Nicole Fosse

Nicole Fosse (* 3. März 1963 in New York City) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Tänzerin und Filmproduzentin.

Privates

Nicole Fosse ist die Tochter der Schauspielerin und Tänzerin Gwen Verdon und des Choreographen Bob Fosse. Sie lernte in Deutschland auf einer Tournee mit einer Produktion des Musicals West Side Story die deutsche Stagehand Andreas Greiner kennen, den sie heiratete und mit dem sie drei Söhne hat. Greiner starb am 10. August 2000 in Salt Lake City bei einem Unfall, der durch einen betrunkenen Fahrer verursacht wurde.

Karriere

Ihre größte Filmrolle hatte Fosse, als sie im Film A Chorus Line von Richard Attenborough an der Seite von Michael Douglas die Tänzerin Kristine verkörperte. Des Weiteren war sie in verschiedenen Musicalverfilmungen als Tänzerin zu sehen und übernahm beispielsweise eine Episodenrolle in der Serie Miami Vice. Sie war außerdem Mitglied des Tanzensemble in der Ursprungsbesetzung der Broadwayaufführung von Das Phantom der Oper.

Sie trat außerdem bei Produktionen auf, an denen ihre Eltern beteiligt waren, beispielsweise im Film Hinter dem Rampenlicht, bei dem ihr Vater Regie führte.

Fosse/Verdon

In der biografischen Miniserie Fosse/Verdon war sie am Drehbuch beteiligt und als Koproduzentin tätig. Im Mittelpunkt der Serie steht die romantische und kreative Verbindung von Gwen Verdon und Bob Fosse. Während der Arbeit an der Serie teilte sie Fakten und emotionale Erfahrungen aus dem Zusammenleben mit ihren berühmten Eltern, konnte nach eigener Aussage aber auch ein tieferes Verständnis für die gemeinsame Zeit ihrer kreativen Eltern entwickeln. In einem Interview sagte Michelle Williams, die in der Serie Gwen Verdon spielte und dafür einen Golden Globe Award gewann, dass eines der größten Dilemmata in Verdons Leben die lange Pause ihrer Karriere nach der Geburt ihrer Tochter war. Die Serie zeigt auch, wie Bob Fosses Freundin Ann Reinking der jungen Nicole Fosse Ballettunterricht gab, sich so bei ihrer Mutter beliebt machte und schließlich Teil der Familie wurde.

Die Serie war 2019 als beste Miniserie bei den Prime Time Emmys nominiert.

Filmographie

Als Schauspielerin

Als Produzentin

Einzelnachweise

  1. ↑ Matt Zoller Seitz: Nicole Fosse on Her Father, Her Mother, and Herself. In: vulture.com. Vulture, 8. Mai 2019, abgerufen am 8. März 2026.
  2. ↑ Paid Notice: Deaths GREINER, ANDREAS "ANDY". In: nytimes.com. The New York Times, 14. August 2000, abgerufen am 8. März 2026.
  3. ↑ E. L. Danvers: Bob Fosse, Gwen Verdon, and Their Greatest Legacy: Nicole Fosse Remembers Her Famous Parents and Their Upper West Side Life. In: ilovetheupperwestside.com. 29. August 2021, abgerufen am 8. März 2026.
  4. ↑ ADMINISTRATION. In: verdonfosse.com. The Verdon Fosse Legacy, abgerufen am 8. März 2026.
  5. ↑ Nicole Fosse. In: playbill.com. Abgerufen am 8. März 2026.
  6. ↑ The Group Theatre Too – Nicole Fosse. In: grouptheatretoo.biz. The Group Theatre Too, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 26. Januar 2022; abgerufen am 8. März 2026 (englisch).
  7. 1 2 Anne Easton: Nicole Fosse Details How It Feels To Watch Her Parents' Drama Unfold on 'Fosse/Verdon'. In: forbes.com. Forbes, 9. April 2019, abgerufen am 8. März 2026.
  8. ↑ Lynn Elber & Beth Harris: Michelle Williams returns to TV as dancer Gwen Verdon. In: nwitimes.com. 6. Februar 2019, abgerufen am 8. März 2026.
  9. ↑ Julie MIller: Fosse/Verdon: Inside Ann Reinking and Gwen Verdon's Unlikely Friendship. In: vanityfair.com. Vanity Fair, 7. Mai 2019, abgerufen am 8. März 2026.
Personendaten
NAME Fosse, Nicole
ALTERNATIVNAMEN Fosse Greiner, Nicole; Greiner, Nicole
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanische Schauspielerin und Tänzerin
GEBURTSDATUM 3. März 1963
GEBURTSORT New York City, New York, Vereinigte Staaten