Nicolas Koeckebacker

Koeckebacker auf einem Tafelbild von Jacob Willemsz. Delff dem Jüngeren (1619–1661) aus dem Jahr 1641. Das Portrait bildet mit dem Porträt seiner Ehefrau (unten) eine gemeinsame Komposition.

Nicolas Leendertsz. Koeckebacker (* 6. März 1597, wohl in Brielle; † 2. Juli 1671 in Delft) war ein niederländischer Kaufmann, der vom 6. September 1633 bis zum 3. Februar 1639 – mit einer kurzen Unterbrechung im Jahr 1636, in welche auch das Ende der sogenannten Nuyts-Affäre (1628–1636) fiel – als Direktor der niederländischen Handelsniederlassung im japanischen Hirado wirkte. Während seiner Amtszeit ereignete sich der Aufstand der Bauern und Christen von Shimabara und Amakusa, der von Dezember 1637 bis April 1638 andauerte. Koeckebackers akribisch geführtes Tagesregister, sein ausführlicher Jahresbericht sowie seine Korrespondenz aus dieser Zeit zählen heute zu den zentralen europäischen Quellen zur Erforschung dieser Rebellion. Die Erhebung, an deren Niederschlagung auch die Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC) beteiligt war, trug maßgeblich zur weitgehenden Abschließung Japans gegenüber dem Westen bei und führte letztlich zur Ausweisung der Portugiesen. Nach seiner Rückkehr in die Niederlande 1640 wurde Koeckebacker Schöffe in Delft.

Leben

Herkunft und frühes Wirken

Nicolas Leendertsz. Koeckebacker wurde am 6. März 1597 als Sohn des aus Brielle stammenden Tuchhändlers Lenaert Claesz. Koeckebacker und dessen zweiter Frau Clasina Dirksdr. van Ruyven geboren; am 7. April wurde er in der Katharinenkirche zu Brielle auf den Namen Claes Leendertsz. getauft. Die angesehene Familie – sein Großvater väterlicherseits, Nicolas Jansz. Koeckebacker, war als Bürgermeister von Brielle den anrückenden Geusen Anfang April 1572 entgegengetreten – zog bald nach seiner Geburt von Brielle nach Delft.

Über Koeckebackers frühe Jahre und seinen Werdegang vor 1633 ist wenig bekannt: Ab April 1627 war er Sekretär des Justizrates in Batavia, 1628 wurde er Oberkaufmann von Formosa (Taiwan) und ab November 1629 Mitglied von dessen Politischem Rat. 1630 geriet er in Gefangenschaft des chinesischen Piratenführers Tautsailak, aus der er am 30. November desselben Jahres wieder freikam. Am 21. Mai 1633 wurde er zum Leiter (Opperhoofd) der niederländischen Handelshäuser in Japan ernannt.

Als Leiter der Faktorei in Hirado

Topographische Karte der Bucht von Hirado aus dem Jahr 1621; rechts an der Küstenlinie ist die Handelsniederlassung der VOC mit der rot-weiß-blauen Flagge der Niederlande gekennzeichnet.

Wirken in Japan bis zum Ausbruch der Rebellion von Shimabara-Amakusa

Im September 1633 übernahm Koeckebacker die Verwaltung der Faktorei in Hirado. Noch im selben Jahr brach er zur Hofreis nach Edo auf, musste jedoch wegen einer Erkrankung des Shoguns abreisen, ohne dass er sein Anliegen hatte vortragen können. Entgegen der ausdrücklichen Weisung seiner Vorgesetzten, sexuellen Umgang mit japanischen Frauen zu meiden, zeugte er in Hirado mehrere Töchter mit verschiedenen Konkubinen: Sophia Koeckebacker ehelichte im Februar 1658 in Formosa den Haarlemer Prediger Johannes de Leonardus, der 1661 bei der Eroberung der Insel durch Koxinga ums Leben kam; Cornelia Koeckebacker, ebenfalls in Hirado geboren, ehelichte im November desselben Jahres, in dem auch ihre Schwester geheiratet hatte, in Batavia den Fiskal und Schultheiß Leonard de Leonardus aus Kampen. Eine weitere Tochter, Susanna Koeckebacker, ging eine Ehe mit Nicolaes Schemon ein, dem Haupt der japanischen Gemeinde in Batavia. Unter Koeckebackers Leitung wuchs der zuvor in Stillstand begriffene Japanhandel erheblich und erreichte 1637 rund 70 Prozent des VOC-Umsatzes. Im Februar 1636 reiste er an Bord der Rarop nach Batavia, um den Generalgouverneur über die Lage in Japan zu unterrichten; währenddessen übernahm François Caron die Leitung der Handelshäuser, der seinerseits eine Woche später zur Hofreis nach Edo aufbrach, während Jan van Elserack die in Hirado gelagerten Waren verwaltete.

Carons Verhandlungen mit dem Shogun verliefen erfreulich, von der Freilassung Pieter Nuyts’ und der gelockerten Einschiffungsbeschränkung erfuhr er allerdings erst nach seiner Rückkehr nach Hirado. Am 29. Juli 1636 besichtigte er zudem – ahnungslos um deren künftige Bedeutung – die noch im Bau befindliche, damals noch als gefängnisähnliche Handelsniederlassung für die Portugiesen konzipierte Insel Dejima in der Bucht von Nagasaki. Koeckebacker selbst, am 2. Juni 1636 aus Batavia abgereist, erreichte Hirado am 28. August und übernahm dort erneut seine frühere Position.

Handeln während der Rebellion

Am 17. Dezember 1637 erreichte Koeckebacker die Kunde vom Aufstand der Bauern in der Region Arima (Shimabara), der seinen Quellen zufolge vor allem in der Verarmung durch die drückende Steuerpolitik des Herrn von Arima sowie in religiöser Unterdrückung wurzelte. Auf anfängliche Erfolge und das Übergreifen des Aufstands auf Amakusa folgte eine schwere Niederlage, woraufhin sich die Aufständischen in die verlassene Festung Hara zurückzogen, von wo aus sie im Frühjahr erneut in die Offensive gehen wollten – wozu es jedoch nicht mehr kommen sollte. Das bakufu zog unter der Führung Itakura Shigemasas eine gewaltige Streitmacht gegen die etwa 30.000 bis 37.000 Rebellen – darunter Frauen und Kinder – zusammen, die nach einer Schätzung Geoffrey C. Gunns bis zum Ende der Belagerung auf rund 200.000 Mann anwuchs. Die von den Aufständischen erhoffte portugiesische Unterstützung sollte ausbleiben, ebenso eine Ausbreitung des Aufstands auf ganz Nippon.

Angesichts jüngster Verhandlungen über einen japanischen Manila-Feldzug mit niederländischer Unterstützung und der akuten Bedrohung des Tokugawa-Regimes bot Koeckebacker seine Hilfe bei der Niederschlagung der Rebellion an. Dies erfolgte in einem Schreiben vom 17. Januar an Itakura, in dem er auch seine unbedingte Loyalität gegenüber dem bakufu hervorhob. Als der bugyō von Nagasaki zehn Tage später eine beträchtliche Menge Schießpulver anforderte, lagen vor Hirado jedoch nur noch die Ryp und die Petten vor Anker, da Koeckebacker zuvor hastig warenbeladene Schiffe entsandt hatte, um die niederländischen Handelsinteressen zu sichern. Zudem ließ er, gegen den ausdrücklichen Willen der japanischen Behörden, die Ladung der Ryp auf die Petten umschichten und auch diese auslaufbereit machen.

Die Entscheidung Koeckebackers, das Tokugawa-Regime aktiv im Kampf gegen die aufständischen Bauern und Christen zu unterstützen, stellte eine freiwillige, zugleich jedoch strategisch motivierte Handlung dar. Angesichts früherer weitreichender Zusagen der Niederländer – darunter militärischer Beistand gegen die Spanier auf Manila – hätte Zurückhaltung leicht als Zeichen mangelnde Loyalität ausgelegt werden können. Dieser Entschluss könnte den Niederländern zumindest zeitweise den formalen Status eines Samurai eingebracht haben, wenngleich weder das Shogunat noch die niederländische Seite an der dauerhaften Aufrechterhaltung dieses Ranges gelegen war. Am 5. Februar 1638 bot Koeckebacker dem bugyō von Nagasaki erneut seine Unterstützung an, indem er nun auch die Bereitstellung von Kanonen und Geschossen vorschlug. Fünf Tage später erging der Befehl, Schießpulver sowie fünf Kanonen nach Shimabara zu entsenden.

Als Koeckebacker am 19. Februar vor der Burg eintraf, fand er das Belagerungsheer in einem desolaten Zustand vor. Die Rebellen hatten sich bislang tapfer gehalten und nur geringe Verluste erlitten, während die Angreifer unter Itakura Shigemasa hohe Verluste zu beklagen hatten, darunter Itakura selbst, der bei einem Sturmangriff gefallen war. Man empfing die Niederländer herzlich und integrierte sie sogleich nahtlos in die Belagerung: Man brachte fünf Kanonen von Schiff an Land und errichteten eine Batterie, um die Festung von Land- und Wasserseite unter Feuer nehmen zu können. In den folgenden Wochen belegten die Niederländer die Burg mit einem unablässigen Artilleriebeschuss. Der militärische Ertrag blieb, mangels belagerungstauglicher Mörser, gering – dennoch zeigten sich die japanischen Beamten überaus zufrieden. Ivan Morris vermutet, Koeckebacker habe die Wirkung des Bombardements bewusst heruntergespielt, um seine Rolle im Kampf gegen Christen zu verschleiern – dagegen spricht allerdings, dass er den christlichen Charakter des Aufstands in seinen Berichten selbst nachdrücklich betonte.

Rückbeorderung und nachfolgende Ereignisse

Nach zwei Wochen wurden die Niederländer überraschend entlassen und nach Hirado zurückbeordert – offiziell, weil die inzwischen nah an die Mauern vorgerückte Belagerungsarmee durch weiteren Beschuss gefährdet worden wäre; die Niederländer sahen den Grund stattdessen in einem Brief der Belagerten, der das Herbeirufen der Fremdmächte als Beweis für die Schwäche des bakufu deutete, sowie in der Sorge mancher Generäle, von niederländischen Erfolgen überstrahlt zu werden. Genau einen Monat später stürmten die Belagerer in völliger Unordnung, unter hohen Verlusten und sich gegenseitig tötend, den äußeren Wall und machten die Rebellen nach tagelangen erbitterten Kämpfen im Inneren der Burg vollständig nieder. Die enthaupteten Schädel der Rebellen, darunter die vieler junger Adliger, wurden vor der Burg aufgereiht; die Häupter ihrer Anführer stellte man in Nagasaki auf Spießen zur Schau. Die Festung wurde dem Erdboden gleichgemacht, die Ländereien des Herrn von Amakusa eingezogen und der als Hauptverantwortlicher geltende Herr von Arima auf Befehl des Shoguns hingerichtet. Für die japanische Christenheit markierte das Scheitern der Rebellion den Beginn einer noch intensiveren Verfolgung durch die Organe des Staates.

Koeckebacker will später erfahren haben, dass die Waffenforderung des bakufu in Wahrheit eine Loyalitätsprüfung gewesen sei, die zeigen sollte, ob die Niederländer bereit wären, sich den antichristlichen Maßnahmen des Shogun zu beugen und die Waffen gegen die eigenen Glaubensbrüder zu richten – ihre Unterstützung hätte ihm dann als Loyalitätsbeweis gegolten. Adam Clulow beurteilt dies als unwahrscheinlich: Es sei letztlich kaum vorstellbar, dass das Regime inmitten eines Krieges eigens innegehalten hätte, um die Loyalität einer unbedeutenden fremden Macht zu prüfen – zumal Koeckebacker die Information selbst nur vom Hörensagen kannte. Der wahre, den Niederländern verborgene und in der europäischen Historiographie kaum beachtete Zweck ihrer Herbeirufung bestand nach japanischen Quellen vielmehr darin, vermeintliche Fraktionen unter den Rebellen gegeneinander auszuspielen und so deren Geschlossenheit und Kampfmoral zu untergraben. Die Belagerer gingen davon aus, dass die christlichen Rebellen ihre heidnischen Mitkämpfer mit dem Versprechen baldiger Hilfe durch die Fremdmächte getäuscht und an ihre Sache gebunden hatten. Indem nun auch die Fremdmächte die Rebellen bekämpften, hofften die Belagerer, einen Konflikt innerhalb der Burg auszulösen.

Rückkehr in die Niederlande

Maria Hogenhoucx, von Jacob Willemsz. Delff dem Jüngeren (1619–1661), 1641. Das Bild bildet mit dem ihres Ehemanns eine gemeinsame Komposition; beide sind offenbar im Zusammenhang der Eheschließung entstanden.

Am 10. Juli 1638 wurde Koeckebacker nach Batavia abberufen. Am 3. Februar 1639 übergab er die Leitung der Faktorei an François Caron, welcher diese bis zum 13. Februar 1641 leiten sollte; in dessen Zeit fiel auch die Umsiedlung der Niederländer nach Dejima. Am 13. April 1639 wurde Koeckebacker in den Justizrat von Batavia aufgenommen und im September desselben Jahres zum Kommandeur über die Ostindienflotte ernannt. Mit dieser Flotte kehrte er im Sommer 1640 nach gescheiterten Verhandlungen über ein Militärbündnis mit lokalen Herrschern in Südvietnam wohlhabend nach Holland zurück. Nach seiner Rückkehr wurde Koeckebacker vom Leitungsgremium der Kompanie für seine Verdienste in Asien mit 1.200 Gulden für eine goldene Ehrenkette ausgezeichnet. Er ließ sich in Delft nieder und gehörte von 1642 bis 1667 dem Vierzigerrat der Stadt an; zwischen 1643 und 1647 sowie 1652 übte er das Amt eines Schöffen aus, 1658 und 1659 wirkte er als Waisenmeister (Weesmeester) der Stadt, und 1654 war er zudem Ratsherr im Rat der Admiralität an der Maas.

Koeckebacker heiratete am Sonntag, dem 30. Juni 1641, Maria Abrahams Hogenhouck (1610–1668), die Tochter von Abraham Maertens Hogenhouck und Clara Pieters van der Burch. Aus der Verbindung gingen zahlreiche Kinder hervor. Sein beträchtliches, durch den Indienhandel erwirtschaftetes Vermögen investierte er unter anderem in den Erwerb von Land in der Region um Veenhuizen (Provinz Drenthe), das er für den Torfabbau nutzbar machen wollte – ein Vorhaben, das jedoch an erheblichem lokalem Widerstand scheiterte. Im September 1644 vertrat Koeckebacker den abwesenden François Caron bei dessen Eheschließung mit der achtzehnjährigen Constantia Boudaen; aus dieser Ehe gingen insgesamt sieben Kinder hervor, drei Söhne und vier Töchter. Koeckebacker verstarb am 2. Juli 1671 in Delft und wurde drei Tage später in der Oude Kerk beigesetzt.

Wertung seiner Rolle in der Niederwerfung der Rebellen von Shimabara-Amakusa

Bald nach der Niederschlagung der Rebellion erhoben sich im katholischen wie protestantischen Ausland kritische Stimmen gegen die VOC: Den Niederländern, teils auch Koeckebacker persönlich, wurde vorgeworfen, mit ihrer Unterstützung der japanischen Regierung bei der Belagerung der Burg Hara die christliche Sache preisgegeben zu haben; Vergleiche zum Verrat an den Protestanten in La Rochelle wurden laut, und man unterstellte den Holländern Profitgier. Die Niederländer verteidigten sich mit der Behauptung, die VOC habe keinen Krieg gegen Katholiken, sondern lediglich gegen die Rebellen von Arima geführt, beziehungsweise Koeckebacker habe seine „Glaubensbrüder“ nur widerwillig und unter Androhung der Todesstrafe beschossen.

Die Forschung des 19. und 20. Jahrhunderts folgte diesen Deutungsmustern weitgehend und stellte Koeckebacker entweder als „Pilatus“ oder als Opfer der Umstände dar; Geerts etwa sah die Herausgabe von dessen Briefen als Korrektiv zur Falschdarstellung „oberflächlicher Autoren“ da diese belegten, dass es keinen Grund gebe, Koeckebackers Handlungen zu tadeln.

Für die Behauptung Engelbert Kaempfers (1651–1716), wonach die bereitwillig geleistete Hilfe der Kompanie bei der Vernichtung der Christen von Shimabara den Ruf der Niederländer bei Hofe wie im ganzen Lande auf immer zunichtegemacht habe – hätten doch die Hofleute geurteilt, „es könten die leüte kein gutes, und gegen einen frembden Keiser aufrichtig und getreües hertz haben, die zu Vertilgung derer, sich so fertig gebrauchen liessen mit welchen sie im grunde des Glaubens [...] über ein kähmen, und durch selbe pforte den weg Christi folgten“ –, findet sich indessen kein Hinweis.

Quellen

Literatur

Anmerkungen

  1. ↑ Bde. 1–3 der Reihe Tōkyō Daigaku Shiryō Hensanjo (Hrsg.): Dagregisters Gehouden Bij de Opperhoofden Van Het Nederlandsche Factorij in Japan, 1633–1653, 13 Bde., Tokio 1974–2019.
  2. ↑ Zu finden in: Willem Philippus Coolhaas (Hrsg.): Generale missiven van Gouverneurs-Generaal en Radenaan heren XVII der Verenigde Oostindische Compagnie, Bd. I, 1610–1638. Den Jahresbrief und andere Briefe sandten der Generalgouverneur und die Ausschüsse der Kompanie, um dem 17-köpfigen Vorstand der VOC, den Heeren XVII, einen Bericht über die Überseeaktivitäten der Kompanie zu liefern.
  3. ↑ Einige zentrale Dokumente sind abgedruckt in: Anton Johannes Cornelius Geerts (Hrsg.): The Arima Rebellion and the Conduct of Koeckebacker. In: Transaction of the Asiatic Society of Japan 11 (1883), S. 51–109. Ein größerer Teil seiner Korrespondenz aus der Zeit seines Wirkens für die VOC in Asien ist unveröffentlicht und lagert größtenteils im Nationaal Archief in Den Haag; für einen Überblick über die Archivalien siehe diese Tabelle.
  4. ↑ Louis Gerard Nicolaas Bouricius: Kwartierstaten van Delftsche Vroedschappen verzameld door Mr. W. van der Lely. In: De Nederlandsche Leeuw 33 (1915), Sp. 220ff., hier: Nr. 141, Sp. 223–24.
  5. ↑ Nationaal Archief Den Haag, Nederlands Gereformeerde Gemeente, Brielle 13, Trouwen (1591–1608), fol. 25 [verschollenes Original]; Granite Mountain Record Vault, Netherlands, Zuid-Holland, Church Records, 1367–1916, IF117395/5845318 [Mikrofilmaufnahme durch die Genealogical Society of Utah, 1949].
  6. ↑ Eintrag vom 7. April 1597, in: Regionalarchiv Voorne-Putten, DTB 135/111, Registers van dopen in de Grote of Catharijnekerk en de Kleine of Jacobskerk (Januar 1593 – September 1600), fol. 54 (Digitalisat).
  7. ↑ Abraham Jacob van der Aa u. a. (Hrsg.): Kouckebakker (Nicolaes Janse). In: Biographisch woordenboek der Nederlanden, Bd. 10, Haarlem 1862, S. 372.
  8. ↑ Wijnaendts van Resandt: Gezaghebbers, 1944, S. 138.
  9. ↑ Zu diesem vgl. insbes. Tonio Andrade: The Company’s Chinese Pirates. How the Dutch East India Company Tried to Lead a Coalition of Pirates to War against China, 1621-1662. In: Journal of World History 15/4 (2005), S. 415–44, hier: S. 433–36.
  10. ↑ Coolhaas: Generale missiven I, 1960, S. 374, Anm. 2.
  11. ↑ Wijnaendts van Resandt: Gezaghebbers, 1944, S. 138.
  12. ↑ Einträge vom 19. November sowie vom 18. und 19. Dezember 1633, in: Shiryō Hensanjo: Dagregisters I, 1974, S. 49f., 56–59.
  13. ↑ Léonard Blussé: Bitter Bonds. A Colonial Divorce Drama of the Seventeenth Century, übers. v. Diana Webb, Princeton, NJ 2002, S. 36; Charlotte G. van Wamelen: Family Life onder de VOC. Een Handelscompagnie in Huwelijks- en Gezinszaken, Hilversum 2014, S. 447.
  14. ↑ Johannes de Leonardus war Witwer von Clara Mauriqs aus Oud-Beijerland; Wijnaendts van Resandt: Gezaghebbers, 1944, S. 138.
  15. ↑ Wijnaendts van Resandt: Gezaghebbers, 1944, S. 138.
  16. ↑ Sie war Taufpatin von Cornelis Knoll, Sohn von Pieter Knoll; Léonard Blussé: Bitter Bonds. A Colonial Divorce Drama of the Seventeenth Century, übers. v. Diana Webb, Princeton, NJ 2002, S. 41. Wijnaendts van Resandt: Gezaghebbers, 1944; ist diese Tochter nicht bekannt.
  17. ↑ Yōko Matzui: Japanese-Dutch Relations in the Tokugawa Period. In: Transactions of the Japan Academy, Sonderausg., 72 (2018), S. 139–54, hier: S. 141.
  18. ↑ Vgl. den Eintrag vom 15. Februar 1635; Shiryō Hensanjo: Dagregisters II, 1974, S. 9f.; Philippus Coolhaas: Een Indisch verslag uit 1631, van de hand van Antonio van Diemen. In: Bijdragen en Mededelingen van het Historisch Genootschap 65 (1947 ), S. 1–237, hier: S. 41, Anm. 1.
  19. ↑ Eintrag vom 24. Februar 1635; Shiryō Hensanjo: Dagregisters II, 1974, S. 10f.
  20. ↑ Die Nuyts-Affäre war ein diplomatischer Konflikt zwischen der VOC und Japan, der seinen Ursprung in der Festsetzung japanischer Schiffe in Formosa 1628 durch Gouverneur Pieter Nuyts hatte – eine Vergeltungsmaßnahme für eine vermeintliche Demütigung, die er im Jahr zuvor am japanischen Hof erfahren hatte. Als die Nachricht von Nuyts’ Vorgehen Japan erreichte, löste sie dort einen Sturm der Entrüstung aus. Als Genugtuung für die Beleidigung des Shoguns beschlagnahmten die Japaner niederländische Schiffe, setzten den Handel mit der VOC aus und forderten die Zerstörung von Fort Zeelandia auf Formosa. Um den Konflikt zu entschärfen, opferten die Niederländer Nuyts und lieferten ihn an Japan aus, wo er 1632–1636 unter Hausarrest stand. Nach seiner Freilassung wurde ihm 1637 in Batavia der Prozess gemacht; unehrenhaft aus der VOC entlassen und mit hoher Geldstrafe belegt, kehrte er noch im selben Jahr in die Niederlande zurück; Leonard Blussé: Bull in a China Shop – Pieter Nuyts in China and Japan (1627–1636). In: Around and About Dutch Formosa. Essays in Honor of Professor Ts’ao Yung-ho, hrsg. v. dems., Taipeh 2003, S. 95–110; Adam Clulow: The Company and the Shogun. The Dutch Encounter with Tokugawa Japan, New York 2014, S. 59–94, 225–54, et passim.
  21. ↑ Siehe die Einträge vom 5. Juli und 5. August 1636. Abgedruckt in: Shiryō Hensanjo: Dagregisters II, 1974, S. 81f., 100–102 sowie auch S. viii.
  22. ↑ Eintrag vom 29. Juli 1636 in: Shiryō Hensanjo: Dagregisters II, 1974, S. 99f.
  23. ↑ Shiryō Hensanjo: Dagregisters II, 1974, S. viii; vgl. auch den Eintrag vom 28. August 1636, ebd. S. 104.
  24. ↑ Jahresbrief an die Heeren XVII von 1638. Abgedruckt in: Coolhaas: Generale missiven I, 1960, S. 701; und Eintrag vom 17. Dezember 1637, in: Shiryō Hensanjo: Dagregisters III, 1977, S. 84–86. Eine detaillierte Beschreibung der Abgaben und Frondienste sowie der Peinigungen im Falle der Nichtleistung liefert u. a. Duarte Corrêa: An Account of the Rising at Ximabara, and of the Notable Siege Thereof, and of the Deaths of Various of Our Portuguese Fellow-Countrymen for the Faith, hrsg. u. übers. v. Guilherme J. C. Hernrique, Alemquer 1901, S. 3f.
  25. ↑ Koeckebacker ging von weitaus weniger aus; siehe Eintrag vom 13. März 1638. Abgedruckt in: Shiryō Hensanjo: Dagregisters III, 1977, S. 127. Für eine Diskussion betreffend die Anzahl der Rebellen und die Größe der Belagerungsarmee des bakufu vgl. Matthew E. Keith: The Logistics of Power. Tokugawa Response to the Shimabara Rebellion and Power Projection in 17th-Century Japan, Phil. Diss. Ohio State University, 2006, S. 35; und Geoffrey C. Gunn: World Trade Systems of the East and West. Nagasaki and the Asian Bullion Trade Network, Leiden 2017, S. 126. Bemerkenswert scheint, dass die Zahl der Aufständischen von Seiten der Regierungstruppen offenbar weit größer eingeschätzt wurde, als sie tatsächlich war.
  26. ↑ Yukihiro Ōhashi: The Revolt of Shimabara-Amakusa. In: Bulletin of Portuguese–Japanese Studies 20 (2010), S. 71–80, hier: S. 72f., Anm. 2.
  27. ↑ Adam Clulow: The Company and the Shogun. The Dutch Encounter with Tokugawa Japan, New York 2014, S. 122–26.
  28. ↑ Teile des Briefes zitiert bei Adam Clulow: The Company and the Shogun. The Dutch Encounter with Tokugawa Japan, New York 2014, S. 126.
  29. ↑ Koeckebacker an den Magistrat von Nagasaki; Hirado, 24. Januar 1638. Abgedruckt in: Geerts: Arima Rebellion, 1883, S. 70–73; und Einträge vom 26. u. 27. Januar 1638 in: Shiryō Hensanjo: Dagregisters III, 1977, S. 98; Willem Zilvester Mulder: Hollanders in Hirado, 1587–1641, Haarlem 1984, S. 191f., 294.
  30. ↑ Koeckebacker an F. Caron; Hirado, 19. Februar 1638. Abgedruckt in: Geerts: Arima Rebellion, 1883, S. 86f.; und Koeckebacker an van Diemen; Hirado 17. Februar 1638. Abgedruckt ebd. S. 80f.
  31. ↑ Adam Clulow: The Company and the Shogun. The Dutch Encounter with Tokugawa Japan, New York 2014, S. 126.
  32. ↑ Fuyuko Matsukata: Contacting Japan. East India Company Letters to the Shogun. In: The Dutch and English East India Companies. Diplomacy, Trade and Violence in Early Modern Asia, hrsg. v. Adam Clulow/Tristan Mostert, Amsterdam 2018, 79–98, hier: S. 87.
  33. ↑ Abschrift des Briefes zu finden im Eintrag des Tagesregisters zum 9. Februar 1638 in: Shiryō Hensanjo: Dagregisters III, 1977, S. 101–103.
  34. ↑ Adam Clulow: The Company and the Shogun. The Dutch Encounter with Tokugawa Japan, New York 2014, S. 126, auch S. 281, Anm. 110.
  35. ↑ Koeckebacker an van Elsereck in Hirado; bei Arima, 1. März 1638. Abgedruckt in: Geerts: Arima Rebellion, 1883, S. 88f.
  36. ↑ Koeckebacker an van Diemen; Hirado 9. November 1638. Abgedruckt in: Geerts: Arima Rebellion, 1883, S. 98–101.
  37. ↑ Ivan Morris: The Nobility of Failure. Tragic Heroes in the History of Japan, London 1975, S. 398, Anm. 63, 464. Eine gegensätzliche Position vertritt Charles Ralph Boxer: The Christian Century in Japan. 1549–1650, 2. Aufl., Berkeley, Los Angeles 1967 [1951], S. 381.
  38. ↑ Wie Koeckebacker schildert, waren auf der Brüstung der Mauern sowohl Fahnen mit roten Kreuzen als auch zahlreiche Holzkreuze unterschiedlicher Größe sichtbar; Koeckebacker an van der Burch, Gouverneur von Formosa; Hirado, 25. März 1638. Abgedruckt in: Geerts: Arima Rebellion, 1883, S. 96–99; Koeckebacker an van Diemen; Hirado, 9. November 1638. Abgedruckt ebd. S. 106f; ebenso Jahresbrief an die Heeren XVII von 1638. Abgedruckt in: Coolhaas: Generale missiven I, 1960, S. 702.
  39. ↑ Koeckebacker an van der Burch, Gouverneur von Formosa. Hirado, 25. März 1638. Abgedruckt in: Geerts: Arima Rebellion, 1883, S. 92–95.
  40. ↑ Koeckebacker an van der Burch; Hirado, 25. März 1638. Abgedruckt in: Geerts: Arima Rebellion, 1883, S. 94–97. Koeckebacker an van Diemen; Hirado, 9. November 1638. Abgedruckt ebd. S. 100–105; Eintrag vom 13. März 1638 in: Shiryō Hensanjo: Dagregisters III, 1977, S. 126.
  41. ↑ Duarte Corrêa: An Account of the Rising at Ximabara, and of the Notable Siege Thereof, and of the Deaths of Various of Our Portuguese Fellow-Countrymen for the Faith, hrsg. u. übers. v. Guilherme J. C. Hernrique, Alemquer 1901, S. 11–13. Nach Koeckebacker wurde der Herr von Arima hingegen zum harakiri gezwungen; Koeckebacker an van Diemen; Hirado, 9. November 1638. Abgedruckt in: Geerts: Arima Rebellion, 1883, S. 106–109.
  42. ↑ Higashibaba Ikuo: Christianity in early modern Japan. Kirishitan belief and practice, Leiden/Boston 2001, S. 147–52.
  43. ↑ Koeckebacker an van Diemen; Hirado, 9. November 1638, abgedruckt in: Geerts: Arima Rebellion, 1883, S. 104f.
  44. ↑ Adam Clulow: The Company and the Shogun. The Dutch Encounter with Tokugawa Japan, New York 2014, S. 121; gegen diese Deutung Clulows wendet sich Callum M. J. Kelly: Courting Beyond the Court. Performing Commensurability in the Early European Trade with Japan, 1609–1641, Diss., Oxford 2021, S. 260f.
  45. ↑ Hattori Hideo: Rekishi o yomitoku. samazama na shiryō to shikaku, Tokio 2003, S. 194.
  46. ↑ Jacob Willemsz Delffs war über seine Ehefrau Anna Hogenhoucx (1622–1678) mit Maria Hogenhoucx verschwägert; vgl. Eintrag vom 22. Januar 1642, in: Stadtarchiv Delft, DTB 14/70, Ondertrouwb, Nieuwe Kerk (1639–1645), fol. 83 (Digitalisat); auch Eintrag vom 31. März 1647, in: DTB 14/9, Doopboeken, Oude Kerk (1616–1811), fol. 59v. (Digitalisat).
  47. ↑ Wijnaendts van Resandt: Gezaghebbers, 1944, S. 139.
  48. ↑ Wijnaendts van Resandt: Gezaghebbers, 1944, S. 139; Philippus Coolhaas: Een Indisch verslag uit 1631, van de hand van Antonio van Diemen. In: Bijdragen en Mededelingen van het Historisch Genootschap 65 (1947 ), S. 1–237, hier: S. 41, Anm. 1.
  49. ↑ John Kleinen: Over ‚gewezen vrunden en geveinsde vijanden‘. De Nederlandse betrekkingen met Quinam in de zeventiende eeuw. In: Leeuw en Draak. Vier eeuwen Nederland en Vietnam, hrsg. v. dems. u. a., Boom/Amsterdam 2007, S. 17–37. Zudem unternahm er als Kommissar der VOC eine Reise nach Tonkin und Formosa vgl.; William Campbell (Hrsg.): Formosa Under the Dutch, Described from Contemporary Records, London 1903, S. 176–83.
  50. ↑ O.A.: Belooningen door Bewindhebbers der O. I. Compagnie in hunne algerneene vergaderingen aan de dienaars der Comp. toegekend. In: De Navorscher 10 (1860), S. 181–83, hier: S. 182.
  51. ↑ Hans K. Nagtegaal u. a.: Wapens van de Veertigraad van Delft. In: Kronieken. Tijdschrift van de Genealogische Vereniging Prometheus 7 (1998), S. 179–89, hier: S. 183; Eine tabellarische Übersicht der Amtsträger des 17. Jahrhunderts in Delft bei Reinier Boitet: Beschryving van Delft, Delft 1729.
  52. ↑ Eintrag vom 30. Juni 1641, in: Stadtarchiv Delft, DTB 14/70, Ondertrouwb. Nieuwe Kerk (1639–1645), fol. 68 (Digitalisat).
  53. ↑ Michiel A. W. Gerding: Vier Eeuwen Turfwinning. De Verveningen in Groningen, Friesland, Drenthe En Overijssel Tussen 1550 En 1950, Diss., Wageningen 1995, S. 214f.
  54. ↑ Johan Christiaan Eleonor Bartelds: François Caron. In: Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek (NNBW), Bd. 8, Leiden 1930, Sp. 255–59, hier: Sp. 259.
  55. ↑ Reinier Boitet: Beschryving van Delft, Delft 1729, S. 87.
  56. ↑ Eintrag vom 5. Juli 1671, in: Stadtarchiv Delft, DTB 14/41, Begraafboeken Oude en Nieuwe Kerk (1. November 1666 – 18. Juli 1671), fol. 85 (Digitalisat).
  57. ↑ Charles Ralph Boxer: The Christian Century in Japan. 1549–1650, 2. Aufl., Berkeley/Los Angeles, 1967 [1951], S. 381; und Anne Gardiner Barbeau: Swift on the Dutch East India Merchants. The Context of 1672–73 War Literature. In: Huntington Library Quarterly 54/3 (1991), S. 234–52, hier: S. 237–43.
  58. ↑ Hendrik Doeff: Recollections of Japan, hrsg., übers. u. mit Anm. vers. v. Annick M. Doeff, Victoria, B.C. 2003. S. 24–26; vgl. auch Philipp Franz von Siebold: Nippon. Archiv zur Beschreibung von Japan, Abt. 6, H. 16, Leiden, ca. 1832, S. 7.
  59. ↑ Zum Deutungsspektrum Ivan Morris: The Nobility of Failure. Tragic Heroes in the History of Japan, London 1975, S. 398, Anm. 63, S. 399, Anm. 65.
  60. ↑ Geerts: Arima Rebellion, 1883, S. 110.
  61. ↑ Engelbert Kaempfer: Heutiges Japan, Bd. I,1, hrsg. u. komm. v. Wolfgang Michel/Barend J. Terwiel, München 2001, S. 260, Z. 55–59.
Personendaten
NAME Koeckebacker, Nicolas
ALTERNATIVNAMEN Couckebakker, Nicolaas Leendertsz; Koekebakker, Nicolaes; Coeckebacker, Nicolas; Couckebacker, Nicolaas
KURZBESCHREIBUNG Kaufmann, Leiter der niederländischen Handelsniederlassung Hirado
GEBURTSDATUM um 1597
GEBURTSORT Amsterdam
STERBEDATUM um 1670