| Ngadda Gombole (Oberlauf, bis zum Sambisa-Sümpfe) | ||
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Satellitenaufnahme des Verlaufs des Ngadda durch den Alau See (Süden), die Stadt Maiduguri (Westen) und dem Jere-Bowl Feuchtgebiet (Norden) | ||
| Daten | ||
| Lage | Bundesstaat Borno | |
| Flusssystem | Ngadda | |
| Ursprung | Nordwestflanke des Mandara-Gebirges | |
| Versickerung und Verdunstung | Tschadsee, östlich von MongunoKoordinaten: 12° 40′ 0″ N, 13° 50′ 0″ O 12° 40′ 0″ N, 13° 50′ 0″ O
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| Einzugsgebiet | 14.400 km² | |
| Abfluss am Pegel Maiduguri AEo: 2600 km² |
MNQ 1955–1958, 1963–1965 MQ 1955–1958, 1963–1965 Mq 1955–1958, 1963–1965 MHQ 1955–1958, 1963–1965 |
0 l/s 10 m³/s 3,8 l/(s km²) 47 m³/s |
| Durchflossene Stauseen | Alau-Stausee | |
| Großstädte | Maiduguri | |
Der Tschadsse mit dem Ngadda (Mitte) | ||
Ngadda in Maiduguri | ||
Er ist ein am Oberlauf permanent und am Unterlauf ein saisonal fließender Fluss. Seine Quellen liegen an der Nordwestflanke des Mandara-Gebirges und er fließt in nordöstlicher Richtung dem Tschadsee entgegen, den er jedoch seit den 1980er Jahren nicht mehr erreicht. Die Größe seines Wassereinzugsgebiets beträgt ca. 14.400 km², im Osten des Bundesstaates Borno.
An seinem Oberlauf durchfließt er die ca. 130 km² großen Sambisa-Sümpfe, ca. 50 km südöstlich von Maiduguri. In diesem Sumpfgebiet ist sein Flusslauf nicht definiert. Hier erhält er mit jährlich ca. 127 Mio. m³ den ebenfalls die Sümpfe querenden Fluss Yedseram. Auf dieses Wasseraustauschphänomen geht sein Name zurück, der aus der Sprache des Volkes der Kanuri stammt. Nach Verlassen der Sambissa-Sümpfe wird der Ngadda am Alau-Stausee aufgestaut, dieser wurde 1987 errichtet und erreichte erstmals 1992 sein maximales Stauvolumen von 345 Millionen m³. Nach verlassen des Stausees fließt er durch die nigerianische Großstadt Maiduguri und bewässert die Jere-Bowl Feuchtgebiete in der Flutsaison, wo etwa die Hälfte seines Wassers verdunstet. Er fließt entlang des Bama Beach Ridges, bevor er östlich von Monguno am ehemaligen Seeufers des Normalen Tschadsees ein Flussdelta ausbildet und die Tschadsee-Feuchtgebiete bewässert bzw. versickert.
Die Abflussmenge des Ngadda wurde am Pegel Maiduguri in m³/s gemessen.
| Der monatliche mittlere Abfluss (MQ) des Ngadda am Pegel Maiduguri in m³/s (1955–1965) |
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50 40 30 20 0 10 0 Jan. 0 Feb. 0 März 0 Apr. 0 Mai 0 Juni 1 Juli 22 Aug. 47 Sep. 36 Okt. 14 Nov. 4 Dez. |
| Durchgehende Linie: Mittlerer Jahresabfluss (MQ) 10 m³/s |
Der Fluss leidet unter dem Müll der Stadt Maiduguri. Analysen von Bodenproben ergaben stark erhöhte Schwermetallkonzentrationen.
Es wurden Überlegungen angestellt, Wasser aus dem Hawal in den Ngadda zu leiten. Dieses sogenannte „Hawal Transfer Scheme“ sollen mit jährlich 300 Millionen m³ über einen 80 km langen Kanal den Wassermangel im Einzugsgebiet des Tschadsees helfen auszugleichen.