizin“, „Studienanalyse“, „5BN nach Dr. Hamer“ und „Psychologie & Persönlichkeit“.

Nach Angaben des Gen3-Handbuchs ist jeder Themenbereich ein eigener Chat mit eigener Wissensdatenbank. Im April 2026 erklärte der Betreiber gegenüber dem Bayerischen Rundfunk, Nexiqa arbeite je nach Themenbereich mit „themenspezifisch kuratierten Wissensgrundlagen“. Dazu zählten nach Angaben des Unternehmens eigene Auswertungen, redaktionell erarbeitete Inhalte und methodenkritische Analysen.
Neben den thematischen Chatbereichen bietet die Benutzeroberfläche eine separate Kachel mit der Bezeichnung „GPT, Gemini, Claude & mehr“. Über diese können Nutzer auf externe Sprachmodelle von Anbietern wie OpenAI, Google und Anthropic zugreifen.
Im Dezember 2025 erwähnte Der Standard Nexiqa in einem Beitrag über die politische Überzeugungskraft von Chatbots. Dabei führte der Artikel eine Antwort des Dienstes zur Existenz krankmachender Viren als Beispiel für problematische Antworten von KI-Chatbots an.
Der Molekularbiologe Martin Moder sowie der Internist und Gastroenterologe Janos Hegedüs veröffentlichten im Januar 2026 Videos über die Plattform Next Level und deren Chatbot Nexiqa. Hegedüs thematisierte unter anderem die Wissensgrundlage des Chatbots. Moder dokumentierte Antworten, in denen Nexiqa die Existenz von HIV bestritt und von einer Chemotherapie bei einem Hodgkin-Lymphom abriet. Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) berichtete über beide Videos und ging auf die medizinischen Aussagen des Chatbots ein.
Am 30. April 2026 veröffentlichte BR24 im Faktencheck-Format #Faktenfuchs eine Recherche über Nexiqa. Die Redaktion untersuchte die damals aktuelle Version Gen2 und befragte dazu unter anderem Wissenschaftler aus den Bereichen künstliche Intelligenz, Virologie und Medizin. Nach Darstellung des Bayerischen Rundfunks stellte Nexiqa in den untersuchten Antworten die wissenschaftliche Nachweisbarkeit krankmachender Viren und die Wirksamkeit von Impfungen infrage. Außerdem gab der Chatbot Empfehlungen zu einer nahezu ausschließlich auf tierischen Produkten beruhenden Ernährung und stellte seelische Konflikte als mögliche Ursache von Krankheiten dar. Der BR bewertete diese Antworten als medizinische Falschinformationen beziehungsweise als potenziell gesundheitsschädlich.
Die im Bericht befragten Fachleute erörterten, inwiefern thematisch kuratierte Wissensgrundlagen und technische Anweisungen die Antworten eines Sprachmodells beeinflussen können. Der Betreiber erklärte gegenüber dem BR, Nexiqa werde nicht darauf ausgerichtet, Falschinformationen zu erzeugen. Er verwies außerdem darauf, dass der Chatbot keine ärztliche Beratung oder qualifizierte medizinische Behandlung ersetze.
Im Oktober 2026 wurde Nexiqa als einer von drei Finalisten für den satirischen Negativpreis „Das Goldene Brett vorm Kopf“ 2026 nominiert. Die Jury kritisierte unter anderem Aussagen des Chatbots zur Existenz krankmachender Viren und zur DNA-Doppelhelix sowie dessen Gesundheitsempfehlungen.