
Nikolas Farantouris (griechisch Νικόλας Φαραντούρης; * 28. Januar 1976 in Athen) ist ein griechischer Politiker (PASOK). Er ist seit 2024 Mitglied des Europäischen Parlaments, als Teil der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten.
Farantouris wurde in der griechischen Hauptstadt Athen geboren und wuchs dort auf. Er studierte Recht an der Universität Athen und an der Universität Oxford, wobei er sich auf Europäisches Recht spezialisierte. Beruflich ist Farantouris an der Universität Piräus als Professor für Europarecht und Energierecht am Institut für Internationale und Europäische Studien aktiv. Er ist Verfasser mehrerer Rechtsbücher und gilt als Experte auf dem Gebiet des EU-Rechts, Energierechts und Seerechts.
In der Vergangenheit arbeitete er unter anderem für Goldman Sachs und Norton Rose Fulbright.
Er ist der Cousin der Sängerin Maria Farantouri.
Seine politische Karriere begann Farantouris als Kandidat der linken Syriza bei der Parlamentswahl in Griechenland Mai 2023 und bei der darauffolgenden Wahl im Juni. Bei den Europawahlen 2024 kandidierte er erneut für Syriza und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Er gehört dort dem Haushaltsausschuss und der Delegation in der Parlamentarischen Partnerschaftsversammlung EU-Vereinigtes Königreich an.
Am 7. Januar 2026 wurde er aus Syriza ausgeschlossen, nachdem er erklärt hatte, er würde die Gründung einer neuen politischen Partei durch Maria Karystianou „begrüßen“ – eine Ärztin aus Thessaloniki, die ihre Tochter bei dem Eisenbahnunfall von Tembi verloren hatte und sich später als prominente Aktivistin für die Familien der Opfer engagierte. Er schloss sich daraufhin der sozialdemokratischen PASOK an.
Er ist Teil des Vorstands der Spinelli-Gruppe, welche sich für den europäischen Föderalismus einsetzt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Farantouris, Nikolas |
| KURZBESCHREIBUNG | griechischer Politiker, MdEP |
| GEBURTSDATUM | 28. Januar 1976 |
| GEBURTSORT | Athen |