Nikolaus Holler

Nikolaus „Niklouds“ Holler (* 1994 in Feldbach) ist ein österreichischer Jazzmusiker (Altsaxophon, weitere Saxophone, Klarinetten, Flöten, auch Duduk, EWI, Klavier, Schlagzeug, Komposition).

Leben und Wirken

Holler, der aus einer Musikerfamilie stammt, erhielt nach der musikalischen Früherziehung ab 2002 klassischen und Jazz-Saxophonunterricht an der Musikschule Bad Radkersburg. Als Schüler nahm er an einem Bigband-Workshop mit Gunther Schuller und Karlheinz Miklin teil. Nach der Matura auf dem musischen Zweig des Bundesoberstufenrealgymnasiums Bad Radkersburg und dem Zivildienst bei der Lebenshilfe Steiermark absolvierte er von 2013 bis 2018 ein Bachelor-Studiums am Jazz-Institut der Kunstuniversität Graz. 2020 erlangte er einen Master in Jazzsaxophon (mit Auszeichnung) an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.

Holler beschäftigte sich während der Covid-Pandemie intensiv als Niklouds mit experimentellem Lo-Fi-Hip-Hop (mehr als 12 Millionen Streams auf Spotify) und leitete sein vom Progressive Rock inspiriertes Sextett Niklouds Interdimensional Caucus, das 2021 auch im Studio 2 des Wiener Funkhauses auftrat (Mitschnitt auf Oe1). Im Sommer 2022 gründete er sein Ensemble Niklouds 4tet, besetzt mit dem Pianisten Simon Raab, dem Bassisten Tobias Vedovelli und dem Schlagzeuger Matheus Jardim, mit dem er seine eigenen Kompositionen aufführt. Mit ihm entstand sein Debütalbum Resilience, das 2024 bei Unit Records erschien.

Weiterhin war Holler Mitglied von Christian Muthspiels Orjazztra Vienna (2021/22) und des 13-köpfigen Kollektivs Little Rosies Kindergarten, das 2021/22 Stageband im Wiener Porgy & Bess war. Zudem arbeitete er mit Life Aquatic, Mehdi Chamma und der Abel Nagy Cosmos Band, aber auch mit Billy Cobham, Sheila Jordan, The Pioneers, Stranger Cole, Kinga Glyk, Jules Hiero und Ray Anderson und gehörte zur Barbara Bruckmüller Bigband.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Eintrag Nikolaus Holler. In: musikaustria.at. Abgerufen am 2. November 2026.
  2. 1 2 3 5 Millionen Pesos: Nikolaus Holler. In: Oe1. 6. April 2024, abgerufen am 2. November 2026.
  3. ↑ Klaus Wienerroider: Progressive-Rock-inspirierte Jazzklänge von Nikolaus Holler. In: Oe1. 8. August 2021, abgerufen am 2. November 2026.
  4. ↑ Julia Schuster: Multiinstrumentalist Nik Holler: „Ich habe mich wieder nach handgemachter Musik gesehnt“. In: Kleine Zeitung. 4. April 2024 (kleinezeitung.at).
  5. ↑ Sophia Olesko: Niklouds – „Resilience“. In: musicaustria.at. 8. April 2024, abgerufen am 2. November 2026.